1. SM&DF

 

Sacred Music&Dance Festival

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Der Ursprung von Musik und Tanz liegt aller Wahrscheinlichkeit nach im sakralen Bereich: Menschen sangen, tanzten und musizierten schon immer, um das Göttliche zu verehren, und begleiteten die rituellen Handlungen mit Musik und Bewegung - bis heute, als integraler und unverzichtbarer Bestandteil religiöser Aktivität.

Die europäische Metropole Berlin ist Heimat einer Vielzahl unterschiedlicher religiöser Gemeinden, die eine lebendige Praxis religiöser und religiös inspirierter Musik und Tänze pflegen.

In den unterschiedlichen Gemeinden finden sich u.a. alevitische Lieder und äthiopisch-orthodoxe Chöre, buddhistische Tempeltänze aus Thailand und rituelle Trance-Tänze aus dem tibetischen Buddhismus; Tänze der Orixás des Candomblé und Tänze der Orishas des Lukumi; Hinduistische Bhajans sowie Kathak- und Bharatanatyam-Tänze, evangelische koreanische Chöre, Gospel-Chöre und contemporary gospel charismatisch-christlicher Evangelikaler; Griechisch-orthodoxe Chöre und Lieder der Hare Krishna; synagogale Musik des reformierten Judentums sowie Rootsreggae und Nyabinghi der Rastafari; Tänze des koreanischen Schamanismus und Lieder des mongolischen Schamanismus; Drehende Derwische bei türkischen Sufis und rituelle Perkussion beim senegalesischen Sufi Orden der Mouriden, den Baye Fall; katholische und evangelische Chormusik; Koranrezitation; Sutrarezitation; Tänze und Perkussion des Tigari, neue Kompositonen der Baha’i, Ragas der Sikhs... Und etliche mehr.

Während des dreitägigen SACRED MUSIC&DANCE FESTIVALs in der Werkstatt der Kulturen gewähren uns Musiker_innen und Tänzer_innen unterschiedlicher Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften Berlins einen kleinen Einblick in einen winzigen Ausschnitt der heute in Berlin gelebten, reichen, mannigfaltigen sakralen Musik- und Tanzpraxis.

Flankiert wird das Programm des SACRED MUSIC&DANCE FESTIVAL von drei Vorträgen zu sakraler Musik und sakralem Tanz, einer Podiumsdiskussion des Arbeitskreises Werkstatt Religionen und Weltanschauungen sowie der Wiedereröffnung einer Ausstellung, die uns einen ganz besonderen historischen Rückblick erlaubt:

Denn im Jahre 1993, vor nunmehr 20 Jahren also, öffnete die Werkstatt der Kulturen zum ersten Mal ihre Tore, mit der Ausstellung „Religionen und Weltanschauungen in Berlin“ des Photographen Horst Klöver.

Zum 20. Geburtstag der Werkstatt der Kulturen schließen wir an das Thema an und wünschen Ihnen viel Glück und viel Segen - und schöne, besinnliche, inspirierende Momente bei unserem 1. SACRED MUSIC & DANCE FESTIVAL

und uns selbst: Happy Birthday, Werkstatt der Kulturen!

Eintritt frei


Pressespiegel

  • Ein Fest der Gemeinsamkeiten (Berliner Zeitung) pdf
  • Spiritueller Tanz: Im Rhythmus des Herzens (Deutschlandradio Kultur) pdf
  • Neukölln swingt mit dem Jazz-Gott (B.Z.) pdf
  • Mantraartiges Geflüster am Hermannplatz (taz) pdf

     


 

Programm*

22.11.-22.12.2013

© Daniela Incoronato

 

Ausstellung

Zum Sacred Music & Dance Festival und unserem 20-jährigen Jubiläum zeigen wir ausgewählte Bilder der Ausstellung, mit der die Werkstatt der Kulturen erstmals ihre Tore eröffnete - "Religionen und Weltanschauungen in Berlin" des Photographen Horst Klöver.

 

Freitag, 22.11.2013

  • 18.00: Scottish Warriors in KwaZulu-Natal. Sacred dance in the Nazareth Baptist Church, South Africa (Schottische Krieger in KwaZulu-Natal. Sakraler Tanz in der Nazareth Baptist Church, Südafrika)
    Vortrag: Dr. Magnus Echtler -> Info
  • 19.00: PANEL der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen -> Info
  • 21.00: WORLD WIDE MUSIC: Atum Shekhem & The Shabaka Rootz Band -> Info

Samstag, 23.11.2013

  • 14.00 h: Erdal Kaya | Alevitische Lieder -> Info
  • 15.00 h: Sufi Ensemble Rabbaniyya und die drehenden Derwische -> Info
  • 16.00 h: Soogi Kang | Volks- und Schamanengesänge aus Korea -> Info
  • 17.00 h: Tigari Ensemble Odametey | Gesang und Perkussion des Tigari -> Info
  • 18.00 h: Jonas Bibi Hammond presents "Praise U" | Contempary Gospel -> Info
  • 19.00 h: Klänge der Göttin | Sakrale Musik des Westlichen Odisha/Indien
    Vortrag: Dr. Lidia Guzy -> Info
  • 20.00 h: Mimi Sheffer | Synagogaler Gesang -> Info
  • 21.00 h: Manickam Yogeswaran | Hinduistische Bhajans -> Info
  • 21.30 h: Rajyashree Ramesh | Hinduistischer Tanz -> Info
  • 21.45 h: NAKED JAZZ: A Love Supreme | Hommage to St. John Coltrane -> Info

Sonntag, 24.11.2013

  • 13.00 h: 'HXOS-Chor | Chormusik der Renaissance & des Barock -> Info
  • 14.00 h: Baan May Rhu Roy | Buddhistischer Thai Tempeltanz -> Info
  • 15.00 h: Divine Melodies | Faith and Music among the Sufi orders of Senegal
    Vortrag: Prof. Cheikh Anta Babou -> Info
  • 16.00 h: Baye Fall Ensemble | Gesang der Mouriden -> Info
  • 17.00 h: Ingrid Arthur | Gospel -> Info
  • 18.00 h: Tanz der Orixás | Gesang, Musik und Tanz des Candomblés -> Info
  • 20.00 h: Urna Chahar-Tugchi | Lieder aus dem mongolischen Schamanismus -> Info

*Programmänderungen vorbehalten

Freitag | 22.11.2013 | 18.00 h

Schottische krieger in KwaZulu-Natal

Sakraler Tanz in der Nazareth Baptist Church, South Africa
Vortrag von Dr. Magnus Echtler

© Thomas Ernst 

Die Nazareth Baptist Church, eine der größten African Independent Churches Südafrikas, ist berühmt für die Tanzdarbietungen der jährlichen Kirchenfeste. Innerhalb der Kirche wird das Tanzen als die wichtigste religiöse Praktik angesehen. Während der Großteil der Tanzkleidung als neo-traditionaler Zulu-Stil klassifiziert werden könnte, tanzen die jungen Männer als ‚Schotten’ (isikoshi), bekleidet mit Schottenrock und Tropenhelm (Video). Dieser Vortrag konzentriert sich auf die Frage, wie die jungen Männer der Kirche den sakralen Tanz nutzen, um ihre Identität – sowohl innerhalb der Kirche als auch darüber hinaus – zu verhandeln.

Die Erfindung dieses Tanzes durch den Kirchengründer Jesaja Shembe in den frühen 1920er Jahren stellt ein faszinierendes Beispiel dar für die Konstruktion neuer Identitäten durch die Aneignung des kolonialen Anderen, in diesem Fall durch das Bild der ‚Stammeskrieger’ in den schottischen Regimentern des britischen Empire.

Fast hundert Jahre später hat sich der Tanz zu einer traditionalen Tätigkeit innerhalb der Kirche gewandelt, und die Tänzer müssen ihre Neuerungen gegen Kritik der Kirchenältesten verteidigen, die auf die ‚offizielle,’ durch den Kirchengründer legitimierte Version verweisen. 


Dr. Magnus Echtler, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Religionswissenschaft an der Universität Bayreuth, hat zu afrikanischen Religionen in Sansibar und Südafrika gearbeitet. Dabei gilt sein Interesse auch der Rolle von Musik und Tanz in der Religion.

Programmübersicht

Freitag | 22.11.2013 | 19.00 h

PANEL der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen

© Thomas Ernst

Podiumsdialog mit Mitwirkenden der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen zum Thema Religion und Musik. Die Podiumsteilnehmenden werden auf der Basis ihrer eigenen biographischen Erfahrungen zur Rolle von Musik in ihrem jeweiligen religiösen bzw. weltanschaulichen Umfeld berichten.

Die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen ist ein interreligiöser Gesprächskreis, der sich seit mehr als 13 Jahren monatlich in der Werkstatt der Kulturen trifft und u.a. Fortbildungen für Lehrkräfte organisiert sowie Materialbände zu verschiedenen Themen publiziert.


 

Hans-Hermann Wilke - Moderation
Ruthild Hockenjos - evangelisches Christentum
Metin Arikan - sufistischer Islam
Alexander Bischkopf - Humanismus
Andrea Blohm - Baha'itum
Gisela Kranz - Internationale Isis-Gemeinschaft

Programmübersicht

Freitag | 22.11.2013 | 21.00 h

World Wide Music: Atum Shekhem & The Shabaka Rootz Band

Rootsreggae und Nyabinghi

© Gilles Soubeyrand
Reggae was born in Trenchtown, the main ghetto of Kingston, Jamaica. Musicians who listened to radio stations from the U.S. Jamaican musicians, many of them Rastas, soon blended traditional Jamaican folk music and drumming with American R&B, and jazz into ska, that later developed into reggae under the influence of soul.

Reggae began to enter international consciousness in the early 1970s, and Rastafari mushroomed in popularity internationally, largely due to the fame of Bob Marley, who actively and devoutly preached Rastafari, incorporating Nyabinghi and Rastafarian chanting into his music, lyrics and album covers.

Atum Shekhem and The Shabaka Rootz band is a Berlin based reggae band, lead by the frontman Atum Shekhem, who is widely known in the reggae scene back in Namibia.

The band formed in Germany, where it spreads the universal message of love, respect and equality. Believing in music as the most powerful means of communication, Atum Shekhem & the Shabaka Rootz band's concerts become a moment of entertainment as well as upliftment and positive vibes for every single unique person.


Besetzung

  • Atum Shekhem - vocals
  • Kpakpo Odemetey - drums
  • Christian Tyson - guitar
  • Sönke Hahn - bass
  • Andy Key - keyboards
  • Daniel Zabon - saxophon

Programmübersicht

Samstag | 23.11.2013 | 14.00 h

Erdal Kaya

Alevitische Lieder

Die Musik besitzt im Alevitentum eine überaus wichtige Funktion. Eine Cem-Zeremonie ohne Musik ist unvorstellbar und für die Ausübung der religiösen Pflichten unverzichtbar, so z.B. der Semah-Tanz. Für viele Aleviten gilt die auf der Baglama gespielte Musik als göttliche Offenbarung.

© Daniela Incoronato 

Musik soll eine tranceähnliche Atmosphäre erschaffen, durch die das Individuum einen spirituellen Einblick, eine Erkenntnis erlangen können soll. Nicht nur die Dedes (alevitische Geistliche) inspirieren ihre Gemeinde durch vorgetragene Lieder, sondern ebenso der Aşık, "der vorbehaltlos Liebende", eine Bezeichnung, die die Beziehung des Musikers zu Gott zum Ausdruck bringt.
Mit ihren Klängen und Textinhalten über Ali, Schah Ismail, Pir Sultan Abdal drücken sie ihre Sehnsucht nach einer besseren Welt aus, und können den alevitischen Glauben an die nächste Generation mündlich weitervermitteln.

Programmübersicht

Samstag | 23.11.2013 | 15.00 h

SUFI ENSEMBLE RABBANIYYA

und die drehenden Derwische

© Daniela Incoronato 


Das Sufi Ensemble Rabbaniyya ist ein Projekt des Sufi Zentrum Rabbaniyya Berlin – Europäische Mitte für interspirituelle Begegnung. Das Ensemble verbindet das klassische Genre spiritueller Musik mit Poesie und dem Tanz der Sufis nach der Tradition des berühmten persischen Mystikers Mevlana Dschalal ad-Din Rumi. Sphärische Ney-Klänge, meditativer Gesang und kraftvolle Rhythmen entführen in den facettenreichen Nahen Osten und geben eine Kostprobe mystischer Glückseligkeit und Unendlichkeit im Tanz der drehenden Derwische. (Video)

Programmübersicht

Samstag | 23.11.2013 | 16.00 h

Soogi Kang

Volks- und Schamanengesänge aus Korea

© Daniela Incoronato 

Die lebendige Praxis des Schamanismus hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die moderne koreanische Gesellschaft. Schaman_innen bewahren bis heute ihre geistige Autorität als älteste spirituell-religiöse Kraft, die alle anderen kulturellen und religiösen Überwachsungen überdauert hat.
Das Leben ist hart genug, daher schenken die Schamanen ihren Anhängern mit vielen theatralischen Elementen Freude, Entspannung und Harmonie, sowie Lebensmut, Gelassenheit und Weisheit für den Lebensalltag.

Soogi Kang studierte modernes Theater am Drama Center in Seoul. Bei Meister Kim Yu Kyung lernte sie koreanisches traditionelles Maskentanz-Theater „BongSanTalchum“, sowie Pansori-Gesang, den traditionellen koreanischen Balladengesang. Sie befasste sich intensiv mit Musik und Tanz des koreanischen Schamanismus und arbeitete als Schauspielerin in verschiedenen Theaterensembles in Seoul. Seit 1986 lebt und arbeitet sie in Berlin.

www.soogi-kang.de
 

BINARI - Gesang im Rhythmus Dsa-Dsin-Mori
Eine Anrufung der Gottheiten des Glücks und des Wohlstands und eine Fürbitte um langes Leben – in drei Abschnitten: 1. Anrufung der Götter, 2. Salpuri (Bitte um Auflösung allen Übels), 3. Segenssprüche und Glückwünsche für alle Versammelten. „Oh, ihr alle, hört zu! Als das Universum sich öffnete und der Himmel und die Erde geboren wurden, da beteten die Menschen für Glück und Frieden und errichteten den Palast für den König in Hanyang aus festgewachsenen Stämmen und so entstand die Lee Dynastie.“

AEG-MAEG-I TA-RYEONG - Gesang im Rhythmus Dsa-dsin-mori
Aeg-Maeg-I bezeichnet ein Ritual, das in Korea am 1. Tag im neuen Jahr als Schutz gegen Krankheiten, Unglück und Übel zelebriert wird. Aeg-Maeg-I bedeutet ebenso „Schützt das Haus vor negativen Einflüssen“, und wird daher auch beim Richtfest oder beim Einzug in ein neues Haus gesungen.

SEONG-DSU-PURI - Gesang aus Yeong-Nam im Rhythmus Kut-geo-ri
Das Lied entstammt dem Seong Dsu Kut Ritual und ist eine Lobpreisung von Seong-Dsu (der Fürst), der Schutzgottheit des Hauses wie auch aller wohlmeinenden Erdgötter.

ONG-HE-JA - Gesang im Rhythmus Hui-mo-ri
Gesang über die Fruchtbarkeit von Mensch und Erde und der Bitte um gute Ernte. Oft beendet dieses Lied ein Ritual und wird interaktiv gemeinsam gesungen.

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Samstag | 23.11.2013 | 17.00 h

Tigari Ensemble Odametey

Gesang, Perkussion und Tanz des Tigari

© Daniela Incoronato  

Tigari ist der Name für einen wohlwollenden Geist, der die Menschen beschützt und ihnen hilft, persönliche und soziale Probleme zu lösen. In Ghana kann der Tigari-Geist jeden gegenüber bösen Geistern beschützen, und davon gibt es viele!

Zeremonien für den Tigari-Geist werden in vielen Orten Ghana's abgehalten, aber sie kommen ursprünglich aus Ippada im Norden. Der Tigari-Geist ist mit dem Wind verbunden und er ist der Patron von Wachstum und Fruchtbarkeit, von einem langen und gesunden Leben und von sozialem Frieden.


Gordon Odametey
wuchs in der für ihre hervorragenden Perkussionisten und Tänzer_innen bekannten Odametey-Familie in dem Dorf "Beje Wo Ahumi" auf. Seit 1985 lebt Gordon Odametey in Deutschland. Er spielt(e) hier mit verschiedenen Gruppen - darunter "No Fears", "Bibiba", "Root B. Tama", "The World Music Orchestra", "Senegambigha" und "Bantu" - oder auch mit anderen Perkussionisten wie Mustapha Tettey Addy und Aja Addy. Mit der Band "Ogidi Gidi", die er 1987 gegründet hat, spielte er als Vorgruppe für "Black Uhuru" und "The Wailers" und trat mit ihnen im Fernsehen auf.

Besetzung:

  • Gordon Odametey
  • Annan Odametey
  • Kpakpo Odametey
  • Lawrence Otoo
  • Nyanyo Addo
     

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Samstag | 23.11.2013 | 18.00 h

Jonas Bibi Hammond presents “PRAISE U “

Contemporary Gospel

The function of a praise and worship team in the modern day charismatic Christian church (Free Evangelical Church) is the leading of the congregation in singing songs praising Jesus Christ, and bringing the concregation into a prayerful, worship ready state to receive the sermon of the pastor. Normally this is done right at the beginning of the service and takes 30-40 mins.

© Daniela Incoronato  

The “PRAISE U” team is the “external” version of the church team and was initiated by Jonas Bibi Hammond, Marcel “Butch” McCrae (praise leader) and Ben Amoah.

The goal of this Christian music praise team is to bring charismatic Christian music, which heralds the Gospel, and has elements of pop, soul, RnB and soft rock to audiences outside the walls of the conventional church.

Besetzung

  • Marcel “Butch” McCrae - vocals, guitar
  • Jonas Bibi Hammond - vocals, bass
  • Ben Amoah – vocals, guitar
  • Kelvin Sholar - grand piano
  • Benjamin Muhlichen - keys, vocals
  • Loomis Green - solo guitar

featuring special guests on drums and vocals




 

 
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Samstag | 23.11.2013 | 19.00 h

Klänge der Göttin - Sakrale Musik des Westlichen Odisha/Indien

Vortrag: Dr. Lidia Guzy

© Daniela Incoronato 

Der Vortrag behandelt die sakrale Musik des dörflichen Odisha, die Lidia Guzy im Rahmen ihrer langjährigen Ethnographie zu Musik und Tanztraditionen der Region dokumentiert hat. Trommelrhythmen unberührbarer Musiker stellen die Stimmen unterschiedlicher lokaler Göttinnen der Region dar, Trancemedien verkörpern Göttinnen, die Ratsuchenden Heil und Linderung ihrer Leiden spenden. Der Vortrag diskutiert auf anschauliche Weise wie Musik und Tanz ein lokales Wissens und Glaubenssystem darstellen. Dr. Lidia Guzy, Ethnologin, Religionswissenschaftlerin und Südasienexpertin, promovierte 2002 an der FU Berlin und EHESS in Paris in Ethnologie/Anthropolgie Sociale und wurde 2011 am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften Berlin in Religionswissenschaft habilitiert. Seit 2011 hält Guzy einen Lehrstuhl zu Religionen und Kulturen Indiens an der National University Ireland, University College Cork, inne.
 


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Samstag | 23.11.2013 | 20.00 h

Mimi sheffer

Synagogaler Gesang 

© Daniela Incoronato 

Havdalah – Abschied vom Schabbat mit allen fünf Sinnen

Zum Schabbateingang kommt zu uns die Neshama Yeteira, die extra Seele. Mit ihr machen wir die spirituelle Reise des Sabbats. Zum Schabbatausgang verlässt uns die extra Seele. Wir verabschieden uns und trösten all unsere fünf Sinne mit Licht, Gesang, Wein und schönen Düfte.

Mimi Sheffer, Sängerin, Kantorin und Multiplikatorin für eine moderne Kultur jüdischer liturgischer Musik gab Konzerte mit Opern- und Synagogenmusik auf Kirchentagen, hielt Seminare für Laienvorbeter der Gemeinden, sang mit den Berliner Symphonikern oder dem Essener Opernchor. Die Musik, für die Mimi Sheffer seit vielen Jahren lebt, beruht auf jahrhundertealten Gesängen des Gottesdienstes, auf der Modulation der liturgischen Gebete.

Mirlan Kasymaliev - Piano

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Samstag | 23.11.2013 | 21.00 h

Manickam Yogeswaran

Hinduistische Bhajans



Ein Bhajan (von Sanskrit, bhaj - "verehren") ist ein religiöses hinduistisches Volkslied. In Bhajans besingen Gläubige ihre Liebe zu Gott in einfachen Worten, die häufig wiederholt werden. Bhajans sind Teil der Hingabe, die als Bhakti bezeichnet wird. Die musikalischen Formen, in der die Lieder der Verehrung und Anbetung vorgetragen werden, sind sehr unterschiedlich. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden Bhajans mit den Ragas der klassischen indischen Musik verbunden, um die Ragas populärer und die Bhajans musikalisch anspruchsvoller zu machen. Der Sänger und Komponist Manickam Yogeswaran (Sri Lanka) liebt es, Grenzen zu überschreiten. Als erster tamilischer Sänger arbeitete er in Hollywood (Eyes wide shut), was zu weiteren Engagements u.a. mit Spike Lee führte. Er spielte mit Die Dissidenten, Karuna und Shivanova und Carnatic Music in ganz Indien, Europa und Nord-Amerika; er komponierte für Theater und Tanz-Kompanien und begleitete traditionelle südindischen Tanz.

Foto © Brian Baker
Im zweiten Set wird Manickam Yogeswaran die Tänzerin Rajyashree Ramesh begleiten

Programmübersicht

Samstag | 23.11.2013 | 21.30 h

rajyashree ramesh

The Cosmic Body - Hinduistischer Tanz

  

Nach der althinduistischen Lehre ist das Wesen des Göttlichen (paramatma) die Stille. Die Schöpfung führt darauf zurück, dass in dieser Stille eine Emotion geboren wurde, als Wunsch werden zu wollen (icchasakti). Regung begleitet vom Klang war die Folge. Als der Klang sich ausbreitete, entstand Raum (akasha) als erstes der fünf Elemente. Alles in der Welt besteht aus diesen Elementen. Die dazugehörigen Sinne ermöglichen unser Wissen über die Welt und die Gestirne beeinflussen unsere emotionalen und physischen Befindlichkeiten. Emotionen, Raum und Klang stehen somit am Anfang. Bewegung verbindet sie. Der Tanz Shivas ist die sinnbildliche Deutung dieser Schöpfung der materiellen Welt. Shiva erschuf den pura ‚Körper’, um darin als purusha wohnend tanzen zu können. Das Leben ist selbst ein Tanz oder Spiel, was auch als Spiel oder Lila Krishnas interpretiert wird. Der Wunsch ist auch die weibliche Kraft Shakti. Erst mit Shakti vereint, besitzt Siva die Macht, die Schöpfung in dieser Welt zu ermöglichen, sang Sri Sankaracharya in seinem Soundaryalahari. Sonst ist er ohne Regung, unbeweglich.

  • Konzept, Choreographie, Tanz: Rajyashree Ramesh
  • Musical Score: Vocal-, Percussion- und Sitaraufnahmen mit indischen Musikern u.a. Neela Ramanuja und Vidwan S.V.Giridhara (Bangalore, Indien).
     
Rajyashree Ramesh ist eine international tätige indische Tänzerin, Choreographin, Lehrmeisterin, Bewegungsanalytikerin und -forscherin. Mit einer Ausbildung zur Solotänzerin in Bharatanatyam, Kuchipudi und Karnatik-Gesang seit dem 7. Lebensjahr, Weiterbildungen bei namhaften Lehrmeister_innen in Indien, zur Bewegungsanalytikerin in den USA und einer 30-jährigen Yogapraxis gehört sie heute zu den erfahrensten und angesehenen Interpretinnen des klassischen indischen Tanzes, die von Presse und Publikum zugleich für Anmut, Präzision und hohe Ausdruckskraft stets gelobt wird. Neben Lehrtätigkeit und Soloauftritten gehören zu den sich nun über vier Jahrzehnten erstreckenden Berufserfahrungen zahlreiche Vorträge, Workshops und Lecture-Performances bei Kultur- und Bildungseinrichtungen und internationalen Konferenzen in Indien, Europa und USA, sowie deutsche und englische Veröffentlichungen. Seit einem Jahrzehnt verfolgt sie eine bewegungsanalytische und forschungsorientierte Vorgehensweise. Z. Zt. liegt ihr Schwerpunkt in der akademischen Verknüpfung von Kunst und Wissenschaft.

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Samstag | 23.11.2013 | 21.45 h

NAKED JAZZ presents: A Love Supreme

A tribute to Saint John Coltrane

Die Gründer der Saint John Coltrane African Orthodox Church - Archbishop Franzo King und Reverend Mother Marina King - erlebten den US-amerikanischen Jazz-Saxophinisten William John Coltrane (1926-1967) live in San Francisco im Jahr 1965 und waren inspiriert. Archbishop King erinnert sich an diesen Moment als “sound baptism, which touched our hearts and minds".

  


In der Zeit des Modern Jazz entwickelte Coltrane seinen eigenen Stil von Hard Bop bis Modaler Jazz, später zum Free Jazz. Musikalisch verband er Jazz unter anderem mit afrikanischen Einflüssen.

Die Suite "A Love Supreme" (1964) ist eine seiner wichtigsten Platten. In ihr wird die spirituelle Ausrichtung Coltranes deutlich. Den psalmenartigen Text schrieb und sang er selbst. Er bezog sich dabei u.a. auf "The Greatest Thing In The World" - ein Buch des evangelikalen Autors Henry Drummond, aus dem 19. Jahrhundert.

"A Love Supreme" concert is a four-part suite broken up into sections representing and inspired by John Coltrane's "Love Supreme" masterpiece recording. It includes these 4 principles we will expound on in our performance:
1. Acknowledgment
2. Resolution
3. Pursuance
4. Psalm

This concert is intended to be a spiritual as well as a musical representation of our collective struggles as human beings in our search for purity by expressing our deepest gratitude to a spiritual higher force through our performance.

Sample: Audio / Video

Besetzung:

Programmübersicht

Sonntag | 24.11.2013 | 13.00 h

'Hxos-Chor

Chormusik der Renaissance & des Barock


Der 'HXOS-Chor besteht seit August 2011 unter der Leitung von Stelios Chatziktoris, Student für Chordirigat an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. 'HXOS (gesprochen „Ichos“) ist griechisch und bedeutet Klang.

Der ca. 30-köpfige Chor setzt sich vorwiegend aus MusikstudentInnen und StudentInnen anderer Richtungen zusammen, die, verbunden durch die gemeinsame Freude am Singen, im Jahresverlauf verschiedene Programme erarbeiten.

Zum Repertoire des 'HXOS-Chores zählen verschiedensprachige geistliche und weltliche Stücke der Chormusik der Renaissance bis heute. Seit Gründung des Chores wurden regelmäßig ein bis zwei Konzerte pro Semester veranstaltet und der Kreis der interessierten ZuhörerInnen wächst stetig.

Der 'HXOS-Chor singt anlässlich des Sacred Music & Dance Festivals aus ihrem sakralen Repertoire.

Programmübersicht

Sonntag | 24.11.2013 | 14.00 h

baan may rhu roy

Buddhistische Thai Tempeltänze

Baan Mai Rhu Roy ist im Jahr 1996 durch einen Zusammenschluss thailändischer Frauen entstanden. Ihre Kenntnisse der buddhistischen Thai-Tänze wurden der nächsten Generation weitergegeben, die sich in regelmäßig stattfindenden Seminaren bei Gastreferent_innen thailändischer Universitäten fortbilden.

Die verschiedenen Kostüme für die einzelnen Tänze werden größtenteils von den Tänzerinnen selbst angefertigt. Seit der Entstehung der Gruppe ist diese zum festen Bestandteil der buddhistischen Tempelfeste in Berlin geworden, wo sie und ihre Kindergruppe Mai Yaa Raab regelmäßig auftreten.

Tänzerinnen:

  • Khun Chamsai Alljan
  • Khun Ubonrat Barommathongschum
  • Alina Bouasavanh
  • Christina Bouasavanh
  • Magdalena Heilbronn
  • Khun Nuannapa Kajorn
  • Anika Kempf
  • Diana Khoungkhakoune
  • Simona Knorr
  • Khun Sumali Lindt
  • Jennifer Moebus
  • Hanh Nguyen
  • Khun Duangchan Phongmani
  • Khun Sasima Pohl
  • Chatnapa Ratpho
  • Khun Boonma Ratpho
  • Melvin Sae-Dan
  • Mimi Sae-Dan

Programmübersicht

Sonntag | 24.11.2013 | 15.00 h

Divine Melodies: Faith and Music among the Sufi orders of Senegal

Vortrag von Dr. Cheikh Anta Babou
(englisch-sprachig | im Anschluss Zusammenfassung auf Wolof)

Discussing the role of music in Islam might seem an oddity to some. Music appeals to the very core of our spiritual self; it is a celebration of life and its pleasures; it is an anthem for peace and harmony, all things that Islam allegedly opposes. But this depiction of Islam is far from reflecting the reality of the religion practiced by over a quarter of humanity throughout the world. Despite the absence of liturgical music in the religion of Islam, there is a long tradition of music making and enjoyment among Muslims. The Sufis or followers of mystical Islam are particularly known for their love of music and it is not an exaggeration to say that for them music constitutes an integral part of worship. In his lecture, Dr. Cheikh Anta Babou examines the role of music among the Sufi orders of Senegal. He begins by exploring the tradition of sama or sacred music in Sufi doctrine and practices, then he investigates the expansion of this tradition among the Sufis of Senegal. Further, he discusses the continuing popularity of Sufi sacred music in Senegal across time and space despite a changing and challenging religious and technological environment.

  

Dr. Cheikh Anta Babou is a Professor of History at the University of Pennsylvania in Philadelphia where he offers courses on African History and the History of Islam in Africa. His research focuses on mystical Islam in West Africa and Senegal, the new African diaspora and political Islam.

Professor Babou has published extensively on the Muridiyya Muslim order of Senegal and the Senegalese diaspora. His book, Fighting the Greater Jihad: Amadu Bamba and the Founding of the Muridiyya of Senegal, 1853-1913 was published by Ohio University Press in 2007. A French translation was released by Karthala in 2011. Dr. Babou’s articles appeared in African Affairs, The annals, Journal of African History, International Journal of African Historical Studies, Journal of Religion in Africa, Africa Today and other scholarly journals in the United States and in Europe. He has presented papers in international scholarly meetings in the United States, Europe and on the continent of Africa. His current research project examines the experience of West African Muslim immigrants in Europe and North America. Professor Babou is spending this academic year in Berlin as Fellow at the Wissenschaftskolleg (Institute for Advanced Study of Berlin).

Programmübersicht

Sonntag | 24.11.2013 | 16.00 h

baye fall ensemble

Gesang und Perkussion der Mouriden

  

Die Muridiyya ist eine im späten 19. Jahrhundert von Amadou Bamba gegründete Sufi-Bruderschaft, die heute eine der wirtschaftlich und gesellschaftlich einflussreichsten Kräfte im Senegal darstellt.
Ein berühmter Schüler vom Amadou Bamba der für seine Hingabe zu Gott bekannt war, betrachtete Arbeit als Form der Hingabe. Amadou Bamba entschied daher, dass Ibra Fall seine Liebe zu Gott auschließ lich durch Arbeit zeigen sollte. Ibra Fall gründete daraufhin eine Untergruppe der Bruderschaft der Mouriden die sich Baye Fall (in Wolof: Baay Faal) nennt und deren Anhänger nach dem Motto leben: „Bete, als würdest du morgen sterben. Arbeite, als würdest du ewig leben.“

Beim SACRED MUSIC&DANCE FESTIVAL spielt das Baye Fall Ensemble unter Leitung des Perkussionisten und Griots Yoro Mbaye im Anschluss an den Vortrag von Prof. Cheikh Anta Babou über die Mouriden.

Programmübersicht

Sonntag | 23.11.13 | 17h | Saal

Ingrid Arthur

Gospel

  

Der Gospel (von engl. gospel = Evangelium: Gute Nachricht) ist jene christliche afroamerikanische Stilrichtung, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem African-American Spiritual sowie Elementen des Blues und Jazz entwickelte.

Born in Gainesville, Georgia (USA), Ingrid Arthur became one of the most powerful voices in the history of music. She is not only a wonderful singer, she is the goddess of soul with her rich, powerful traditional gospel background with the soul of Aretha Franklin, Mavis Staples, Mahalia Jackson!

  • Ingrid Arthur - vocals
  • Christian Prüfling - keys
  • Dani Keeling - backing vocals
  • Andy Roda - backing vocals 

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Sonntag | 24.11.2013 | 18.00 h

TANZ DER ORIXÁS

Gesang, Tanz und Musik der Candomblé

  

Candomblé ist eine afro-brasilianische Religion, in der die Verbindung zwischen Menschen und Orixás, west-afrikanischen Gottheiten, insbesondere durch den Körper hergestellt wird. In den öffentlichen Ritualen werden die Orixás durch Musik und Tanz eingeladen, auf die Erde zu kommen und mit den Menschen zu feiern, indem sie während Trance-Zuständen die Körper der Gläubige benutzen. In diesem Moment drücken sie ihre Eigenschaften mittels ihrer Tanzbewegungen aus. In dieser Veranstaltung werden einige der rituellen Tänze für die Orixás zu sehen sein.

Besetzung

  • Murah Soares – Tänzer; Choreograph
  • Naja Brasil - Tänzerin
  • Shirley Rodrigues – Tänzerin
  • Nina Graeff – Erzählerin
  • Paraná Bomfim - Perkussionist
  • Juninho Quebradeira - Perkussionist
  • Paulo Cedraz - Perkussionist
     
Geboren in São Paulo, Brasilien, wuchs Murah Soares in Salvador da Bahia bei seiner Großmutter in einem Tempel der Candomblé-Religion auf. Soares erhielt eine Ausbildung im afro-brasilianischen Tanz in der Grupo de Danca do Ballet Castro Alves in Salvador da Bahia. Zwischen 1983 und 1989 folgte ein klassisches Ballett-Studium, sowie Modern Dance, Afro-Jazz und Jazz Dance an der Escola de Danca "Ausi Ballet", der Escola Ruth Rachou und der Escola de Danca Renata Prado Cheidde, allesamt in São Paulo, Brasilien.

Nach seinem Tanzstudium ließ Soares sich zum Dozenten für Yoga und ayurvedische Ernährung am Instituto de Yoga ausbilden. Auf Einladung der Tanzfabrik Berlin kam er erstmals 1990 nach Deutschland, wo er Musik- und Tanzproduktionen mit bekannten Künstlern, wie dem Meister-Perkussionisten Eduardo Tucci da Silva, kurz: Dudu Tucci, Parana Bomfim, Leila El-Jarad erarbeitet.

Als Babalawo leitet er in Berlin das einzige Candomblé-Haus in Deutschland.

Programmübersicht

Sonntag | 24.11.2013 | 20.00 h

 URNA CHAHAR-TUGCHI

Lieder des mongolischen Schamanismus

  

Tengrismus, einst Glaube vieler mongolischer sowie Turkvölker Zentralasiens, verehrt den Himmelsgott Tengri.
Im Tengrismus besteht der Sinn des Lebens darin, mit allem, was unter dem Himmel ist, im Einklang zu leben. Der Mensch steht in der Mitte der Welten und sieht seine Existenz zwischen dem "ewigen blauen Himmel" (Mönkh khökh Tengeri), der "Mutter Erde" (Gazar Eje), und einem Herrscher, der als "Sohn des Himmels" gilt. Mit einer ausgeglichenen Lebensweise hält der Mensch seine Welt im Gleichgewicht und strahlt seine persönliche Kraft (Windpferd) nach außen. Der Kosmos, die Geister und die Ahnen versorgen und beschützen ihn. Wenn das Gleichgewicht außer Kontrolle gerät, wird es durch den Eingriff eines Schamanen wiederhergestellt.

Urna Chahar-Tugchi, in der Inneren Mongolei geboren und aufgewachsen, ist heute in den Konzertsälen der ganzen Welt zu Hause. Sie zählt zu den herausragenden Sängerinnen Asiens.


"Man hört eine Vier-Oktaven-Stimme mit unfassbar schönen Nuancen, Gesänge von unerhörter Stille, Lieder, die seit 2005 durch das Prädikat der Unesco geadelt sind."
(Jan Reichow, Jury, Preis der dt. Schallplattenkritik 2013)


„Urnas Lieder leben durch die außerordentliche Variationsbreite ihrer Vier-Oktaven-Stimme sowie deren perfekte Intonation. Von höchsten Tonlagen von klarer und schneidender Intensität über kraftvolle Eruptionen, deren Volumen und Klangfarbe kaum noch menschlich klingen, bis zu warmen, manchmal nur gehauchten Pianissimo-Passagen breitet Urna die ganze Spannbreite ihres Könnens vor dem faszinierten Publikum aus. Kapriolen wie schnelles Auf-und Abgleiten zwischen Kopf- und Bruststimme oder der stetige Wechsel der Klang farben innerhalb eines Stücks ergänzen sich zu einem verblüffenden Kunstwerk, das uns in andere Sphären entführt“ (Frankfurter Rundschau)

Programmübersicht

  

Mit freundlicher Unterstützung der Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten