BHM 2018

 
 

Programm | Galerie Black History Month


Happy Birthday W.E.B. Dubois!
Herzlichen Glückwunsch zum 150. Geburtstag!

Während des BLACK HISTORY MONTH 2018 feiern wir mit Konzerten, Filmscreenings, Wortveranstaltungen und Partys den Schwarzen Bürgerrechtler, Soziologen, Philosophen, Journalisten und Pazifisten, W.E.B. Dubois, der am 23. Februar 150 Jahre alt geworden wäre!

William Edward Burghardt Du Bois, geboren am 23. Februar 1868 in Great Barrington, Berkshire County, Massachusetts (USA) und gestorben am 27. August 1963 in Accra, (Ghana) war Soziologe, Philosoph, Journalist und Pazifist - und ein führender US-amerikanischer Vertreter der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung.

W.E.B. Dubois, arbeitete ab 1883 als Journalist und studierte nebenher. 1885 erwarb er einen Bachelortitel und arbeitete bis 1888 als Lehrer an einer Landschule in Tennessee. 1888 setzte er seine Studien in Harvard fort, wo er 1892 einen Master in Geschichte erwarb und das Slater-Auslandsstipendium gewann. Von 1892 bis 1894 studierte er in Deutschland an der heutigen Humboldt-Universität und an der Universität Heidelberg.

Nach seiner Rückkehr promovierte er 1895 als erster Schwarzer in Harvard über den transatlantischen europäischen Menschenhandel mit gekidnappten, versklavten Afrikaner*innen.

Von 1897 bis 1910 hatte er eine Professur für Geschichte und Wirtschaftswissenschaften an der Schwarzen University of Atlanta/Georgia inne, die er für weitere Studien über die Situation der schwarzen Bevölkerung vor allem in ländlichen Gegenden nutzte. Gleichzeitig publizierte er eine Reihe von Aufsätzen und gründete mehrere Zeitungen.

1900 nahm er an der ersten Pan-Afrikanischen Konferenz in London teil und wurde dort bekannt durch seine Proklamation To The Nations of The World: „The problem of the twentieth century is the problem of the colour line.“

In seinem Hauptwerk „The Souls of Black Folks“ (1903) beschreibt Dubois die psychischen und sozialen Folgen von Rassismus und verweist auf Blues und Jazz als das große kulturelle Vermächtnis des Schwarzen Amerika an die Welt.

1909 wurde Dubois Gründungsmitglied der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP), einer bis heute bestehenden Institution der antirassistischen Bürgerrechtsbewegung.

1919 gab Du Bois zum ersten Mal The Brownies Book heraus, eine monatlich erscheinende Kinderzeitschrift. In den 1920ern bereiste er Westafrika und die Sowjetunion und publizierte weitere Schriften, darunter auch Romane.

1945 organisierte er den fünften Pan-Afrikanischen Kongress in Manchester.

1961 siedelten er und Shirley nach Ghana um, wo sein Freund Kwame Nkrumah erster Premierminister und nach der Ausrufung der Republik erster Staatspräsident geworden war. In seinen letzten Jahren arbeitete er an der Encyclopedia Africana.

Am 27. August 1963, einen Tag vor dem historischen Marsch auf Washington verstarb Du Bois in Accra. Kurz zuvor hatte er die ghanaische Staatsbürgerschaft angenommen.

 

Programm


ARAB SONG JAM goes Sudanese TrAdition

Traditionelle & populäre arabische Lieder ganz neu

Donnerstag | 01.02.2018 | 19:30h | Saal
Eintritt: frei

Bei der Konzertreihe ARAB SONG JAM, werden Neuinterpretationen populärer und traditioneller arabischer Lieder in der WERKSTATT DER KULTUREN auf die Bühne gebracht. Im Rahmen des BLACK HISTORY MONTH 2018 widmen wir diese Edition dem Sudan.

Bandleader des Abends: Wassim Mukdad

Besetzung:

  • Hassan Elmalik: Vocals & Oud
  • Binizion Ashenafi: Bass Guitar
  • Arsene Cimbar: Drums

Die Konzertreihe lehnt sich wie immer mit ihrem Format an die Schwarze US-amerikanische Jamsession-Kultur der 40er Jahre an. Dabei wird das erste Set eines Abends durch ein festes Trio oder Quartett eröffnet, während für das zweite Set, neu in der Stadt befindliche Musiker*innen beim Bandleader vorstellig werden können um einzusteigen.

Ähnlich wie sich die Jazz-Jamsessions in allen Metropolen der Welt inzwischen am "Real Book" mit seinen Jazzstandards orientiert, bedient sich die neue Konzertreihe ARAB SONG JAM aus dem reichen Schatz des arabischsprachigen Lied-Repertoire, das durch die legendären Sängerinnen Oum Kalthoum aus Kairo und Fairuz aus Beirut in der gesamten arabischen Großregion verbreitet wurde sowie aus Traditionals.

Hier ein kleiner musikalischer Vorgeschmack, wie unser Jam sich anhören könnte, mit Afrobeat aus Nigeria und Chile. Wir sind gespannt was Neues aus AFRO BEAT und unserem ARAB SONG JAM entsteht. Kommt vorbei und feiert mit uns. Der Besuch von ARAB SONG JAM ist kostenfrei, über Spenden freuen wir uns sehr!


 

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Black Music Renaissance feat. Hani Mojtahedy

Freitag | 02.02.2018 | 21:00 | Club
Eintritt: 15,- / 10,- (erm.) / 5,- € (mit Berlinpass) | Kinder bis 14 J: frei

Hani Mojtahedy, eine bekannte kurdische Sängerin und Songwriterin, hat ihre künstlerische Karriere im Jahr 2000 begonnen, während sie in Sanandaj, einer kleinen Stadt im Westen Irans, lebte. Trotz der großen Einschränkungen und Hindernisse für Künstler*innen im Iran wollte Hani sich die Türen zu einer Welt, in der sie ihre Wünsche leben und ihrer Seele Ausdruck verleihen konnte, öffnen.

Dazu verließ Hani den Iran im Jahr 2004 und nach ihrer Ankunft in Deutschland, wurde ihre Stimme von Haus zu Haus und von Stadt zu Stadt in kurdischen Gebieten zwischen dem Iran, der Türkei, dem Irak und Syrien übertragen.

Sie veröffentlichte 2 Alben mit mehr als 20 Singles und 7 Musikvideos und nahm auch an zahlreichen TV-Auftritten, Konzerten und Festivals auf der ganzen Welt teil.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Konzertreihen BLACK MUSIC RENAISSANCE und WORLDWIDEMUSIC in Kooperation mit dem preisgekrönten Pianisten Kelvin Sholar.


 

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Black Cuba III

Freitag | 02.02.2018 | 19:00 | Saal
Eintritt: 10,- EUR

Filmscreening & Live-Performance

  

Offering to Yemaya
Dir.: Ricardo Bacallao. 14 minutes

Every January 1st in Cuba devotees to Yemaya go the sea to offering respect to the Orisha, goddess of the Sea. This is an observational documentary, focus on showing this ritual.

Brazil meets Cuba
Dir: Ricardo Bacallao, 50 minutes

The encounter of Brazilians and Cubans at the WERKSTATT DER KULTUREN playing to the same African Gods (Orishas) but with different beats.

Im Anschluss an das Filmscreening:

Live performance

Angel Candeaux and Friends

Angel Candeaux se define a sí mismo como “un soñador concreto en quien se cruzan muchas búsquedas; la principal posiblemente sea precisamente saber quién soy”. Y con esa convicción ha decidido enfrentar su carrera profesional.



Ricardo Bacallao

  

Ricardo Bacallao, a Cuban Filmmaker, received his MFA in film from NYU. While living in Madrid and Berlin, Ricardo participated several times in the Berlin Film Festival, including being selected as the first Cuban representative to the festival's Talent Campus in 2003 and 2004.

In 2010, a segment Ricardo produced for CUNY TV's magazine show Nueva York won a New York Emmy Award. Since that time, he has been working as a freelance director, DP, producer and editor of documentary shorts both commercially and for air on venues such as CUNY TV, HITN, and at New York based exhibition spaces.

Ricardo Bacallao is finishing his first feature film "The Uncle's Request".


 

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NSU-Komplex auflösen

Das Tribunal geht weiter! Wir müssen reden

Samstag | 03.02.2018 | 16:00h | S1-S4
Eintritt: frei

Gemeinsam gedenken, Gerechtigkeit einfordern und die Gesellschaft der Vielen feiern – das ist uns in einem kraftvollen gemeinschaftlichen Akt beim NSU-Tribunal im Mai 2017 in Köln gelungen. Nun geht es weiter und darüber müssen wir reden. Deswegen laden wir euch zum gemeinsamen Nachdenken und Planen ein. Für rauchende Köpfe und dampfenden Tee ist gesorgt. An runden Tischen geht es in mehreren Diskussionsrunden u.a. um die Fragen: Was ist beim Tribunal passiert und wie machen wir zusammen weiter? Im Anschluss gibt’s Essen und Live-Musik!

  • 15.30h - 16.00h Ankommen
  • 16.00h - 16.30h Begrüßung
  • 16.30h - 20.00h Diskussionsrunden
  • 20.00h - 23.00h Essen und Live-Musik von "Ó-Das Syndikat"

The Tribunal must go on! We need to talk

There are many things that we jointly accomplished during the NSU Tribunal held in Cologne in May of last year – we commemorated, we cried out for justice and we celebrated the diverse multitudes that make up society. Yet we must keep moving, and we need to talk about how. That is why we invite you to a day of collective brainstorming and mindmapping. Discussion rounds and plenty of tea will accompany us in seeking the answers tot he question: What will happen with the Tribunal now, and how should we continue on? Food and drink, as well as live music will be provided after the hard work!

Tribünal devam ediyor! Konuşmalıyız

Beraber anmak, adalet istemek ve “çok kültürlü toplumu” kutlamak - Mayıs 2017'de Köln'deki NSU-Tribuüal’ında güçlü bir ortak hareketle elde edildi. Şimdi devam edeceğiz ve bunun hakkında konuşmalıyız. Bu nedenle sizi birlikte düşünmeye ve planlamaya davet ediyoruz. Düşünecek maddeler ve buharlı çaylar sağlanacak. Yuvarlak masalarda birkaç tartışma raundlarında mesela şu soruları tartışacağız: Tribünal’da neler oldu ve nasıl birlikte devam edeceğiz? Ardından yiyecek ve canlı müzik var!


 

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Zur Sonne - Zur Lyrik nubischer Migrationserfahrung

Donnerstag | 08.02.2018 | 19:30 | Club
Eintritt: 5,- EUR

Eine Veranstaltung in Kooperation mit EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe) und Mayadin al-Tahrir e.V. / Kuratorin: Viola Shafik

FILMSCREENING im Rahmen der Arabischen Filmreihe BEYOND SPRING

 

Voyage to Nubia/Reise nach Nubien (7. Episode)
Dokumentarfilm von Saad Nadim, 1960, Ägypten, 8 Min, VHS auf DVD, Engl. VO
Dieser staatlich produzierte Kurzfilm des Dokumentarfilmverteranen Saad Nadim führt in die traditionelle Kultur Nubiens ein und preist die Vorteile des Aswan-Staudamm, der die Nubier bald in die Immigration treiben wird.

The Dam/Der Damm
Animationsfilm von Saber Akeed , 1990, Ägypten, 6 Min.
Dieser kurze Animationsfilm über den Verlust der nubischen Kultur wegen dem Bau des Dammes wurde von einem nubischen Filmemacher realisier.

The Nubia Train/Der Nubien-Zug
Dokumentarfilm von Attiyat El-Abnoudi, 2002, Ägypten, 35 Min.,VHS auf DVD, Arabisch engl. UT
Mit einer handgehaltener Kamera beobachtet dieser Film in aller Ausführlichkeit Vorbereitung und Ausführung der jährlichen Heimereise nubischer Familien von Alexandria nach Oberägypten anlässlich der Festtage. Deutlich, aber ohne ein Wort des Kommentars stellt dieser Film vier Jahrzehnte nach der Umsiedlung die Fragen nach den Gründen der generationen-alten innerägyptischen Migration der Nubier und visualisiert gleichzeitig deren Ergebnis.
 

Vortrag von Alia Mossallam


In 1964, nach jahrelangen Vorbereitungen und teils sogar mit Vorfreude wurden 50.000 Nubier aus 33 Dörfern zwischen Ägypten und dem Sudan weg vom Nil-Ufer in die Wüste von Komombo zwangsumgesiedelt. Während sich ihr Leben früher um einen unvorhersehbaren Wasserlauf drehte, ist ihr Hauptanliegen nun, der Sonne zu entkommen. Warum haben sie an die Möglichkeiten des Staudamms geglaubt? Wie haben sie das Trauma der Umsiedlung verarbeitet? Wie setzt sich in der Abwesenheit des Flusses eine Lebensweise fort, die einst vollständig vom Nil abhing, vom Schöpfungsmythus bis hin zu den alltäglichen Ritualen? Beim Hören nubischer Lieder, die Hoffnung, Nostalgie und schließlich Wut ausdrücken, nehmen wir teil an einem Austausch mit dem Nil, den Vögeln, dem mythischen mer-Volk und an die Reflektionen der vielfältigen Gefühlen, die mit der Vertreibung zusammenhängen.

Alia Mossallam, EUME Fellow der Alexander von Humboldt Stiftung, promovierte in Politikwissenschaften. Ihre Dissertation untersucht die populäre Geschichte des nasseristischen Ägypten durch Geschichten und Lieder von Leuten aus der 1952er Revolution. Mossallam unterrichtete an der American University in Cairo (AUC), dem Cairo Institute for Liberal Arts and Sciences (CILAS) und führte in ganz Ägypten eine Reihe von Workshops durch zum Thema „Wiederaneignung revolutionärer Geschichte(n)“. Sie arbeitete ausserdem mit Theaterleuten zusammen, um revolutionäre Erfahrungen der Gegenwart und alternative Geschichtsschreibung aus der Vergangenheit zu erkunden und auf der Bühne wieder zu beleben, z.B. das Stück Hawwa al-Hureyya (Whims of Freedom). Darüberhinaus schreibt sie für Mada Masr. Momentan forscht sie an „Hekāyāt Sha’b – Geschichten eines Volkes: Nasserismus, populäre Politik und Lieder in Ägypten, 1956-1974“.


  

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BIG CHIEF – INDIANS GOT THAT FIRE

Film mit anschließender Podiumsdiskussion

Dienstag | 13.02.2018 | 19:00h | Club
Eintritt: 5,- EUR

Filmscreening

Producer/director Sascha Just, a Fräulein Freytag Production

Every year on Carnival Day, Black Indians parade the streets of New Orleans in magnificent feathered and beaded costumes to honor those Native Americans who aided their African ancestors escape from slavery. BIG CHIEF follows legendary Chief Darryl Montana as he prepares for Mardi Gras Day—and explores the heritage of racist oppression that sparked those spectacular performances.

  

Big Chief of the Yellow Pocahontas tribe, Darryl Montana’s lineage reaches back to the first black American to don an Indian mask in honor of the Native Americans who aided enslaved Africans in escaping from bondage.

Passed down through his family for generations, the tradition was transformed by Darryl’s father Tootie Montana (recognized as an NEA National Heritage Fellow in 1987) from a violent reenactment of Native American warfare into high art.

Darryl is renowned for his magnificent crowns, and BIG CHIEF documents as he sews his beaded and feathered suit for Mardi Gras Day, a symbol both of his artistic leadership within his community and of the history of African-American resistance to white domination.

BIG CHIEF culminates with Darryl's performance on Mardi Gras Day.

Jason Marsalis (youngest member of the Marsalis music family) wrote the soundtrack for BIG CHIEF inspired by Black Indian songs and funk music like The Meters, to which Black Indian songs gave birth.
 


 

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Der NSU-Komplex - nur die Spitze des Eisbergs

NSU kompleksi - Bütün gerçeğin sadece küçük bir kısmı

Theater & Podiumsdiskussion

Mittwoch | 14.02.2018 | 19:00 | Saal
Eintritt: frei

 

Der Schutz vor Diskriminierung und Rassismus ist ein Menschenrecht! Es verpflichtet alle deutschen Behörden zur aktiven Bekämpfung – dazu gehören effektive und sorgfältige Ermittlungen von rassistischen Straftaten.

In der Schlussphase des NSU-Prozesses in München lassen die Plädoyers der Nebenklage-Anwälte keinen Zweifel: 
Der NSU-Komplex ist nicht nur die Geschichte gut organisierter Neonazi-Morde. Er erzählt ebenfalls die Geschichte eines rechtsstaatlichen Skandals: wie staatliche Institutionen jahrelang in die falsche Richtung ermittelten, Akten verschwinden ließen und Verstrickungen des Verfassungsschutzes vertuschten.

  

Aus Sicht der Betroffenen und vieler Organisationen alles deutliche Anzeichen von strukturellem Rassismus. Trotzdem wird das Thema Institutioneller Rassismus in Deutschland nach wie vor gemieden – niemand stößt eine Untersuchung an oder übernimmt politische Verantwortung. Dabei besteht hier dringender Handlungsbedarf – Politik und Zivilgesellschaft sind gefragt!

Was muss sich ändern? Wie können deutsche Behörden ihrer Verantwortung gerecht werden und Menschen in Deutschland effektiv vor Rassismus schützen? Welche Rolle spielen politische Verantwortliche, Justiz, Polizei und auch die Zivilgesellschaft?

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, Amnesty International und das NSU-Tribunal laden ein zu einem Themen- & Diskussionsabend mit 
- einem Auszug der NSU-Monolog-Auszug von Adile Şimşek der Bühne für Menschenrechte

 

Programm

Diskussion

  • Mehmet Daimagüler – NSU-Opfer-Anwalt und Buchautor
  • Tahir Della – Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD)
  • Marie Piper – Amnesty International
  • Ayşe Güleç – NSU-Tribunal
  • Isidora Randjelović – IniRromnja

Moderation: Doris Liebscher

Mit Simultan-Übersetzung deutsch-türkisch
Eşzamanlı çeviri Almanca-Türkçe


 

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BLACK MUSIC RENAISSANCE MEETS Fuasi Abdul Khaliq's Tribute Project

Freitag | 16.02.2018 | 21:00h | Club
Eintritt: 15,- / 10,- (erm.) / 5,- € (mit Berlinpass) | Kinder bis 14 J: frei

Eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals BLACK HISTORY MONTH 2018 und der Konzertreihe WORLD WIDE MUSIC in Kooperation mit dem preisgekrönten Pianisten Kelvin Sholar

Wir haben uns mit Ihnen schon so darauf gefreut, aber leider müssen wir das Konzert mit Corey Harris in der Reihe »Black Music Renaissance 4« presented by Kelvin Sholar absagen. Corey Harris ist auf seiner Tour in Russland bei einem Autounfall verunglückt, liegt leider verletzt im Krankenhaus, ist aber auf dem Weg der Genesung! Alle Gäste, die im Vorverkauf schon Tickets erworben haben, erstatten wir sie selbstverständlich. 


 

Kelvin Sholar, dem Kurator der Reihe »Black Music Renaissance«, ist es gelungen, kurzfristig ein Ersatzprogramm zu organisieren.

Fuasi Abdul Khaliq's Tribute Project is a collective ensemble of American musicians, all living in Berlin, Germany. Comprised of band members Fuasi Abdul-Khaliq (ten sax), Kelvin Sholar (Piano), Charles Sammons (Bass) and Jesus Vega (Drums), the ensemble was formed with the intention of preserving and honoring the music of John Coltrane, The Jazz Crusaders and others.


 

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Benefiz für Oury Jalloh

Vortrag & Musik & Poesie

Samstag | 17.02.2018 | 19:30h | Club
Eintritt: 5,- EUR

2005 wurde Oury Jalloh in seiner Zelle im Dessauer Polizeirevier verbrannt. 13 Jahre später gibt es immer noch keine Gerechtigkeit. Dessau besteht auf Selbstmord. Obwohl zahlreiche Gutachter alle zum selben Schluss gekommen sind - Oury Jalloh hat sich nicht selbst angezündet. Trotzdem will die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zum Fall einstellen. Die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ will das verhindern.

Der Kampf geht weiter! Du bist herzlich willkommen, mit uns die Initiative zu unterstützen, Oury Jalloh zu gedenken und seine Geschichte durch Aufklärung, Musik, Poesie und gute Vibes zu bewahren.



 

Programm

Vortrag
20:00h | "The politics of anti-Black murders and the philosophy of Black self-defense"
Vortrag (engl.) von Senfo Tonkam

Lecture | Live Musik | Poesie
21:30h | 

Kunst von Paul Attah

Afro Beat Jam
21:00h (Einlass) | Saal (2. OG)

Das 1. Set des Abends wird eröffnet von:

Im 2. Set können Musiker*innen beim Bandleader vorstellig werden, um gegebenenfalls einzusteigen.


 

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ARAB SONG JAM goes Maghreb: Edition Gnawamusik

Donnerstag | 15.02.2018 | 19:30 | Saal 
Eintritt: frei

In dieser Edition der erfolgreichen Konzertreihe ARAB SONG JAM goes Maghreb legt die WERKSTATT DER KULTUREN den Fokus auf Gnawamusik, den wir zelebrieren den BLACK HISTORY MONTH 2018.

An der Oud und Bandleader des Abends: Alaa Zouiten!

1985 geboren Marokko, begann Alaa Zouiten im Alter von sieben Jahren seine musikalische Erziehung in kulturellen Vereinen in Youssoufia (eine kleine Stadt bei Safi), bevor er am Conservatoire National de Marrakech seine Ausbildung genoss, die ihn zum Meister an der Oud (arabische Laute) machte.

2008 begann Alaa in Marokko seine Karriere als Sideman mit der Fusion-Band „Jbara“ und spielte auf zahlreichen marokkanischen Festivals (u.a Essaouira Gnaoua Festival, Grand Festival de Casablanca, Mawazine in Rabat). In Deutschland entwickelt er das „Alaa Zouiten Ensemble“, das 2012 sein Debüt-Album „Hada Makan“ veröffentlicht. Parallel setzte er seine musikalischen Studien fort und ist 2013 Absolvent der Universität Erfurt (Bachelor Musikvermittlung und Philosophie).

2015 gewinnt er ein Stipendium des Arab Fund for Arts and Culture und arbeitet an seinem zweiten Album „Talking Oud“. In diesem Album experimentiert er mit den stilistischen, technischen und ästhetischen Möglichkeiten der Oud.

Das Resultat ist ein faszinierender Mix aus arabischem, andalusischen Jazz und Rock. In seinen Kompositionen und Arrangements benutzt Alaa Zouiten die unendliche Vielfalt in Zeit und Raum. Ein kreativer Prozess, welcher ständig nach neuen musikalischen Perspektiven sucht und die Schönheit der Musik feiert.
 

  
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Black Music Renaissance feat. Matilda Leko

Freitag | 09.02.2018 | 21:00 | Club
Eintritt: 15,- / 10,- (erm.) / 5,- € (mit Berlinpass) | Kinder bis 14 J: frei 


 

Die Sängerin und Komponistin ist mit der Musik des Balkans und der Roma aufgewachsen. Die serbisch-österreichische Musikerin ist in Wien geboren und setzte sich schon sehr früh mit verschiedensten Musikrichtungen auseinander, mit den ungeraden Rhythmen ihrer Heimat, Pop, Rock, Soul, Blues, um dann den Jazz zu entdecken, der sie wieder nach Wien brachte, wo sie am Wiener Konservatorium Jazzgesang studierte.

Matilda Leko war eine der ersten Sängerinnen in Wien, welche die Musik des Balkans mit dem Jazz fusionierte und somit eine der ersten, die dieser Musik einen neuen Sound gab und sich so einen Namen machte. Ihre Kompositionen beschränken sich aber nicht auf eine Richtung oder Genre.

Matilda komponiert Lieder, die in das Jazz Standard Buch hineinpassen würden, genauso wie Wiener Lieder mit der bekannten Ironie und Melancholie des Wienerliedes bis zu groovigen Kompositionen, in denen der Puls und Einfluss des Balkan nicht zu überhören ist. Die authentischen Improvisationen der Sängerin erinnern an instrumentelle Passagen, mal eines Saxophons, mal einer Trompete, oder gar einer Roma Geige. Man kann Matilda nicht schubladisieren. Ihre Musik ist sprühend, innovativ und kreativ. Ihre Texte sind stark und erzählen auf mutige und berührende Weise vom Leben.

Europaweite Tourneen führten sie nach Frankreich, Deutschland, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Italien, Österreich. Auftritte auf zahlreichen Festivals: Sziget Festival Ungarn, Bamberger Klezmer Festival, Anger Gipsy Festival Frankreich, Schweiz, Novi Sad Jazz Festival, Suns Festival Udine, Wien Festival, u.v.m.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Konzertreihen BLACK MUSIC RENAISSANCE und WORLDWIDEMUSIC in Kooperation mit dem preisgekrönten Pianisten Kelvin Sholar.

 


 

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Koloniales Bewusstsein und Verantwortung


Samstag | 17.02.2018 | 19:00 | Seminarraum 1
Eintritt: frei

Der Roman "Africa 2.1 Arnaque" von Francis Beidi
Eine Diskussion begleitet von kurzen Romanauszügen 


Das interessierte Publikum ist eingeladen, über die Schlüsselthemen zu diskutieren, die den afrikanischen Kontinent insgesamt betreffen und die der Roman "Africa 2.1 Arnaque" eindringlich reflektiert. Diskutiert wird in Französisch und Deutsch mit jeweiliger Übersetzung.

Im Roman Africa 2.1 ARNAQUE spiegelt sich die Kolonialgeschichte Afrikas unter französischer Handhabung.

Der Erzähler-Autor-Romancharakter führt uns in das Dorf seines Großvaters, der Frankreich im Zweiten Weltkrieg lange gedient hat, in Frankreich, in Indochina wie in Algerien.

Als er vorhat, in Frankreich seine Kriegsverletzung behandeln zu lassen, wird dem Großvater willkürlich ein Visum verwehrt, für das Land, das er wirklich für sein Mutterland hielt. Eine Bewusstwerdung setzt ein, über das Verhältnis zwischen Frankreich und einigen afrikanischen Staaten.

Der junge Erzähler ruft das Thiaroye-Massaker von 1944 wach, als "senegalesische Schützen" von der französischen Armee erschossen wurden, nachdem sie Ansprüche dafür eingefordert hatten, einen guten Teil ihrer Person Frankreich gegeben und es von der deutschen Wehrmacht befreit zu haben. Das Massaker steht symbolisch für die große Verachtung all jener Afrikaner, die mit Frankreichs Unterstützung ein Engagement eingehen.

Destabilisierungsprogramme der sogenannten Internationalen Gemeinschaft, Einschüchterungsmethoden und Einflussnahmen auf das Wirtschaftssystem afrikanischer Länder lassen den Autor-Erzähler-Romancharakter den eklatanten Beschiss erkennen, mit dem Frankreich seit jeher in Afrika operiert. Er ruft die jungen und zukünftigen afrikanischen Generationen auf, wachsam zu sein, um diesem schon zu lang andauernden Beschiss ein Ende zu setzen.

Auf diesem Grundriss errichtet der Roman Africa 2.1 ARNAQUE eine eindringlich poetische Reflexion über die Zukunft Afrikas, die Zukunft der Menschheit.

Francis Beidi P.

Künstler, Schriftsteller-Regisseur, Sound- und Lichttechniker für Veranstaltungen
 

  

Als Künstler im vollsten Sinne hat Francis Beidi über zehn Bücher unterschiedlicher Gattungen veröffentlicht (darunter Lyrik, Roman und Drama) und etwa hundert Gemälde geschaffen. Daneben drehte er ein Dutzend Dokumentarfilme, die sich mit dem Erbe Afrikas befassen.

Als Sound- und Lichttechniker arbeitet er seit 15 Jahren für Theater-, Musik- und Tanztruppen verschiedener Länder. Auf mehreren Festivals wirkt er als technischer Leiter mit.

Durch Francis Beidis Engagement entstand der Verein ALISÉ, mit dem sich Akteure des Buch- und Veranstaltungswesens für Bildung einsetzen. 2007 gründete er in Kamerun den Literaturverlag Auteurs Pluriels.

In der Geschäftswelt ist Francis Beidi ebenfalls aktiv, etwa als Geschäftsführer der Produktionsfirma AGGLOMED GmbH. Die Firma produziert Medieninhalte und bietet Leistungen für Grafikdesign, Webmastering, Infographie, Siebdruck, Vertrieb und andere Kommunikationsträger.


 

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„Schimpft uns nicht Zigeuner“

Donnerstag | 22.02.2018 | 19:30h | Saal
Eintritt: frei, Spenden (3-10 EUR) werden erbeten

Filmscreening und Diskussion*

*In den Filmtiteln wird der Begriff "Zigeuner" verwendnet. Sie dazu Stellungnahme des Zentralrat Deutscher Sinti & Roma.

Im Anschluss an das Filmscreening: Diskussion, moderiert von Filis Demirova (PARIA e.V.)
 

„Schimpft uns nicht Zigeuner“
Dokumentarfilm von Melanie Spitta und Katrin Seybold, 43 min., 1980

Zwei junge Sinti, Linda und Gallier, erzählen von sich, von ihren Sitten und von ihrem Volk. Szenen aus dem Leben in den großen Familien, bei der Arbeit und in der Schule verdeutlichen ihre schwierige Lage: Passt man sich nicht an, weil man Sinto bleiben will, ist die Lage hoffnungslos, und wenn man sich anpasst, dann heißt das: Verschweigen der Herkunft oder hin und her gerissen werden zwischen zwei Welten, der der Mehrheit und der der Minderheit. Es wird der Versuch unternommen, die immer wieder auftauchenden Vorurteile, wenn von "Zigeunern" die Rede ist, zu entkräften, indem uns die Sinti selbst Erklärungen dazu geben.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Melanie Spitta und Katrin Seybold Filmtrilogie.

  

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Mit freundlicher Genehmigung des ZDF für die Produktion „Schimpft uns nicht Zigeuner“.

PARIA e.V. ist eine Roma-Selbstorganisation, gegründet 2012 in Berlin von Filis Demirova und Georgel Caldararu.

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W.E.B. Du Bois in Deutschland

Vortrag & Lesung mit Dr. Natasha A. Kelly

Freitag |23.02.2018 | 18:30 | Seminarraum 1
Eintritt: frei

 


Auf der Grundlage ihrer letzten Publikation »Afrokultur. Der Raum zwischen gestern und morgen« wird Dr. Natasha A. Kelly Gemeinsamkeiten und Unterscheide, Kontinuitäten und Diskontinuitäten in den Wissensproduktionen von Du Bois bis Ayim aufzeigen und eine afrodeutsche Perspektive auf »The Souls of Black Folk« aufzeigen.

In »The Souls of Black Folk« (1903) verweist der Schwarze US-amerikanische Aktivist, Philosoph und Soziologe W.E.B. Du Bois auf die Bedeutung von v. a. Musik, die er als spezifische Kommunikationsform der Schwarzen Kultur verhandelt und legt damit die ideologischen Rahmenbedingungen für das Konzept »Afrodeutsch«.

So ist es kein Zufall, dass Schwarze Wissensre_produzent_innen der Gegenwart, wie die Schwarze deutsche Poetin, Aktivistin und Wissenschaftlerin May Ayim in ihrem Gedichtband »blues in schwarz weiss« (1995), nicht nur die überlieferte Ausdrucksform des Blues wählen, um dem gelebten Kolonialrassismus in Deutschland Ausdruck zu verleihen. May Ayim setzt ebenso verschiedene Adinkra Zeichen der Aschanti ein, wie das Sankofa Symbol, womit sie ihr Lesepublikum der Bedeutung entsprechend einlädt, ihr afrikanisches Erbe zu erkennen, in die Gegenwart zu holen und als Quelle für die Deutung der Zukunft zu verstehen.

In einem vermeintlichen Zwischenraum – einem Raum zwischen gestern und morgen – re_produziert May Ayim Wissen, das auf W.E.B. Du Bois‘ soziologischen Vorstellungen von »racial identity« zurückgeführt werden kann. Vorstellungen, die nicht zuletzt durch seinen zweijährigen Studienaufenthalt in Deutschland geformt wurden.

W. E. B. Du Bois, der von 1892 – 1894 an der heutigen Humboldt Universität zu Berlin studierte, erlebte Deutschland als »culture in search of a nation« (Du Bois 1940: 136), was nicht nur Deutschlands soziale Struktur zu Ende des 19. Jahrhunderts beschreibt, sondern gleichsam Du Bois‘ gelebte Marginalizierung als Schwarzer Mann in den Vereinigten Staaten von Amerika reflektiert.


Dr. phil. Natasha A. Kelly ist Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin mit den Forschungsschwerpunkten visuelle Kommunikation, Kolonialismus und Feminismus.

Die in London geborene und in Deutschland sozialisierte Autorin, Dozentin und Kuratorin hat an zahlreichen Institutionen in Deutschland und Österreich gelehrt und referiert. In ihren Publikationen »Afroism« (2008), »Sisters & Souls« (2015), »Afrokultur« (2016) u.a. und in ihren künstlerischen Arbeiten »EDEWA« (2010 - heute), »Giftschrank« (Deutsches Historisches Museum, 2016/2017, Museum Schöneberg 2017) und »African_Diaspora Palast« (»Weltausstellung_Reformation«, Wittenberg 2017) verbindet sie Theorie und Praxis und schafft damit Transferleistungen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Zudem ist sie seit vielen Jahren in der Schwarzen deutschen Community engagiert u.a. als wissenschaftliche Referentin des Zentralrats der afrikanischen Gemeinden in Deutschland.

Neben ihre beratende Tätigkeit für verschiedene Kunstinstitutionen ist sie die künstlerische Leiterin der Theaterreihe »M(a)y Sisters«, die seit 2016 am HAU Hebbel am Ufer Theater in Berlin aufgeführt wird.

 


 

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„Es ging Tag und Nacht, liebes Kind: Zigeuner (Sinti) in Auschwitz“

Freitag | 23.02.2018 | 19:30h | Saal
Eintritt: frei, Spenden (3-10 EUR) werden erbeten

Filmscreening und Diskussion*

*In den Filmtiteln wird der Begriff "Zigeuner" verwendnet. Sie dazu Stellungnahme des Zentralrat Deutscher Sinti & Roma.

Im Anschluss an das Filmscreening: Diskussion, moderiert von Filis Demirova (PARIA e.V.)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Melanie Spitta und Katrin Seybold Filmtrilogie.

  

„Es ging Tag und Nacht, liebes Kind: Zigeuner (Sinti) in Auschwitz“
Dokumentarfilm von Melanie Spitta und Katrin Seybold, 75 min., 1982

Ein dokumentarischer Film über Leben und Kultur der in Deutschland lebenden Sinti, in deren Kultur das Erzählen eine wichtige Rolle spielt. Überlebende einiger Sinti-Familien erzählen von ihrem Leidensweg während des Dritten Reichs, als sie von den Nazis verfolgt, eingesperrt und ermordet wurden. Im Herbst 1981 haben sie in Begleitung der Kamera zum ersten Mal nach fast 40 Jahren das "Zigeunerlager" in Auschwitz besucht.

  

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Black Music Renaissance feat. Yah Supreme

Freitag | 23.02.2018 | 21:00 | Club
Eintritt: 15,- / 10,- (erm.) / 5,- € (mit Berlinpass) | Kinder bis 14 J: frei

Recording artist Yah Supreme purveys digital b-boy funk from his latest opus, Naked City. The Brooklyn native waxes esoteric through rhythm and poetry. Ray McNaught embellishes with lively drumming and syncopation while co-producer Tiger-VS-Cobra manipulates Ableton/MIDI consoles in real time. Each tune is a frisky synergy of vintage and virtual instrumentation tethered to themes of voyeurism/exhibitionism and social connection.


 

Yah Supreme (Yahya Jeffries-El) was born at Harlem Hospital and grew up in the Brownsville section of Brooklyn. After attending Manhattan’s Hunter College High School, he studied performing arts at Washington University in St. Louis as a Harold A. Ramis Scholar.

Yah’s “atmospheric hip-hop” quintet–Brohemian–is a 21st century mash-up of Gil Scott Heron, Marvin Gaye and Guru fused together over funky rhythms. Their simple, yet cinematic songs have attracted an enthusiastic audience to date.

Yah Supreme (lead vocals/production) and Tommaso Cappellato (drums/production) formed the project in Brooklyn back in 2004 and independently released their debut album “Post Modern Garden“ in 2006. Prior to forming Brohemian, Yah Supreme has released 5 12-inch singles on vinyl, an EP and a compilation album on compact disc through the labels Son Doo Recordings (Brooklyn) and Underground Academy (Paris).

He has also appeared on albums as a guest with Featherstar, Tiffany Pfeiffer and the Discarnate Band, Jimmy Lopez, Spier 1200, DJ Cam and Fare Soldi. Yah Supreme’s sophomore album “Naked City“ was released on November 11, 2014. Yah is also currently composing songs with producer Phil Money on the album “The Born Supremacy” and is the co-producer and vocalist for the duo Moonset Juice under the pseudonym “Bruce Gladstones.” His third musical project, Cellophane Grotto contributed music for the score and soundtrack of Big Whiskey Pictures‘ film “Downshift.”

Corey Harris has performed, recorded, and toured with names such as BB King, Taj Mahal, Buddy Guy, R.L.Burnside, Ali Farka Toure, Dave Matthews Band, Tracy Chapman, Olu Dara and many others. With one foot in tradition and the other in contemporary experimentation, Harris is a truly unique voice in contemporary music.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Konzertreihen BLACK MUSIC RENAISSANCE und WORLDWIDEMUSIC in Kooperation mit dem preisgekrönten Pianisten Kelvin Sholar.


 

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Verbotenes Land: Ein Schwarzer deutscher Roman

Lesung mit Autor John Eichler

Samstag | 24.02.2018 | 17:00 | Foyer
Eintritt: frei
 

Ein zwölfjähriges afrodeutsches Mädchen stürzt von einer Brücke auf Eisenbahngleise und stirbt. Kurz darauf verschwindet ein Neonazi spurlos. Beide Taten können von Kommissar Staroske nicht aufgeklärt werden. Zehn Jahre später trifft die 24-jährige Berlinerin auf den sechs Jahre älteren Issa. Doch vor der Person, in die er sich rasant verliebt, war sie immer davongelaufen. Das tote Mädchen steht in einer besonderen Verbindung mit Issa, dessen Leben kompliziert ist, wie auch auf seiner Freundschaft zu Maurice und Kenny ein Schatten liegt. Als Maurice, ohne es zu bemerken, von einem Schamanen tief nach Afrika gelockt wird, um eine alte Schuld zu begleichen, findet Kommissar Staroske nach all den Jahren Kenny in einer ausweglosen Lage, der, um den traumatischen Erlebnissen seiner Kindheit zu entfliehen, einen Verrat begehen muss. Zu dieser Zeit kommt Mike in Frankfurt an, wo er vor dreißig Jahren für wenige Wochen als Soldat stationiert war. Die Suche nach seinem unbekannten Sohn, die mit dem geheimnisvollen Hinweis eines alten Mannes an einem Strand in der Nähe von Savannah begann, entwickelt sich zu einer albtraumartigen Odyssee, die ihn bis zu Gabi, seiner damaligen Freundin, führt, die mittlerweile in Berlin lebt.

"Verbotenes Land" ist ein Schwarzer deutscher Roman – sprachlich intensiv und emotional packend bis zum letzten Satz, der die Leser*innen mitnimmt in das Leben von Protagonist*innen, deren Geschichten und Perspektiven in der deutschen Literatur neu sind.


John-E. Matip Eichler

Autor John-E. Matip Eichler, Sohn einer deutschen Apothekerin und eines kamerunischen Arztes, wurde 1969 in Leipzig geboren. Neben dem Hauptfach Rechtswissenschaften studierte der Volljurist in Leipzig Philosophie sowie später in Berlin Volkswirtschaft. Mittlerweile lebt er in Berlin und Douala. Seine Texte erscheinen regelmäßig in der Huffington Post. Der Debütroman «Verbotenes Land» entstand über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren (2002-2017).

  

Romanauszug

Issa hatte eine afrikanische Kollegmappe aus Boaleder unter seinem Arm getragen und war direkt auf Maurice zugekommen, als er etwas verloren wirkend in der Eingangshalle der altehrwürdigen Universität herumgestanden hatte. „Neu?“ Ja, Maurice und alles um ihn herum war neu gewesen. „Ich bin Idrissa, aber Issa reicht aus. Willkommen in diesen heiligen Hallen. Du hast dich also entschieden hierherzukommen, wo sich schon W.E.B. Du Bois akademische Meriten verdiente.“ Issa hatte gelacht, als er in Maurice’ verwundertes Gesicht geblickt hatte. „Hast du Zeit? Ich geh gerade einen Kaffee trinken.“ Es stimmte, W.E.B. Du Bois, der große Intellektuelle und Panafrikanist war zwei Jahre an ihrer Universität gewesen. „Das ist wie eine Verpflichtung“, hatte Issa noch gesagt.

 


 

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„Das falsche Wort: Wiedergutmachung an Zigeunern (Sinti) in Deutschland?“

Samstag | 24.02.2018 | 19:30h | Saal
Eintritt: frei, Spenden (3-10 EUR) werden erbeten

Eine Veranstaltung im Rahmen der Melanie Spitta und Katrin Seybold Filmtrilogie - Teil III

Filmscreening und Diskussion*

*In den Filmtiteln wird der Begriff "Zigeuner" verwendnet. Sie dazu Stellungnahme des Zentralrat Deutscher Sinti & Roma.

Im Anschluss an das Filmscreening: Diskussion, moderiert von Filis Demirova (PARIA e.V.)  

„Das falsche Wort: Wiedergutmachung an Zigeunern (Sinti) in Deutschland?“
Dokumentarfilm von Melanie Spitta und Katrin Seybold, 83 min., 1987

“Were the Sinti ‘compensated’ after their persecution by the Nazis? Classic document about a gruesome mechanism. Or how the Sinti were still seen as a guilty party and culprits were regarded as independent experts. A comprehensive report of the persecution of German Sinti by the Nazis, seen from the point of view of the Sinti themselves. The film makers investigated whether the Sinti in Germany have received the `compensation’ they deserve. On their quest, they discovered material that had previously remained hidden; collected and hidden by the culprits with the intention of delaying compensation as long as possible if not to prevent it entirely. In an attempt to tackle the culprits with this evidence, the Sinti still turned out to be regarded as guilty.”

  

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Capoeira Angola Roda

Sonntag | 25.02.2018 12:30 | Saal
Eintritt: frei

Die Capoeira ist eine Aktivität der Schwarzen Kultur, die heutzutage weltweit zur Integration zwischen Personen aus unterschiedlichen Kulturen beiträgt, vor allem in Bezug auf den Widerstand und die Existenz der afro-brasilianischen und anderer afrikanischer Kulturen.

Mit diesem Verständnis veranstalten das Projeto Iê Ação Cultural und die Capoeira Angola Gruppe Chipáia de Ouro mit Mestre Pim-Pim und der Unterstützung von Contra Mestra Mel und Treinel Toca eine Capoeira Angola Roda sowie Dynamiken zur Reflexion des Themas des Monats "Black History Month", der jedes Jahr im Februar international begangen und in Berlin von der WERKSTATT DER KULTUREN organisiert und realisiert wird. 


 

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The String Archestra

Zweite Saison des Orchesters 'AmericaS'

Sonntag | 25.02.2018 | 17:30 | Saal
Eintritt: frei

  

Das String Archestra ist ein klassisches Streichorchester, welches aus anspruchsvollen Laien und professionellen Musiker*innen of Color (*) besteht. Das Orchester wurde im Jahr 2016 in Berlin gegründet. Das Repertoire umfasst eine breite Zeitspanne – vom frühen Barock bis hin zur zeitgenössischen Musik, wobei ein besonderes Augenmerk auf „unbekannte“ Komponist*innen / Interpret*innen of Color gelegt wird. Für die zweite Saison des Orchesters 'AmericaS' werden Werke von Komponist*innen aus Venezuela, Brasilien, Argentinien und USA gespielt.

Programm

  • Astor Piazzolla (1921-1992) Invierno Porteño (1970) | Astor Piazzolla (1921-1992) | Verano Porteño (1965)
  • Anton Dvorak (1841-1904) | „American quartet“- No12 opus 96 - Lento (1893)
  • Aldemaro Romero (1928-2007) | Fuga con Pajarillo (Arr.2006)

Besetzung

  • Konzertmeisterin: Sarah Martin
  • Geigen: Danielle Wilson, Tiffany E. Tan, Arlena Liggins
  • Bratsche: Daniele G. Daude
  • Violoncelli: Nadia Kabalan, Angela S. Berg
  • Kontrabass: Alex Goodin

(*) Vgl. Ha, Kien Nghi (2009) „People of Color“ als Solidarisches Bündnis, Migrazine.


 

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BLACK MUSIC RENAISSANCE MEETS Fuasi Abdul Khaliq's Tribute Project

Freitag | 16.02.2018 | 21:00h | Club
Eintritt: 15,- / 10,- (erm.) / 5,- € (mit Berlinpass) | Kinder bis 14 J: frei

Eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals BLACK HISTORY MONTH 2018 und der Konzertreihe WORLD WIDE MUSIC in Kooperation mit dem preisgekrönten Pianisten Kelvin Sholar

Wir haben uns mit Ihnen schon so darauf gefreut, aber leider müssen wir das Konzert mit Corey Harris in der Reihe »Black Music Renaissance 4« presented by Kelvin Sholar absagen. Corey Harris ist auf seiner Tour in Russland bei einem Autounfall verunglückt, liegt leider verletzt im Krankenhaus, ist aber auf dem Weg der Genesung! Alle Gäste, die im Vorverkauf schon Tickets erworben haben, erstatten wir sie selbstverständlich. 


 

Kelvin Sholar, dem Kurator der Reihe »Black Music Renaissance«, ist es gelungen, kurzfristig ein Ersatzprogramm zu organisieren.

Fuasi Abdul Khaliq's Tribute Project is a collective ensemble of American musicians, all living in Berlin, Germany. Comprised of band members Fuasi Abdul-Khaliq (ten sax), Kelvin Sholar (Piano), Charles Sammons (Bass) and Jesus Vega (Drums), the ensemble was formed with the intention of preserving and honoring the music of John Coltrane, The Jazz Crusaders and others.


 

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Filmemacherinnen

Melanie Spitta und Katrin Seybold Trilogie


Katrin Seybold
© Barbara Mayr 
Melanie Spitta
© Carmen Spitta de Jonck

Katrin Seybold war eine mehrfach preisgekrönte Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin. Über Regieassistenzen bei Hans Rolf Strobel und Edgar Reitz kam sie in den 1970er Jahren zum Film und arbeitete in der Folge als Regisseurin von Dokumentationen mit dem Themenschwerpunkt Nationalsozialismus, Widerstand und Judenverfolgung. Seit 1994 war sie Mitglied der Akademie der Künste (Berlin).










Melanie Spitta war eine Filmemacherin und Bürgerrechtlerin aus der Minderheit der Sinti. In den 1980er Jahren arbeitete sie als Filmautorin zusammen mit der Regisseurin Katrin Seybold an Dokumentarfilmen über die Lage der Sinti in Deutschland, kämpfte als Bürgerrechtlerin für die Gleichstellung der Frauen unter den Sinti und in der gesamten Gesellschaft und arbeitete unentwegt als Beraterin und Publizistin. Bis sie, Katrin Seybold, Siegmund Wolf und Zeitzeugen der NS-Verfolgung sich im Rahmen der Dokumentarfilme daran machten, das Archivgut im Bundesarchiv zu sichten, gab es bis auf ein Foto von Eva Justin kein publiziertes Foto der Täter aus der Belegschaft der sogenannten "Rassenhygienischen Forschungsstelle".


Erläuterungen zum Begriff „Zigeuner“


(Quelle: Zentralrat Deutscher Sinti & Roma, Auszug aus der Stellungnahme vom 9. Oktober 2015)

„Zigeuner“ ist eine von Klischees überlagerte Fremdbezeichnung der Mehrheitsgesellschaft, die von den meisten Angehörigen der Minderheit als diskriminierend abgelehnt wird – so haben sich die Sinti und Roma nämlich niemals selbst genannt. Die Durchsetzung der Eigenbezeichnung Sinti und Roma im öffentlichen Diskurs war von Anfang an ein zentrales Anliegen der Bürgerrechtsbewegung, die sich vor allem seit Ende der Siebzigerjahre in der Bundesrepublik formierte. Dadurch sollte zugleich ein Bewusstsein für jene Vorurteilsstrukturen und Ausgrenzungsmechanismen geschaffen werden, die im Stereotyp vom „Zigeuner“ ihre Wurzeln haben.

„Sinti“ bezeichnet die in Mitteleuropa seit dem ausgehenden Mittelalter beheimateten Angehörigen der Minderheit, „Roma“ jene ost- bzw. süd-osteuropäischer Herkunft. Die nationalen Sinti- und Roma-Gemeinschaften sind durch die Geschichte und Kultur ihrer jeweiligen Heimatländer stark geprägt. Dies hat sich auch in der Sprache der Sinti und Roma, dem Romanes, niedergeschlagen: Durch die Aufnahme von Lehnwörtern aus der jeweiligen Landessprache haben sich in den verschiedenen Staaten Europas über die Jahrhunderte unterschiedliche Romanes-Sprachen herausgebildet.

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Die WERKSTATT DER KULTUREN wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.