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LA SAISON ARABE

Cinema, Konzerte und ein Theaterfestival aus der arabischen Welt

Berlin, Februar 2017 - Wie immer steht der Spielplan des Mehrspartenhauses WERKSTATT DER KULTUREN auch 2017 unter der Überschrift “we celebrate cultural difference!”

Mit der diesjährigen Schwerpunktsetzung LA SAISON ARABE soll darüber hinaus insbesondere das Schaffen arabischer Künstler*innen sichtbar gemacht werden.

Passend zum laufenden BLACK HISTORY MONTH zeigt Regisseurin, Filmwissenschaftlerin und Kuratorin VIOLA SHAFIK am 23.02.17 ihren Dokumentarfilm ALI IM PARADIES. Er untersucht die Dreharbeiten zu Fassbinders ANGST ESSEN SEELE AUF, in dem Mohamed El Hedi Ben Salem, Fassbinders damaliger Lebensgefährte, den Gastarbeiter Ali spielt. Die Offenheit, aber auch die teilweise unreflektierte Naivität der Gesprächspartner*innen verdeutlicht, wie „Ali“ zur orientalistischen Projektionsfläche der Fassbinder-Gruppe wurde, um den „Anderen“, Fremden, zu schaffen. Mit einer speziellen Auswahl an Dokumentar- und Spielfilmen stellt Viola Shafik in der Arabischen Filmreihe BEYOND SPRING einmal im Monat Werke vor, die soziale und politische Verhältnisse in Augenschein nehmen, um das Verständnis für gesellschaftliche, soziale und politische Aspekte zu verbessern – sowohl in der arabischen Welt als auch hierzulande.

Ab dem 2. März findet an jedem 1. Donnerstag im Monat die von der EU finanzierte Konzertreihe ARABIAN SONG JAM zur Integration von nach Europa geflüchteten Menschen statt. Unter Leitung des Sängers, Oud-Spielers und Perkussionisten NASSER KILADA werden Neuinterpretationen populärer, arabischer Lieder und arabischer Traditionals von nach Berlin geflüchteten Musiker*innen aus Afghanistan, Eritrea, Irak und Syrien vorgestellt. Die Anlehnung an die US-amerikanische Jamsession-Kultur der 40er Jahre ist bewusst gewählt. Die damals neuartige Konzertpraxis, bei der in den Schwarzen Jazzclubs der US-Metropolen das erste Set eines Abends durch ein festes Trio oder ein Quartett eröffnet wurde, ermöglichte es neu in der Stadt befindlichen Musiker*innen beim Bandleader vorstellig zu werden und erste Kontakte in der lokalen Musikszene zu knüpfen. “Es gibt jetzt neue Musiker in der Stadt – und es gibt viele Lieder die jedes Kind aus der Region kennt”, so Bandleader Nasser Kilada, „sie so zu interpretieren, dass sie immer wieder neu klingen – das ist das, was beim ARABIAN SONG JAM passieren soll.” Die Veranstaltungsreihe ist Teil des europäischen Projektes „Sound Routes. Notes for getting closer“, das die WERKSTATT DER KULTUREN mit Partnerorganisationen in Belgien, Italien und Spanien durchführt.

Ab April findet an jedem ersten Mittwoch im Monat das FAN CAFÉ statt, ein arabischsprachiger Salon für arabischsprachige Künstler*innen, Schauspieler*innen, Theater- und Filmschaffende. “Wer will, darf ans Mikrofon treten, sich vorstellen, um Anliegen, Bitten oder Fragen vortragen“, so die ägyptische Theaterwissenschaftlerin DR. DR. MARWA ABIDOUH, die das Netzwerkstreffen leiten wird.

Zudem erwartet die Besucher*innen der WERKSTATT DER KULTUREN in den kommenden Monaten neben AUSSTELLUNGEN arabischer Künstler*innen sowie FADFADAH Erzähl-Workshops mit anschließenden Präsentationen auch das BERLIN FESTIVAL FOR ARABIC SPEAKING THEATRE vom 25. bis 30. November 2017 mit Gastgruppen aus unterschiedlichen Ländern Nordafrikas und der Golfregion.


Für mehr Informationen und Bildmaterial kontaktieren Sie bitte:
presse@werkstatt-der-kulturen.de

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