Música Cubana en Berlin

 

FILME | Konzerte | Vorträge | WORKSHOPS | Performance | PARTY


Erzwungene Migration aus Afrika und freiwillige Migration aus Europa ließen in Kuba eine Vielfalt von Musikgenres und Tanzstilen entstehen.

So entwickelte sich im 18. Jahrhundert mit dem Guaracha ein bis heute populärer Tanzlied-Typus mit häufig zweideutigen, satirischen oder anzüglichen Texten;

Mitte des 19. Jahrhunderts entstand neben den von Gitarre begleiteten improvisierten Liedern der Trova durch die Verschmelzung von afro-kubanischer Perkussion mit der Gitarrenmusik spanischer Bauern im ländlichen Osten der Insel auch der unverwechselbare Son Cubano;

Der Mambo, der aus dem afrikanisch geprägten Kuba stammt und ursprünglich „religiöses Gespräch“ bzw. Gebet oder eine heilige Handlung bedeutete, bezeichnet heute eine Musikart und den dazugehörigen Tanz, die sich nach 1930 in Kuba entwickelten.

Und die heute als Paartanz bekannte Rumba, die etwa seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts in vielen Industrieländern zu den Gesellschafts- und Turniertänzen zählt (und 2013 vom World Dance Council zum Tanz des Jahres erklärt wurde), bezeichnete im 19. Jahrhundert, (wie auch Milonga, Bachata oder Timba) ein geselliges Zusammensein, zu dem auch Musik gehört. Als Komplex aus Tanz, Gesang und Perkussion entstand die Rumba in den Schwarzen Vierteln von Havanna und Matanzas, wurde aber auch immer in den Zuckerrohrplantagen praktiziert.

Kubanische Musik war und ist auch außerhalb Mittel- und Südamerikas hochpopulär und einflussreich. Auch Berlin wurde in den 80er Jahren musikalisch nicht unwesentlich durch den Son Cubano, den Nueva Trova und den Salsa der international bekannten kubanischen Bands “Irakere” und “Los Van Van” beeinflusst – und bis heute prägen kubanische Musiker_innen die Musik- und Tanzkultur der Hauptstadt.

Das Festival MÚSICA CUBANA EN BERLIN, das vom 25. bis 27. Juni 2015 in der WERKSTATT DER KULTUREN stattfindet, gibt mit Konzerten, Tanz- und Perkussionsworkshops, Filmen, Vorträgen, (Live-Music)Partys und einer Ausstellung einen Einblick in die Diversität kubanischer Musikkultur in Berlin.



 

PROGRAMM * 



DO 25.06.2015

18.00h

Film

Cuba - Wiege des Latin Jazz

 

19.00h

Workshop

Salsa (Leitung: Carmen Bárbara)

 

19.30h

Vortrag

Ausgrenzen, anklagen, absorbieren!
Kulturpolitische Regierungsstrategien
gegen Rock, Jazz, HipHop und Reggaetón in Kuba
(Torsten Eßer)

 

20.00h

Konzert

Cubanaché

FR 26.06.2015

17.00h

Film

Chico & Rita

 

18.30h

Film

Lucumi: the Rumbero of Cuba

 

19.30h

Edutainment

Desapalencao

 

21.00h

Konzert

Cubasoul

 

24.00h

Party

Electrolatin Freestyle (DJ Bongo)

SA 27.06.2015

14.00h

Workshop

Perkussion (Leitung: Wiljoph Sunday Mounkassa Williams)

 

15.30h

Workshop

Rumba (Leitung: Carmen Bárbara)

 

16.00h

Film

Cubans at the Edge of the Berlin Wall

 

17.00h

Konzert

Raulyn Cuban y su Banda

 

17.00h

Film

Vamo a Ponerla

 

18.00h

Vortrag

Alltag der Kubaner in Berlin

 

18.00h

Film

Dancefloor Caballeros

 

19.00h

Vortrag

New Caribbean Feminism: Queer Diaspora Hip Hop

 

19.00h

Vortrag,
Präsentation,
Performance

Tanz der Orishas: Traditionelle und zeitgenössische Tänze
afrikanischer Gottheiten in Kuba

 

20.00h

Konzert

Pasaje Abierto & Niche Cubano

 

24.00h

Party

Cuba Ball

*Programmänderungen vorbehalten

Tagesticket: 20 / 15 / 10 €

+++ TICKET-VORVERKAUF DIENSTAG BIS FREITAGS 10.00-18.00 Uhr +++

Eine Veranstaltung der WERKSTATT DER KULTUREN mit freundlicher Unterstützung von

   

 


FILM

Chico & Rita

2010 | R: Tono Errando, Javier Mariscal, Fernando Trueba | Spanien | 94 min |
Deutsch, Englisch, Spanisch mit deutschen Untertiteln

"Ein Denkmal für den Latin Jazz" (Rezension Deutschlandfunk)

Chico & Rita ist ein Animationsfilm und spielt vor der Kulisse von Havanna, New York City, Las Vegas, Hollywood und Paris der späten 1940er und frühen 1950er Jahre.
 

  

Der in die Jahre gekommene Jazzpianist Chico Valdés hört eines Tages zufällig seinen vor über 60 Jahren selbst komponierten Song im Radio, gesungen von der Liebe seines Lebens - Rita Martínez - und erinnert sich an 1948, als er der hinreißende Sängerin begegnete ... Rita verlässt schweren Herzens Kuba, um in New York Karriere zu machen, in der Tasche der Vertrag eines reichen US-amerikanischen Geschäftsmanns. Chico folgt ihr, doch kurz vor der geplanten Heirat in Las Vegas kommt es zu Intrigen seines Managers, Chico muss nach Kuba einreisen, sein Pass wird einbehalten.

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FILM

Cuba - Wiege des Latin Jazz

2000 | R: Torsten Eßer | Deutschland | 90 min | Spanisch mit deutschen Untertiteln

Der 90-minütige Dokumentarfilm ist eine Zeitreise durch die Geschichte des kubanischen Jazz - vom Ende der Sklaverei in den 1890er Jahren bis zur Jazz-Generation von morgen. Anerkannte Musikwissenschaftler führen durch die verschiedenen Epochen dieser Musik.

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FILM

Cubans at the Edge of the Berlin Wall

Land(e)scape of Opportunity
 

Director: Ricardo Bacallao | 45 min. | Producers: Ricardo Bacallao, Francesca Dziadek | Camera: Katja Altmann, Ricardo Bacallao, Jennifer Maria Matthiessen | Still Photography: Ricardo Moreno | Associate Producer: Lucio Fernández (a film work in progress)

When the Berlin Wall fell in November 1989, Teresa Casanueva and Ricardo Moreno, young Cuban students holding GDR student and work permits, find themselves catapulted by the winds of change and confronted with a brave new world of freedom, choice and opportunity.

They decide to stay in Berlin and Test the West.

  

Amir Valle, a well-known Cuban writer whose controversial analysis of prostitution in Cuba was censored by the authorities, was suddenly expelled during a trip to Spain. He found a haven in Germany but was never allowed back to his native Havana.

Teresa, Ricardo and Amir's decision to remain in Germany had consequences which still haunt and affect them.

As they look back to a time when they got caught up in one of the most epochal events of the 20th century, they reminisce about what it means to live sensing the perpetual yearning of disconnection. Ricardo's rawest wounds emerge as he recalls four years in a refugee asylum, before the UN recognised him political refugee status.

A popular Cuban musician today, he taught himself to play the guitar whiling away intermibable hours in refugee limbo in Mecklenburg Vorpommern.

What does it mean to live your life knowing you will probably never see your family again?
What did the three Cuban exiles gain by becoming Berliners?

Can they cope with letting go with what is lost forever?

Ricardo Bacallao's sensitive portrayal of a Cuban diaspora by the Berlin Wall reveals that although there may be no peace without the pieces, the future lies ahead, in Teresa, Amir's and Ricardo's emotional land(e)scape of opportunity.

  

RICARDO BACALLAO

One of the most versatile and prolific young filmmakers to emerge on the New York scene, Ricardo grew up in Havana, Cuba, near a cinema which soon became his backyard and graduated from the presitigious Instituto Superior de Arte (ISA) and obtained a Masters in Fine Arts (MFA) from NYU's Film program.
He came to Germany in 2003 to the Berlinale's first Talent Campus and completed two of his best known documentary films, "Short Radiography of Hip Hop in Cuba" (2004) and the "Maji-Maji Readings" (2006), shot in Berlin.
Amongst his most recent work, combining fiction and documentary genres, is "The Butterfly's Kiss" (2012) shot in Singapore, "Mondongo Cubano" (2014), a fictional Short set in the 1990's during Cuba's most devastating economic crisis since the Revolution and his latest feature film, a political thriller, titled "The Uncle's Request" (2015).

Back in Berlin, Bacallao is working on two documentary projects simoultaneously, "Cubans on the Edge of the Berlin Wall" and "A State of Change" a portrait of the refugee movement in Berlin.

"Diaspora for me is a big journey, physical, spiritual, cultural, a journey that never stops" - Ricardo Bacallao.  

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FILM 

Dancefloor Caballeros

2006 | R: Dirk Böll | Deutschland | 99 min | Spanisch mit deutschen Untertiteln

  

So haben es sich Michel, Joyvan, Lázaro und die 14 anderen nicht vorgestellt. In 23 Stunden beginnt in Santiago de Cuba ihr erstes Konzert. Alles ist bereit für die Abreise: Laptops, Licht und Soundanlage; Flyer, Plakate und Plattenteller. 17 Djs, VJs und Produzenten aus Havanna wollen endlich los. Nur eines fehlt: Ein Bus ... Beim Roadtrip Dancefloor Caballeros geht es um mehr als um Beats und Bytes. Es geht um das Leben im Kuba ein paar Jahrzehnte nach dem „glorreichen Sieg der Revolution“. Sponsorenvertrag für die Tour abzuschließen. Links der Sozialismus, rechts der Kapitalismus, und dazwischen 17 Musiker, die nur eines wollen: Ihre Musik unters kubanische Volk bringen.

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FILM

Lucumi: The Rumbero of Cuba

1995 | R: Tony Gatlif | Frankreich | 27 min  | Englisch (kein Untertitel)

  

Lucumi, der Protagonist des Films, ist 10 Jahre als und lebt in Havanna und träumt davon, ein Rumbero zu werden - ein kubanischer Straßen-Perkussionist. Mit anderen Kindern seines Viertels improvisiert er Rumbas auf alten Dosen, Töpfen und Pfannen. An einem Samstag organisieren die besten Musiker Kubas eine Hommage an Chano Pozo, den Begründer des afro-kubanischen Jazz.

Am diesen Samstag trifft Lucumi die größten Rumberos und erlebt das Wiedererwachen des alten Geistes der Tumbadoras (Congas).

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FILM

VAMO A PONERLA

Dokumentarfilm mit fiktiven Elementen (60 Min.)
Drehbuch und Regie: María del Carmen Ares Marrero
Kamera und Schnitt: Diana Sepúlveda Bolaños
Technik: Alexander Feld
Besetzung: Joaquin La Habana Reyes (in der Rolle der drei Orishas Eleggua, Oshun, Obbatalá), Enrico Pérez,  Adonis Blumsfield, Jorge Espichicoque (Pichi)
Bailarines: Lorge Martínez, Danaysi Contino del Valle u.a.

Die Kamera begleitet das Leben von drei Kubanern, die nach Berlin migriert sind: Die Perkussionisten Adonis, Enrico und Pichi. Alle haben ein gemeinsamer Nenner: sie lieben die Musik über alles und hoffen, trotz alle Schwierigkeiten, ihre Träume zu verwirklichen und sich mit ihrer Musik einen Namen machen zu können.

Die Regisseurin María del Carmen Ares Marrero studierte Theaterwissenschaft an der Universität der Künste Havannas und Filmwissenschaften am Moskauer Institut für Kinematographie. Sie arbeitete u.a. als Regieassistentin und Regisseurin für die Kinostudios Granma und wurde mit dem Preis der UPEC (Nationalkomitee des kubanischen Journalistenverbandes) für ihre Dokumentarfilme ausgezeichnet.

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KONZERT

Cubanaché

Seit 2010 lebt und arbeitet Bandleader Yuliesky González Guerra in Europa - hier gründet er auch sein Orchester CUBANACHÈ, das kubanischen Jazz und Salsa vereint.

  

LINE UP

  • Yuliesky González (Trumpet)

  • Elaine Pérez (Vocal)

  • Lester Hojas (Vocal)

  • Jari Rojas (Vocal)

  • Norman Peplow (Piano)

  • Martin Mattuck (Baby Bass)

  • Isan Torres (Congas)

  • Wiljoph Mounkassa (Drums & Timbales)

  • Nils Marquardt (Trombone)

  • Victor Nacho Abreu (Trumpet)

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EDUTAINMENT

Desapalencao

Schon mal Trommeln mit zwei Fellen gehört, die wie tropfendes Wasser klingen?
Die Vibration von Trommelfellen auf der eigenen Haut gespürt?
Die Intuition von Klängen stimulieren lassen?

Desapalencao öffnet dem Publikum die Welt der Resonanzkörper anhand kubanischer Instrumente und Rhythmen. Die Künstler verstehen es auf unterhaltsame Weise, die jahrtausendalte Faszination von Trommeln und ihre hypnotische Wirkung auf uns erlebbar zu machen. Wortbeiträge und traditionelle Gesänge, Performance und Polyrhythmen verdichten sich zu kraftvollen Klangbildern.

  


Musikalisch schöpft desapalencao an diesem Abend aus der reichen Welt der Congo- und Yoruba-Kulturen Kubas.

Aus Traditionen der afrikanischen Congos hat sich in Kuba seit der spanischen Kolonialzeit der Palo Monte entwickelt. Musik, Gesang und Tanz nehmen einen besonderen Stellenwert in dieser Kultur ein. Zelebriert werden Alltagssituationen, Naturgewalten, Ahnen, Leben und Tod. Als Instrumente kommen Congas sowie Gebrauchsgegenstände aus der Landarbeit zum Einsatz.

Verwurzelt in den Traditionen der westafrikanischen Yoruba – in Kuba als Lukumí, Arará und Iyesá bekannt – entstand die Regla de Ocha. Diese Kultvariante strebt die Harmonisierung der Person an. Verehrt werden insbesondere die Orishas, denen archetypische Kräfte und menschliche Eigenschaften zugeschrieben werden. Jede_r Orisha hat ihre/seine speziellen Gesänge, Rhythmen und Tänze. Desapalencao präsentiert Rhythmen der Orishas auf den zweifelligen Batá-Trommeln, von denen jeweils drei eine Einheit bilden.

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+++ Programmänderung +++ Programmänderung +++ Programmänderung

KONZERT

CUBASOUL

Die Band um den Musiker Hendrik Rojas spielt neben traditioneller kubanischer Musik auch aktuelle Songs, Merengue, Hip Hop und Reggeton.

Als Singer-Songwriter, traditioneller Tres-Spieler, Illustrator und Capoeirista lebt und arbeitet Hendrik Rojas in Berlin. Ihn faszinierten besonders klassische kubanische Musiker wie Bola de Nieve, Benny Moré, Cesar Portillo de la Luz, aber auch zeitgenössische Liedermacher wie die Trovadores, wie Pablo Milanés, Gerardo Alfonso und Carlos Varela. Neben der Gitarre entdeckte er die kubanische Tres für sich und begann mit der Tres Funk- und HipHop-Elemente in seine Lieder einfließen zu lassen. Mittlerweile verbindet er in seinem musikalischen Schaffen einen Fächer unterschiedlicher Genres wie Trova, Salsa, Latin Jazz, Blues, Reggae, Pop und Hip Hop.

  


Besetzung:

  • Hendrik Rojas - bass
  • Luis Enrique Spengler-Calderin - voc
  • Pedro Abreu - voc
  • Thibault Falk - piano
  • Ye Young Hwang - violin
  • Agustin Strizzi - drums
  • Angel Candeaux - percussion
  • Carlos Martines Barreto - DJ

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KONZERT

Pasaje Abierto & Niche Cubano

Mit seinem Projekt "Pasaje Abierto" beschäftigt sich der Schlagzeuger Wiljoph Sunday Mounkassa Williams, auch genannt „Bebito“, mit Rumba, Timba, Cuban Jazz, Son und Salsa.

  

LINE UP

  • Wiljoph Sunday Mounkassa Williams (Timbales/Congas/Perkussion)

  • Alejandro Marulanda (Piano)

  • Rafaele Gutierres Toca (Vocal)

  • Niche Cubano (Vocal)

  • Rafael „Felo“ Martinez (Vocal/Bass)

  • El Arma Secreta (Guiro)

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KONZERT

Raulyn Cuban y su Banda

  

Der Musiker und Rapper Raul S. Perez, besser bekannt als „Raulyn“, wurde 1987 in Havanna/Kuba geboren.

Raulyn ist als Vorgruppe von vielen namentlich bekannten Sängern aufgetreten und hat die Bühne mit vielen bekannte Musiker aus Mittel- und Südamerika wie Gente de Zona (Cuba), Romeo Santos, Farruko, J. Alvarez (Puerto Rico) und weiteren geteilt.

In seinen Songs ist Spanisch und Englisch zu hören. Er schafft mit seiner Musik ein perfektes Zusammenspiel aus HipHop, Cubaton und Salsa.

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PARTY

Cuba Ball

Für den Cuba-Ball im Club gilt das Motto: „The Natural DJ“ - Kein Laptop, Kein Vinyl, alles Handarbeit

Das Tanzpublikum steht und tanzt direkt neben den Trommelsets. Spirituell geleitet wird der Abend von MC Pichy, dem erfahrensten cubanischen Trommler der Stadt.
 

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PARTY

Electrolatin Freestyle

Seit 1996 in Berlin, steht DJ Bongo für die Fusion mittel- und südamerikanischer traditioneller und elektronischer Musik. Er gehört zum Stammteam des Berliner DJ-Kollektivs La Regla und mischt den Boogaloo der 60er mit Salsa der 70er aus New York, Afrobeat und Hip Hop.

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VORTRAG

New Caribbean Feminism: Queer Diaspora Hip Hop

Der Vortrag gibt einen kleinen Überblick über Hip Hop und soziale Veränderung in Kuba mit speziellem Fokus auf die feministische und queere Dimension der kubanischen Hip-Hop-Bewegung.

Anschließend diskutiert der Vortrag Songtexte, Interviews und Performances des queer-of-Diaspora Kollektivs Las Krudas Cubensi in Bezug darauf, wie die Künstlerinnen das Genre nutzen und sich als musikalischen Raum aneignen, von dem aus sie die interdependenten und global wirksamen Diskriminierungsformen verhandeln, die durch Rassismus, Sexismus, Homophobie, in Grenz- und Staatsbürgerschaft fortwirkende koloniale Machtstrukturen verursacht werden. Sie führen diese sich überkreuzenden Ungleichheitsachsen zurück zu ihren radikalpolitischen Ursprüngen und mit der Karibik in Verbindung bringen, wo transnationaler Austausch und Ausbeutung eine Jahrhunderte lange Tradition haben, ebenso wie widerständiges und dekoloniales Wissen und Praktiken. Somit erklären sie Kuba und die Karibik als Raum queerfeministischer und anti-rassistischer Intervention und Wissensproduktion von internationaler Reichweite.

Referentin Julia Roth ist Kulturwissenschaftlerin und Autorin. Sie arbeitet im Forschungsprojekt „Die Amerikas als Verflechtungsraum“ an der Uni Bielefeld, wo sie zu Gender und globalen Ungleichheiten mit Schwerpunkt Karibik forscht, und sie kuratiert kulturpolitische Veranstaltungen, zuletzt u.a. „Black Diaspora + Berlin. Decolonial Narratives“ 2014 (mit Alanna Lockward).

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WORKSHOP

Rumba & Salsa



  

Carmen Bárbara ist Profitänzerin aus Kuba. Ihre Tanzrichtungen sind Danze, Modern, Afrocubano, Salsa, Cha cha chá, Mambo, Son, Danzón, Rumba, Merengue, Jazz, Afrojazz, Latinjazz, Hip Hop, Cubatón und Reggaetón.

Sie unterrichtet Reggaetón, Salsa, Cubatón, Salsatón, Rumba, Son, Cha-cha-cha, Mambo, Afrocuban, Merengue, Bachata und weitere Stile.

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WORKSHOP

Perkussion

  

Wiljoph Sunday Mounkassa Williams (Bebito) ist Perkussionist (Congas, Timbales, Schlagzeug) aus Kuba.

In seiner Heimat hat er Musiker und Schüler an den Instrumenten wie Konga, Timbales, Bongo, Bata, Yembe, Cajón, Maracas, Guiro, Marinbula und Schlagzeug ausgebildet. 


Er lebt seit 2009 in Berlin und ist Bandleader der Salsa Band „Pasaje Abierto“ sowie einer Jazz Band „Wiljoph Sunday Mounkassa Williams & The Latin Machine“.
 

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VORTRAG - PRÄSENTATION - PERFORMANCE

Tanz der Orishas

Traditionelle und zeitgenössische Tänze afrikanischer Gottheiten in Kuba

Eine Zusammenarbeit mehrerer in Berlin lebender Künstler_innen und Santeria-Priester_innen:

  • Joaquín La Habana Reyes

  • Professorin Lisandra Cervantes

  • Alexis Barrero

  • Odalys Galves

  • Diana Hernandez

  • Dionel Laugarz

  • Angel Candeaux

Photo: Bernhard-Beutler 


Diese Veranstaltung gibt einen Überblick über die wichtigsten und populärsten afro-kubanischen Gottheiten.

Die Verehrung der Orishas stammt ursprünglich aus der westafrikanischen Yoruba-Tradition und wurde von den in die Amerikas versklavten Afrikanern mitgebracht. Über die Jahrhunderte hat diese Tradition trotz der Versklavung, zunächst im Heimlichen, überlebt, und fand in Kuba seine eigene Ausprägung, genannt Lucumi, Santeria oder Regla de Ocha. Auf Kuba hat sich hier eine eigene, reiche Tradition und Ästhetik entwickelt, die verwandt ist mit den Traditionen des Candomblé in Brasilien und des Vodun in Haiti, die sich aber von beiden deutlich unterscheidet.

Heutzutage ist die Ausübung dieser Religion auch in Kuba wieder erlaubt, und sie erlebt eine neue Blüte und breitet sich weltweit aus. So wird diese Religion und ihr kulturelles Erbe mittlerweile auch in Europa und in Berlin praktiziert.
Orishas werden verstanden als Gottheiten und gleichzeitig als Archetypen, die mit den Kräften der Natur in Verbindung stehen. Diese Präsentation zeigt einige der Göttinnen und Götter und die ihnen zugeordneten Tänze. Tanz ist die traditionelle Weise, in Kontakt zu den Gottheiten zu treten und mit ihnen zu kommunizieren.



 


Gesten und rhythmische Bewegungen zeigen die einzigartige Ausprägung der jeweiligen Gottheit. Durch Musik und Tanz wird ein Trancezustand angestrebt, durch den die Tänzer in direkten physischen und psychischen Dialog mit dieser universellen kosmischen Energie treten.

In der Präsentation werden die komplexen Symbole, Attribute, Altäre und Farben ausgewählter Orishas gezeigt. Ergänzt werden Projektion und Vortrag durch eine Live-Performance, in der gezeigt wird, wie durch Musik, Gesang und Tanz und in bestimmter Kleidung mit der jeweiligen Gottheit interagiert wird.

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