creole Deutschland

 
 

Gewinner_innen der 4. creole

Beim 4. Finale des bundesweiten Musik-Wettbewerbs "creole – Globale Musik aus Deutschland" setzten sich die Regionalsieger Kapelsky & Marina (creole NRW), Pulsar Trio (creole Berlin/ Brandenburg), Sedaa (creole Nord) und Volxtanz (creole Südwest) gegen die Konkurrenz durch.
Insgesamt 13 Bands, die im Vorjahr in sieben regionalen Vorrunden als Sieger hervorgegangen waren, wetteiferten Open Air auf der Burgterrasse des Schlosses Heidecksburg beim Tanz- und Folkfest (TFF) Rudolstadt um ein Preisgeld von insgesamt 15.000 €.

Kapelsky & Marina | Ostperanto Folkjazz
Ohne Rücksicht auf Traditionen und Klischees spielt das Quartett eigenständige Arrangements und Improvisationen. Respektlos verballhornen sie klassische Stücke wie „Also sprach Zarathustra“ oder amerikanische Popsongs und geben ihren Stücken so eine ganz eigene, mitreißend originelle Note. Manchmal hört man Swing oder Klezmer, aber immer lenkt die augenzwinkernde Ironie der Kapelskys die Erwartungen der Zuhörer_innen in neue Bahnen. www.kapelsky.de


Pulsar Trio
| World Jazz Pop Punk
Die indische Sitar steht im Zentrum des Instrumental-Projekts aus Potsdam. In eigenwillig-eingängigen Kompositionen erkunden die drei Musiker_innen improvisierend ihr neuartiges, pulsierendes Klanguniversum. Piano, Sitar und Schlagzeug gelingt dabei eine erfrischend- fluoreszierende Klang-Verschmelzung, die in dieser Konsequenz noch nicht zu hören war.
www.pulsartrio.de

Sedaa | Mongolia meets Middle East
Sedaa bedeutet im Persischen "Stimme" und verbindet die traditionelle mongolische mit der Musik des Nahen Ostens zu einem ebenso ungewöhnlichen wie faszinierenden Ganzen. Die Grundlage ihrer modernen Kompositionen bilden Naturklänge - erzeugt mit traditionellen Instrumenten und durch die Anwendung alter Gesangstechniken mongolischer Nomaden, bei denen ein Sänger mehrere Töne zugleich hervorbringt. Vibrierende Untertongesänge und der Kehlgesang Hömii, sowie die Klänge der Pferdekopfgeige Morin Khuur und die Töne des mit 120 Saiten bespannten Hackbretts verschmelzen zusammen mit Trommelrhythmen zu einer mystischen Melange. www.sedaamusic.com

  

Volxtanz | Ethnotronic World Beat
Als International World Beat bezeichnen VOLXTANZ ihren Sound, in welchem musikalische Elemente, Rhythmen und Samples aus aller Welt auf eine von Balkanbrass, Jazz, Afrobeat und vielem mehr beeinflusste Hornsection treffen. Ob in akustischer Streetband-Besetzung oder in elektronischer Clubmontur zielen die teils schnörkellos direkt, teils vertrackt arrangierten Songs auf alle Weltregionen. Dabei schaffen sie mit großer Spielfreude den Spagat zwischen Partyband und Klangexperiment. www.volxtanz.com

 

Gewinner_innen der 3. creole

Mehr als 500 Bands mit circa 2.500 Musiker_innen haben sich bundesweit beworben, über 100 Bands mit etwa 600 Musikern sind in den Vorentscheiden in 23 Wettbewerbskonzerte vor mehr als 6000 Besuchern in Dort-
mund, Berlin, Nürnberg, Hannover, Hamburg, Halle, Wiesbaden und Freiburg aufgetreten, ca. 1.500 Zuhörer_innen haben den Vorentscheid in Niedersachsen per Live-Stream verfolgt. Von den 17 Finalist_innen erhielten 2011 schließlich drei Formationen die begehrte creole-Preisskulptur!

Alle Konzerte des finalen Bundeswettbewerbs beim creole-Channel auf YouTube.

Cyminology

Wunderbare Mischung aus klassischem Jazz und persischem Gesang. Das Quartett mit persischen, indischen und deutschen Wurzeln erschafft mit seinen Klangkompositionen Bilder und Phantasien, die die Zuschauer verzaubern. Cymin Samawatie schreibt Gedichte, für die sie sich neben der Lage in ihrem Heimatland, dem Iran, ihren eigenen Erfahrungen und Gedanken ebenso von den großen persischen Dichtern wie Rumi, Hafis und Khayyam inspirieren lässt.

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Kavpersaz


Der Name dieser Formation setzt sich aus jeweils einer Silbe von markanten Instrumenten zusammen: Der Hirtenflöte Kaval, der kurdischen Rahmentrommel Erbane, der Vasentrommel Darbuka und der anatolischen Davul sowie der Langhalslaute Saz. Kavpersaz nutzt das Potential der anatolischen Musiktraditionen. Kavpersaz präsentieren traditionelle anatolische Musik in neuen Gewändern.

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Kellerkommando

Im fränkischen Bamberg hat eine Truppe junger Menschen eine musikalische Revolution losgetreten: das kuriose Kellerkommando vermengt althergebrachte Volksmusik aus Franken mit fetten HipHop-Beats von heute, inklusive russischem Rap. Die Refrains gehen dabei zurück auf traditionelle fränkische Lieder, wie sie in Wirtshäusern und auf Kirchweihen gesungen wurden und teilweise noch werden. Kellerkommando beweist: HipHop ist die Volxmusik von heute!

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Gewinner_innen der 2. creole

Das Projekt Shin von exilkaukasischen Musikern um den Gitarristen ZaZa Miminoshvili und Bassisten und Vokalisten Zurab Gagnidze fügt Tradition und Improvisation zu einem vielschichtigen Stimmungsbild mit lokalen Verankerungen. Mal wirken die großartigen Chöre und Stimmen sakral aufgeladen, dann wieder angetupft von folklorischer, plappernder Ausgelassenheit. Stets ist das Vokale in ein neues Gefäß gegossen: Die Stimmen erheben sich nach einem Intro der Akustikgitarre, schreiten zu rasanten oder träumerischen Schwüngen des bundlosen Basses einher. Dazu kommt der Klang der Doli-Perkussion oder die Panduri-Lauten.
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Neben Einflüssen aus dem Balkan, Afrika und Indien verschmelzen East Affair in ihren Kompositionen auch Elemente aus Jazz, Funk und mittel- und südamerikanischen Melodien, der musikalische Schwerpunkt liegt mit dem Zimbalon als zentralem Instrument in Osteuropa. Das Ensemble versteht sich als musikalische Osterweiterung, als eine kulturelle Affäre der neuen europäischen Staaten. Gegründet wurde East Affair im Jahr 2007 von dem deutschen Gitarristen Kim Efert und dem tschechischen Zimbalonspieler Jura Wajda. Dazu kamen der serbische Kontrabassist Fedor Ruskuc und der polnische Percussionist Mirek Pyschny.
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Aly Keita & The Magic Balafon: Aly Keita stammt von der westafrikanischen Elfenbeinküste und ist einer der großen Virtuosen des Balafons – ein afrikanisches Xylophon mit Kalebassen als Resonatoren und das Melodie-Instrument Westafrikas. Schon als Kind entwickelte der beeindruckende Musiker Instrumente, später baute er nicht nur ein diatonisches Balafon, um neue Klangmöglichkeiten zu eröffnen, sondern 1999 auch das weltgrößte. Im Austausch mit seiner Band The Magic Balafon verschmilzt Aly Keitas geniales Balafonspiel – orientiert an traditionell afrikanischem Repertoire – mit westlichem Jazz, zartem Pop und afrikanischer Rhythmik.
 

  

Die Gewinner_innen der 1. creole

Ahoar ist die Neuformation zweier irakischer Konzertmusiker, eines belgischen Jazzpianisten und eines Jazz-Kontrabassisten aus Deutschland. Indem sie zwei sehr unterschiedliche Musikstile miteinander verbinden und sich auf musikalisches Neuland begeben, wagen die vier Musiker und Musikwissenschaftler mit diesem Projekt ein einzigartiges Experiment. Ahoar nennt man auch das südirakische Sumpfland im gemeinsamen Delta von Euphrat und Tigris.




Balkanische Brassband kombiniert mit passionierter Improvisation und einem satten Schub Funkyness – diese Mélange brachte dem Nachwuchsquintett aus Freiburg überregionale Aufmerksamkeit ein. Die beiden Saxofonisten Krischan Lukanow und Steffi Schimmer steuern fulminant durch die rasanten Arabesken und die melodischen Mäander der Eigenkompositionen, Markus Schumachers kochende Percussion und Daniel Verdiers druckvoll dahinfliegender Tieftöner sorgen für zusätzliches Feuer für den Dancefloor. Mit Daniel Pellegrini schließlich ist ein versierter, spritzig agierender Drummer im Boot, der auch mal zum Didgeridoo greift und dadurch eine tribale Note ins Geschehen wirft. Äl Jawala sind gern gesehene Live-Gäste im Bucovina Club des Balkan-DJs Shantel, mit dem sie in Kürze ins Studio gehen werden.


Balagan
bedeutet im Russischen so viel wie "Tohuwabohu" oder "fröhliches Chaos". Balagan ist Konzert, Theater und vor allem Bühnen-Spektakel. Feuriges Temperament paart sich mit Melancholie, Leidenschaft und komödiantischer Leichtigkeit. Jeder einzelne Musiker ist ein besonderer Charakter und durch die Vielfalt der Nationen entsteht ein einmaliges Klangbild, ein eigener Stil, der in keine Schublade gehört: mit osteuropäischen Wurzeln, westlichen Einflüssen, poppig arrangiert und provokant gespielt. Diese Band ignoriert souverän jede Form der sonst im Musikbereich üblichen Etikettierung.

 

 
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