Gnaoua Festival

 
 

16. | 17. | 18. August 2018 - SAVE THE DATE!

Die WERKSTATT DER KULTUREN feiert 25-jährigen Geburtstag!

Zum Jubiläums-Auftakt holen wir die Musik der Gnaoua ins Haus – die Trance-Musik Marokkos! Auf dem Festival-Programm: Große Meister aus Marokko, neue diasporische Stimmen des Gnaoua und Kollaborationen mit der World-Jazz-Szene der Hauptstadt.

Eintritt: frei!

zum FESTIVAL-PROGRAMM



 

Das 1. GNAOUA FESTIVAL BERLIN zelebriert die legendäre tranceartige Musik der Gnaoua, den Nachfahren von Westafrikaner*innen, die ab dem 11. Jahrhundert aus der Region um die heutigen Staaten Mauretanien, Senegal, Niger und Mali verschleppt und im Maghreb versklavt wurden. In der nordafrikanischen Diaspora nutzten sie unterschiedliche sakrale Musiken Westafrikas als Widerstandspraxis und kreolisierten sie mit Sufitraditionen und Musikstilen der Araber, Juden und Berber.

Mit ihrer rhythmusbetonten Musik erneuerten sie nicht nur den Sound Marokkos, Algeriens und Tunesiens, sondern übten auch großen Einfluss auf die internationale Entwicklung des Jazz aus:

Ab den 1960er Jahren interessierten sich renommierte US-Jazzmusiker wie Randy Weston, Archie Shepp oder Joe Zawinul für die Trance-Musik der Gnaouas und traten zusammen mit großen Mâalems (Gnaoua-Meistern) auf – und auch Rockstars wie Jimi Hendrix, Led Zepplin oder Carlos Santana ließen sich von Gnaoua-Musik inspirieren.

Zum Gnaoua- und Weltmusik-Festival in Essaouira (Marokko) strömen jedes Jahr 450.000 Besucher aus der ganzen Welt. Auch internationale Stars des Jazz wie Pat Metheney, Dave Holland oder Marcus Miller und Größen der Weltmusik wie Oumou Sangaré, Ali Farka Touré, Youssou N´dour pilgern jährlich in den Nordwesten des Kontinents, um mit den Gnaouas gemeinsam aufzutreten.

Auch beim 1.GNAOUA FESTIVAL BERLIN stehen musikalische Begegnungen auf dem Programm.



 

 

Festival-Kuration: Alaa Zouiten

Der „Blues Marokkos“
Die in den Maghreb verschleppten West-Afrikaner*innen fusionierten und synkretisierten ihre Musikstile, Sprachen und Religionen mit verschiedenen Kulturen Nordafrikas. Auch führten sie Instrumente ein, die bis heute den Klang des Gnaoua prägen: z.B. die Guembri, eine mit Ziegenfell bespannte Basslaute mit drei Saiten, mit der der Mâalem (Gnaoua-Meister) seine Gesänge anstimmt oder die metallenen Qraqebs, Vorgänger der Flamenco-Kastagnetten, die den polyrhythmischen Groove des Gnaoua erzeugen. In der Diaspora kombinierten die Gnaouas die pentatonischen Melodien, Call-and-Response-Gesänge und komplexen Rhythmen West-Afrikas mit den lokalen Musiktraditionen der Araber, Juden und Berber. Obwohl die Gnaouas im Maghreb als Subkultur verfemt waren und deswegen lange am Rand der Gesellschaft standen, ist ihr Einfluss auf die Musik Nordafrikas immens: So werden z.B. die 1970er-Kultbands Nass el Ghiwane und Jil Jilala (die „Rolling Stones Marokkos“), die Gnaoua mit anderen populären Stilen und sozialkritischen Texten kombinierten, noch heute im ganzen Maghreb geradezu mythisch verehrt.

Gnaouas, Trance & Therapie
Neben der Musik fasziniert auch der therapeutische Hintergrund der Gnaoua-Kultur: Seit jeher nutzen die Gnaouas die hypnotische Wirkung ihrer Musik für Heilungszeremonien, die an den haitianischen Vodoun, den brasilianischen Candomblé oder den kubanischen Lucumi erinnern, die ebenfalls westafrikanischer Herkunft sind. Lilas, nächtliche Rituale, die oft erst im Morgengrauen enden, werden für Leiden aller Art abgehalten. Mit Musik und Tanz werden unterschiedliche Geisterkräfte (Mlouks) geweckt. Ziel ist es, den „Patienten“ in Trance zu versetzen, damit er mit den heilenden Geistwesen in Verbindung treten kann.


Programm*


THE ARAB SONG JAM feat. Majid Bekkas «Gnaoua Art Trio»

16.08.2018 | 19:30h

Majid Bekkas, Erfinder und weltweiter Botschafter des „Gnaoua Blues“, teilte bereits mit den Saxophon-Giganten Archie Shepp und Pharaoh Sanders die Bühne. Bei uns tritt der „Ali Farka Touré Marokkos“ mit dem Saxophonisten Mohamed Babarti und dem jungen Percussion-Talent Amin El Bliha aus Marokko an.

Ihr Repertoire: Traditionelle Gnaoua-Musik und eigene Kompositionen – inspiriert von Rhythmen und Melodien aus verschiedenen Ecken Marokkos, angereichert mit kunstvollen Improvisationen.

Im zweiten Set wird mit eingeladenen Berliner Musikern der arabischen Musikszene gejammt, wie bei jeder Edition der zwischenzeitlich fest etablierten monatlichen Konzertreihe „ARAB SONG JAM goes Maghreb“, der Session-Reihe der WERKSTATT DER KULTUREN für Sounds aus West-Asien und Nord-Afrika über die sogar schon die New York Times berichtete: „Jazz it up: Arab musicians bring their songs to Germany“. Wir erwarten eine vibrierende Jam-Session à l´arabe!

Geleitet wird „ARAB SONG JAM goes Maghreb“, wie jeden 3. Donnerstag im Monat von Festival-Direktor Alaa Zouiten.

 

Majid Bekkas auf Facebook

Presseartikel: RFI, WOMEX

Majid Bekkas auf Soundcloud

Majid Bekkas, Oud- und Guembri-Virtuose und Gitarren-Professor wurde 1957 in Salé (Marokko) geboren. Er gilt als Schöpfer des „Gnaoua Blues“ und ist seit Jahrzehnten als dessen musikalischer Botschafter in der ganzen Welt unterwegs. Der “Ali Farka Touré Marokkos“, ist Multiinstrumentalist und Kenner der afrikanischen Musik - insbesondere der Musikkultur Malis.

Die Weltmusikmesse WOMEX meint: „Bekkas Offenheit und seine einzigartige Fähigkeit, Modernität und Geschichtsbewusstsein kompromisslos miteinander zu verbinden, befreien seine Musik von der Fessel der Zeit“

Bekkas studierte klassische Gitarre und Oud am Konservatorium für Musik und Tanz in Rabat, danach erlernte er die Kunst des guembri und der Gnaoua-Musik von Mâalem Ba Houmane.

Weltweit hat er sich durch die Zusammenarbeit mit großen afrikanischen Musikern wie dem Balafonisten Aly Keita, dem N'goni-Spieler Bassekou Kouyaté und dem Kora-Spieler Ablaye Cissoko einen Namen gemacht, als auch durch zahlreiche Konzerte und CD-Aufnahmen mit Jazzstars wie Pharoah Sanders, Archie Shepp, Joachim Kühn, Louis Sclavis oder der Bigband des Hessischen Rundfunks.

Für sein Album „Mogador“ mit dem italienischen Jazztrompeter Flavio Boltro erhielt er den Django d´Or 2004. Dem deutschen Publikum wurde Bekkas durch seine Mitwirkung an Klaus Doldingers Album „Passport to Morocco“ (German Jazz Award 2006) bekannt sowie durch die anschließende großen Jubilee-Tour zu Doldingers 70.Geburtstag mit über 50 Konzerten vor annähernd 100.000 Besuchern. Majid Bekkas Album „Makenba“ (2010) erreichte Platz 1 der Top-10-Liste der wichtigsten Gnawa-Alben des Musikmagazin Songlines. 2012 wurde er mit der Silbermedaille der Akademie der Wissenschaften und Künste in Paris ausgezeichnet.

Line-up:

  • Majid Bekkas - Oud/Guembri/Gesang
  • Mohamed Babarti - Saxophon
  • Amin El Bliha - Percussion
  • sowie im 2. Set mit Festival-Kurator Alaa Zouiten (Oud) und weitere Musiker*innen des ARAB SONG JAM der WERKSTATT DER KULTUREN


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Gnaoua Workshop with Master Simo Lagnawi

17.08.2018 | 15:00 h

Im Rahmen des 1. Gnaoua Festival Berlin wird der marokkanisch britische Gnaoua-Master und Botschafter der Gnaoua-Musikkultur in UK Simo Lagnawi einen Workshop für alle Gnaoua-Interessierte und -Liebhaber betreuen!

 

Erlernen der Grundlagen der Gnaoua-Musikkultur: Guembri, rhythmische Pattern, Qraqeb, Gesang, Rituale, usw ...

Für ALLE Interessierte! Egal, wie alt man ist (auch für Kinder geeignet), egal, ob man schon ein Musikinstrument kann oder nicht.

Gebühr: 7 Euro

Anmeldung: gnawafestival@werkstatt-der-kulturen.de (bitte Name, Vorname und Alter angeben)
 

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Gnaoua-Parade

17.08.2018 | 18:00h

Der zweite Festival-Tag beginnt mit einer Gnaoua-Parade, die an die ftouh rahba angelehnt ist, einer Prozession, mit der traditionell auch das Gnaoua-Weltmusikfestival in Essaouira eröffnet wird:

Gnaoua-Musiker und -Tänzer ziehen um 18 Uhr mit Qraqebs, Trommeln & Co von der WERKSTATT DER KULTUREN zum Hermannplatz im Herzen Kreuzköllns und wieder zurück.

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Vom Baum zum Saiten-ZupfeN

Musikinstrumentenbau-Ausstellung mit Mohamed Khoudir

17.08.2018 | 19:00h

Ausgestellt werden die wichtigsten Musikinstrumente der arabischen Gnaoua-Musik wie die Oud, Guembri, Qraqeb, Bendir, Tam Tam, ...

 

Mohamed Khoudir ist in Algerien aufgewachsen und seit fast 20 Jahren in Berlin wohnhaft; er hat unter anderem Ausbildungen als Erzieher und Musik-Klang-Therapeut absolviert.

Der Musikinstrumentenbau entstand aus seiner Leidenschaft zum Element Holz und durch das Interesse gelang es ihm, die ersten eigenen Instrumente in seiner Werkstatt zu bauen. Er war der erste Oud-Musikinstrumentenbauer in Berlin und ist inzwischen die Adresse, an die man sich wendet wenn Mann/Frau ein hochwertiges Unikat bestellen möchten.

www.khoudir-oud.com

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Black Koyo

17.08.2018 | 19:30h

Black Koyo ist eine Gruppe junger Exil-Marokkaner, die mittlerweile in Brüssel leben. Sie entführen das Publikum an diesem Abend in die Welt der lila- und derdeba-Rituale der Gnaoua.

In Marokko können diese nächtlichen Zeremonien aus Tanz, Musik und Trance bis zu 12 Stunden dauern!

 

Black Koyo auf Facebook

Line-Up:

  • Hicham Bilali - Guembri, Gesang
  • Ayoub Boufous - Qraqeb, Gesang
  • Achraf Abantor - Qraqeb, Gesang

Die Mitglieder von Black Koyo stammen aus verschiedenen marokkanischen Städten: Fès, Meknès, Tanger und Casablanca. „Koyo“ bedeutet „qraqeb Spieler“ (ein Kastagnetten-ähnliches perkussives Instrument aus Eisen, das zentral in der Gnaoua-Musik ist). Aufgrund ihrer unterschiedlichen regionalen  Herkunft, stellt die Gruppe eine einzigartige Mischung dar, die alle der wichtigsten traditionellen Gnaoua-Gruppen sowie ihre Klänge, Gesänge, Dialekte und Tänze vereint und damit ein einzigartiges Panorama der Gnaoua-Kultur liefert.
 

Diese ungewöhnliche Mischung bescherte der Gruppe bereits unzählige Auftritte – von privaten Lila-Ritualen bei berühmten Gnaoua-Familien in Marokko bis hin zu Konzerten in Brüssel, Deutschland oder beim Festival des Musiques Sacrée du monde im marokkanischen Fès.

Hicham Bilali, der Meister der Gruppe, wurde 1978 in Fez als Sohn einer marokkanischen Mutter und eines senegalesischen Vaters geboren. Bereits in jungen Jahren kam er mit den Gnaoua in Kontakt, sog deren Kultur und Musik auf und gab bereits im Alter von 18 Jahren sein Debüt an der Seite des großen Mâleems Hamid Dkaki. Er wird von seinen Koyos begleitet, die alle in Brüssel leben und von renommierten Mâalems ausgebildet wurden.

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Simo Lagnawi

17.08.2018 | 21:30h

Am zweiten Festivaltag steht mit Simo Lagnawi (Marokko/London) ein „junge Wilder“ des Gnaoua im Mittelpunkt. In seiner Wahlheimat Großbritannien sorgt er u.a. mit seiner Band Electric Jalaba für viel Furore ("Loving the release, we need to get them in the studio!", BBC-Musikjournalist Gilles Peterson).

Nach einer Eröffnung mit traditioneller Gnaoua-Musik teilt er im 2. Set die Bühne mit dem Sänger und Multi-Instrumentalisten Momo Djender (Algerien/Berlin), dem „Erneuerer“ der traditionellen Chaabi-Musik, der bereits mit Sting und Klaus Doldinger auf Tour war. Im 3. Set katapultieren sie, begleitet von Drums (Muhammad Ra´fat/, Ägypten/Berlin) sowie Jazz-Trompete und Elektro-Loopstation (Arystan Petzold/Dresden), die traditionelle Musik des Maghreb in das 21. Jahrhundert.

  

Webseite: Simo Lagnawi

Webseite: Electric Jalaba

Presseartikel: Middle East Eye, qantara.de

Simo Lagnawi auf Soundcloud

Electric Jalaba auf Soundcloud

Electric Jalaba auf Youtube

Line-up:

  • Simo Lagnawi - Guembri, Gesang
  • Momo Djender (special guest) - Gitarre, Gesang
  • Arystan Petzold - Trumpet, Electro Live Loop
  • Ra'fat Mohamed - Drums & Percussion
Simo Lagnawi (Guembri, Gesang, Tanz) wuchs in Marokko mit der Gnaoua-Tradition auf, war von jungen Jahren an bei Lila-Ritualen dabei und lernte sein musikalisches Handwerk von verschiedenen großen Gnaoua-Meistern. Seit seinem Umzug nach London im Jahre 2008, gilt er als der wichtigste Gnaoua-Performer des Vereinigten Königreichs. Er trat dort u.a. beim Glastonbury-Festival, bei der BBC und im British Museum auf.

Sein Debüt-Album „Gnawa London“ schaffte es auf die Top-Ten-Liste der zehn wichtigsten Gnaoua-Alben des Musikmagazins Songlines. Wie auch auf seinen Folge-Alben „Gnawa Berber“ und „Gnawa Caravan“ vermischt er dort die Tradition seiner Vorfahren mit neuen Einflüssen: Zum Beispiel mit keltischen Geigenklängen, afrikanisch-klingendem Banjo oder der Musik Gambias, Burkina Fasos, Malis und der Karibik.
Der Track „Baniyorkoy" seines Albums "Gnawa London" wurde in die CD-Kompilation "Rough Guide To The Best African Music You've Never Heard" aufgenommen.

In seiner in Großbritannien viel beachteten Band „Electric Jalaba“ treffen die Grooves von quembi und qraqebs auf Elektro-Tribal-Beats, E-Gitarre und DJ-Turntables – ohne dabei die spirituellen Wurzeln des Gnaoua zu missachten.
Eine schillernde Musikmischung, die Electric Jalaba auch international zahlreiche Auftritte beschert – z.B. auf renommierten Musikfestivals wie Fengaros (Zypern), Rockit (Italien), Respect (Tschechien) oder dem Mawazine-Festival in Rabat (Marokko).
 

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Ästhetik, Ethik und Trance in der Kultur der Gnaoua

18.08.2018 | 16:00h

Musikanthropologin Dr. Tamara Turner (Max Planck Institute for Human Development Berlin) hält einen Vortrag (auf englisch) über „Ästhetik, Ethik und Trance in der Gnaoua Kultur“ und diskutiert anschließend mit Gnaoua-Musikern des Festivals.

Dr. Tamara Turner forscht am Max Planck Institute for Human Developement Berlin und ist ausgewiesene Gnaoua-Expertin: Sie unternahm zahlreiche Forschungsreisen zu verschiedenen Gnaoua-Gruppen im gesamten Maghreb und erlernte das Spielen des Guembri bei diversen großen Gnaoua-Meistern. 2012 schloss sie ihr Studium der Ethnomusikologie an der Bostoner Tufts Universität mit einer Masterarbeit über "The Ethics and Aesthetics of Musical Speech: Sounding Moral Geographies in Moroccan Gnawa Music" ab. 2017 promovierte sie am King's College London mit der Doktorarbeit „Algerian Diwan of Sidi Bilal: Music, Trance and Affect in Popular Islam.“ Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei dem Max Plank-Forschungsprojekt „Den inneren Weg durch Klang erfühlen: Soziale Wärme, kritische Gefühle und affektive Trance in islamischen Ritualen Nord Afrikas“.

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Festival-Band "Master Class"

18.08.2018 | 17:30h

Guembri, Qraqebs & Co treffen auf World-Jazz, Funkrock & mehr aus der boomenden Musikszene der Hauptstadt !

Das Festival-Ensemble „Master Class“ präsentiert die Ergebnisse dreitägiger intensiver Probearbeit. Während des Festival erkunden etablierte Musiker*innen aus der Berliner World-Jazz-Szene zusammen mit Gnaoua-Musikern unter Leitung von Majid Bekkas (Marokko) und Festival-Kurator und Oud-Spieler Alaa Zouiten (Marokko/Berlin), in einer Master Class wie sich Gnaoua-Musik mit modernen Jazzimprovisationen verbinden lässt.

Line up:

  • Majid Bekkas - Oud, Guembri, Gesang - Marokko - (Leitung)
  • Alaa Zouiten - Oud - Marokko/Berlin - (Leitung, Kurator des 1.GNAOUA FESTIVAL BERLIN und Co-Kurator des ARAB SONG JAM der WERKSTATT DER KULTUREN ))
  • Roland Satterwhite - Geige - USA/Berlin
  • Ganna Gryniva - Gesang - Ukraine/Berlin
  • Katya Tasheva - Gesang - Bulgarien/Berlin
  • Ben Kraef - Sax - Montenegro/Berlin
  • Christoph Titz - Trumpet - DE/Berlin
  • Valentina Bellanova - Nay, Flöten - Italien/Berlin
  • Wassim Mukdad - Oud - Syrien/Berlin - (Co-Kurator des ARAB SONG JAM der WERKSTATT DER KULTUREN)
  • Redha Bendib - Darbouka - Algerien/Berlin
  • Baron Arnold - Posaune - USA /Berlin
  • Ahmed Hani - E-Bass - Ägypten/Berlin

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Gnawa Deutschland

18.08.2018 | 18:30h

Line-up:

  • Habib Bilk - Guembri, Gesang
  • Rachid Lamouri - Qraqeb Gesang
  • Zakaria Izoubaz - Qraqeb, Gesang
  • Rabii Rezgaoui - Qraqeb, Gesang

Die Mitglieder der Band Gnawa Deutschland sind allesamt Exil-Marokkaner und kommen aus unterschiedlichen Städten in ganz Deutschland (Bonn, Düsseldorf, Hildesheim, Bad Salzuflen). Ihr Anliegen: die Schönheit der Gnaoua-Musik in ganz Deutschland zu verbreiten!

Geboren wurde die Band 2017 in der WERKSTATT DER KULTUREN: Auf Einladung von Kurator Alan Zouiten traten „Habib Belk, Rachid Lamouri, Zakaria Izoubaz und Rabii Rezgaoui erstmals gemeinsam als special guests bei ARAB SONG JAM goes Maghreb“ auf und stellten einem begeisterten Berliner Publikum die Trance-Musik aus Marokko vor. Schnell entstand die Idee ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen: Eine der spannendsten neuen Gnaoua-Gruppen in Deutschland!
 

Facebook: Gnawa Deutschland

Presseartikel: 2M.ma

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Mâalem Mokhtar GANIA

18.08.2018 | 20:30h

Höhepunkt des letzten Festivaltags ist das Konzert von Mâalem Mokhtar Gania (Marokko), Sohn der legendären marokkanischen Musikerfamilie Gania, der seine Familiengeschichte nach Mali zurückverfolgen kann. Der Multi-Instrumentalist erlernte die Kunst der Gnaoua-Musik von seinem Vater Mâalem Boubker Gania und seinem Bruder Mâalem Mahmoud Gania, die zu den wichtigsten Gnaoua-Meistern Marokkos zählten und deren musikalisches Erbe er nun antritt.

Mâalem Mokhtar Gania auf Facebook, Soundcloud und Facebook

Mokhtar Gania wurde 1968 in Essaouira (Marokko) geboren. Schon in jungen Jahren begleitet er seinen  Vater  Boubker Gania und seinen Bruder Mâalem Mahmoud Gania bei musikalischen Abenden der Musikerfamilie.

In den 1980er Jahren schloss sich Mokhtar der Gruppe seines großen Bruders, dem guembri-Giganten Mâalem Mahmoud Gania an, mit dem er zusammen um die ganze Welt reiste, um an zahlreichen Konzerten und Festivals teilzunehmen.

In den frühen 1990ern gründete Mokhtar seine eigene Band, die bald sehr populär wurde. Rasch machte er sich in der Musikwelt international einen Namen, was ihm die Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern ermöglichte: Z.B. mit Randy Weston, Pharoah Sanders, Carlos Santana, Embryo, Bill Laswell, Lamchaheb, Oumou Sangaré, Rachida Taha, Peter Brötzmann und vielen anderen mehr.

Mâalem Mokhtar Gania ist neben seiner Tätigkeit als professioneller Musiker auch Instrumentenbauer: In seinem Atelier in Essaouira fertigt er eigene Gnaoua-Musikinstrumente wie z.B. tbal und guembri an.



 

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Trance der Worte

laufende Kalligraphie-Austellung während des gesamten Festivals
& Live-Performance am 17.08.18 bei Simo Lagnawis Konzert: "Transe-graphie"

Hassan Majdi lädt zu einer kalligraphischen Reise der Geste und der Bewegung arabesker Ästhetik ein, in der sich Buchstaben vermischen, verschlingen und in die Unendlichkeit fliegen: es ist wahrhaftig eine Trance der Worte. Mithilfe seines künstlerischen Austauschs mit anderen chinesischen, hebräischen, lateinischen und arabischen Kalligraphen, kreiert er einzigartige Werke, die in Frankreich und in weiteren Ländern seit 2001 ausgestellt werden. Momentan lehrt Majdi an der Universität von Perpignan (Frankreich) Arabisch und moderiert international Workshops und Konferenzen über arabische Kalligraphie.

 

Hassan Majdi ist ein französisch-marokkanischer Künstler, der im Alter von sechs Jahren durch seinen Großvater mütterlicherseits in die traditionelle arabische Kalligraphie eingeweiht wurde. Als Jugendlicher praktizierte Majdi weiterhin auf Zeitungsschlagzeilen und Plakaten von ägyptischen Filmen arabische Kalligraphie. Bald danach ließ er sich in Frankreich nieder und traf dort 1995 den französisch-iranischen Kalligraphen Hassan Massoudy. Hassan Majdis künstlerisches Schaffen ist eine Erforschung verschiedener Formen und kalligraphischer Gesten, die zur Vermittlung der Botschaft des Friedens und der Liebe zwischen Menschen beitragen.

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Kulinarisches

 

Sautierte Karotten mit getrockneten Früchten in einer Orangen-Ingwer-Chili-Koriander Sauce mit Sesam und Thymian Couscous und vieles mehr kocht für Euch live Afouss The Spirit of Morocco während des gesamten Festivals im Garten/Foyer der WERKSTATT DER KULTUREN.



  


Die WERKSTATT DER KULTUREN wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 
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05.12.
2018
Festival: 3. Shtetl Neukölln
27.11.
2018
2nd TransFormations Trans* Film Festival
09.11.
2018
3. creole Musikfilmfest
27.09.
2018
ARAB SONG JAM: Homage an Rachid Taha
09.09.
2018
Gewinner der 1. creole Global stehen fest!
07.09.
2018
Premiere: 1. creole Global
16.08.
2018
Gnawa Festival Berlin
06.07.
2018
Foreign Rhythms To Kurdistan and back
04.07.
2018
Gewalt in den Lagern
03.07.
2018
Filmscreening: HUNGER
29.06.
2018
Diskussion: Umbenennung Wissmannstraße
27.06.
2018
My Feminism is Intersectional
22.06.
2018
Autorengruppe MischMash
20.06.
2018
World Refugee Day 2018
14.06.
2018
Bloggerin Rasha Hilwi zu Gast
09.06.
2018
Kinderbuch Festival der Vielfalt
06.06.
2018
Vortrag: Prof. Dr. Kim Jin-Hyang
23.05.
2018
Replicating Atonement
17.05.
2018
Weibliche Subjektivität und Revolution
08.05.
2018
Filmworkshops für Geflüchtete
04.05.
2018
Unschlagbar! 3. GLOBAL DRUMS FESTIVAL
02.05.
2018
Lesung: Der Fürst von Emigión
30.04.
2018
Kick-off: ORIGINAL MUSIC
29.04.
2018
International Jazz Day
29.04.
2018
Kick-off HOMAGE SESSION
28.04.
2018
Kick-off: WORLD JAZZ CLUB
21.04.
2018
Special Guest: Dirk Engelhardt (Sax)
21.04.
2018
Kooperation: Tanzfest
19.04.
2018
Fim&Diskussion: Pressefreiheit in Ägypten
04.04.
2018
Musikfestival: KIM Fest
17.03.
2018
Podium: Ban Racial Profiling
17.03.
2018
Roma meets Black meets Sinti
15.03.
2018
Zu Gast: Filmemacher Fadi Yeni Turk
08.03.
2018
Migrating the Feminine
25.02.
2018
The String Archestra
24.02.
2018
Hans Eichler: Verbotenes Land
23.02.
2018
W.E.B. Du Bois in Deutschland
22.02.
2018
„Schimpft uns nicht Z***r“
17.02.
2018
Benefiz für Oury Jalloh
13.02.
2018
Mardi Gras Black Indians
08.02.
2018
Lyrik nubischer Migrationserfahrung
03.02.
2018
NSU-Komplex auflösen
02.02.
2018
BLACK MUSIC RENAISSANCE 4
02.02.
2018
Filmscreening Black Cuba III
01.02.
2018
BLACK HISTORY MONTH 2018
25.01.
2018
British Council Literature Seminar
20.01.
2018
Arab Song Jam goes Maghreb
13.01.
2018
THE SOUND ROUTES BAND
 
 

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