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Weltklasse-Musiker*innen bei Berliner Trommel-Festival

 

Berlin, Januar 2017 - Vom 20. – 22. Januar 2017 zeigt die WERKSTATT DER KULTUREN beim 2. Global Drums Festival repräsentative Ausschnitte aus dem Spektrum internationaler Perkussionsmusik - mit einer Schwerpunktsetzung auf Perkussion aus der arabischen Welt.

Mit dem 2. Global Drums Festival, das die Vielfalt perkussiver Musik in unterschiedlichen regionalen, kulturellen und künstlerischen Milieus abbildet, lebt die 1993 gegründete WERKSTATT DER KULTUREN einmal mehr ihre Raison d‘être: Das Zelebrieren kultureller Differenz – in einer der sich am rasantesten im Wandel begriffenen Kulturmetropolen Europas.

Der erste Paukenschlag des 2. Global Drums Festival fällt am Freitag, den 20.01.2017 um 16h, auf dem Neuköllner Hermannplatz: Zaffa, die klassische arabische Hochzeitsband, wird das dreitägige Trommelfestival Open-Air eröffnen, um sich dann, im Stile einer Marching Band, trommelnd in die WERKSTATT DER KULTUREN in der Wissmannstrasse zu bewegen.

Neben Geheimtips, wie Timbila-Spieler Matchume Zango aus Mozambique, der beim 2. Global Drums Festival erstmals in Deutschland spielen wird, finden sich auch namhafte, in Berlin wohnhafte Perkussionist*innen, wie die hervorragende Rahmentrommlerin Nora Thiele, die gemeinsam mit dem Ausnahmemusiker Saif Al-Al Khayyat aus Bagdad, neben traditionellen, irakischen Maqammelodien auch Kompositionen klassischer Meister sowie eigene Stücke vorstellen wird.

Auch sonst beeindruckt das Line-Up: Ein Trio, bestehend aus den beiden Ägyptern Nasser Kilada und Muhammad Ra’fat sowie dem Balafonisten Moussa Coulibaly, mit familiären und musikalischen Bezügen zu Mali und Guinea, spielt am Eröffnungstag. Ebenfalls am Freitag zu hören, ist das fünfköpfige, internationale Ensemble Tamam um Hogir Göregen, Bodek Jahnke, Alfred Mehnert und Katarina Martinez Marrupe, mit ihrem neuen Programm Parzival & Ritual das rituelle Trommelmusik aus verschiedenen Kontexten bearbeitet.

Eines der Höhepunkte des Festivals bildet sicherlich der Auftritt des iranischen Weltklasse-Perkussionisten Reza Mohammad Mortazavi, der auf dem Tombak (einer persischen, kelchförmigen Handtrommel) und der Rahmentrommel Daf, seine Zuhörer*innen regelmässig zu neuen Hörerfahrungen führt. Mortazavi, der im Alter von zehn Jahren zum ersten Mal, mit eigenen Kompositionen die angesehene “Tombak Music Competition” in Teheran gewann, gilt seit seinem zwanzigsten Lebensjahr als der beste Tombak- und Daf-Spieler weltweit.

Wer Perkussion nicht ohne Tanz denken mag, sollte sich alle drei Festival-Abende frei halten: Der im Libanon geborene und in Berlin aufgewachsene Khader Ahmad, der sich mit seinem Fusionsprojekt Dum Tak Revolution Vol.1 - Vol. 3, das traditionelle arabische Rhythmen mit elektronischem Pop und Shaabi kombiniert, international einen Namen gemacht hat, wird am Samstag mit tanzbaren Beats zu hören sein – gefolgt von Beatboxer Daniel Mandolini, der bei der Clubnacht Raqs Night & Cairo Hip.Beat.Box die von Nasser Kilada gesungenen Poptunes aus dem Kairo der 50er und 60er Jahre rhythmisch ins Hier und Jetzt holen wird.

Am Sonntag erzeugt die experimentelle Formation FOUR DRUMMERS DRUMMING um Bandleader Albrecht Riermeier innovative Sounds und Beats durch die ungewöhnliche Kombinationen von Schlaginstrumenten und der Verschmelzung von Musikstilen.

Das Abschlusskonzert am Sonntagabend gibt die Formation Lanaya um Bandleader Aziz Sinka mit Perkussionsmusik aus unterschiedlichen westafrikanischen Traditionen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf Rhythmen verschiedener Kulturen Burkina Fasos. Zur Aufführung kommen daher insbesondere furiose Rhythmen, Lieder und Tänze der Manding. Dabei fusioniert Lanaya groovende Melodien mit rhythmischen Improvisationen und interpretiert dabei leise oder kraftvolle, traurige oder fröhliche Traditionals ganz neu.

Flankiert wird das Festival von zwei Perkussionsworkshops mit Hogir Göregen und Alfred Mehnert am Samstag und Sonntag sowie zwei Perkussionskonzerten in der Konzertreihe World Wide Music:

Am Freitag, den 13. Januar, spielen Gordon Odametey & Abaatu Band die traditionelle Perkussion aus Ghana mit aktuellen Musikrichtungen aus aller Welt kombinieren.

Am Freitag, den 27. Januar spielt das Duo Safar, das sich mit Drumset, Percussion und klassischen persischen Instrumenten auf eine musikalische und experimentelle Reise zwischen Moderne und Tradition, vom Kaspischen Meer bis an die Copacabana begibt.


Programm* 2.

Global Drums Festival

20. – 22. Januar 2017

Freitag, 20.01.2017

17:00h Hof KONZERT Zaffa – arabische Hochzeitsband
18:15h Café KONZERT Matchume Zango (Mozambique)
19:00h Saal KONZERT Rasa Daiko (Japan)
20:15h Saal KONZERT Moussa Coulibaly (Guinea/Mali), Muhammad Ra´fat & Nasser Kilada (Ägypten)
21:30h Club KONZERT TAMAM – Parzival & Ritual

Samstag, 21.01.2017

15-17h Café Workshop Alfred Mehnert & Hogir Göregen (Deutschland / Türkei)
18:00h Saal KONZERT Khader Ahmad (Libanon / Deutschland)
18:45h Saal KONZERT Nora Thiele & Saif Al-Khayyat (Deutschland/Irak)
20:00h Saal KONZERT Mohammad Reza Mortazavi (Iran)
22:00h Club PARTY Raqs Night & Cairo Hip.Beat.Box

Sonntag, 22.01.2017

14-16h Café Workshop Alfred Mehnert & Hogir Göregen
17:00h Saal KONZERT FOUR DRUMMERS DRUMMING (Deutschland)
18:30h Saal KONZERT Nabil Arbaain (Syrien) & Matthias Haffner (Deutschland)
20:00h Saal KONZERT Lanaya (Burkina Faso)

*Programmänderungen vorbehalten!

Tagesticket: 22 / 18 / 12 € (Berlin-Pass)
TAMAM: 15 / 10 / 5 € (Berlin-Pass)
Raqs Night: 10 / 5 € (erm.)
 

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