
SchülerInnenkabarett in einer türkischen Europaschule
Eine Kooperation mit der Carl-von-Ossietzky-Oberschule
Finanziert aus Mitteln der Robert Bosch Stiftung
Laufzeit: 01.08.2006 - 01.07.2008
Im Mittelpunkt des Projektes steht die intensive Beschäftigung mit der deutschen Sprache und deren Ausdrucksformen Witz, Ironie und Satire, vor allem in Bezug auf die Themenbereiche Interkulturelles Zusammenleben, Integration, Toleranz, Umgang mit Verschiedenartigkeit: Wer findet was warum witzig? Wo liegen in interkulturellen Zusammenhängen Empfindsamkeiten und Tabus und wie geht man mit diesen um? Wie lassen sich kulturelle Unterschiede mit den Mitteln von Witz und Satire thematisieren?
Kabarett (fr. cabaret = "bunte Palette") bedient sich einer Vielzahl von Ausdrucks- und Präsentationsformen: Prosatext, Lyrik, Sketch, Musik, Tanz und viele andere und ist durchaus von Comedy zu unterscheiden, deren "schnelle Lacher" oft auf ab- und ausgrenzenden, bzw. diskriminierenden Äußerungen basieren.
In den wöchentlichen Projektworkshops, die sich über insgesamt zwei Jahre erstrecken, wird das Verfassen kabarettistischer Texte (pointiertes Darstellen, Sachverhalte zuspitzen und auf den Punkt bringen, Arbeit mit Anspielungen und doppelten Bedeutungen) erlernt und angewandt. Die TeilnehmerInnen entwickeln die erforderlichen schauspielerischen Fähigkeiten und erarbeiten ein kabarettistisches Bühnenprogramm, das sie in der eigenen Schule, in anderen Schulen und in der Werkstatt der Kulturen zur Aufführung bringen.
Das Projekt läuft parallel zu einem Leistungskurs Deutsch mit den SchülerInnen dieses Kurses und wird geleitet von der Theaterpädagogin und Kabarettistin Ute Zimmermanns.
Am 24. Juni 2008 wird das in den beiden Jahren erarbeitete Programm im Club der Werkstatt der Kulturen aufgeführt: "Fett Kabarett. Gemischtwarensatire aus Kreuzberg", 20.00 Uhr.


