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Karneval der Kulturen - Preisträger 2011

Karneval der Kulturen

Die Preisträger des Wettbewerbs 2011

Preise für drei Gesamtformationen
dotiert mit je 1.000 Euro

Comparsa Chamanes e.V. (107 Punkte)
Unter Leitung der kolumbianischen Künstlerin Nubia Ramirez präsentiert die Gruppe das Thema Wasser – ein Recht für alle Lebewesen. Der Gott Triton kündigt eine Parodie von Symbolen und Mythen verschiedener Herkunft an, die für Wasser stehen: Ein Schiff mit Illusionsfischern. Die Seepferdchen der Perkussionsgruppe ‚Frieddrums‘ mit ihren eigenen Kompositionen. Ein Wasserfall, an dem Nymphen und Satyre tanzen. Ein Ziehbrunnen, an dem Wasserträger unser Elixier verteilen. Eine Dusche, moderner Luxus. Am Ende Giganten, Geister einer Welt ohne Wasser …

Der ungarische Schnurrbart (99 Punkte)
Puszta, Paprika, Palinka. Kein Wodka, aber Wein. Zigeunermusik. Piroschka und Julischka. Mittel-Ost-Europa oder schon auf dem Balkan? Budapest, nicht Bukarest, aber Balaton, die ‚schönsten Frauen‘. Die Antwort der Berliner Ungarn auf diese Stereotypen findet Ihr auf dem Ungarn-Lkw (und auf der Party danach). DJs von Goulasch Exotica und Tänzer sorgen für scharfe Stimmung, zeigen, wie Tradition mit dem heutigen Berliner Leben zusammenwirkt. Lass Deinen Schnurrbart nicht zuhause!

Kidz 44 – Wir sind Neukölln!!! (96 Punkte)
Neuköllner Kidz leben, sie sind aktiv, sind meistens fröhlich, doch auch aggressiv, sie sind keine Luschen, sie sind hellwach, anstatt zu kuschen, machen sie Krach. Wir sind viele Farben und auch viele Graus, wir sind das Problem und die Lösung kommt raus, wir sind aus vielen Ländern und sind doch hier zuhaus’, wir lernen und wir feiern und das nicht schlecht, wir sind der Kiez-Krach und der Kiez-Klang erst recht.


Preise für zwei Wagen
dotiert mit je 750 Euro

Tarantella in Berlin und Basilicata-Berlin e.V.
‚Tanz auf dem Vulkan!‘ Wenn alles um uns herum unterzugehen droht – z.B. in den gewaltigen Müllbergen Süditaliens – bleibt uns nichts weiter übrig, als zu feiern, Tarantella zu tanzen und in einer langen Prozession das ‚Göttliche‘ zu suchen! Nicht um zu vergessen, sondern um uns zu befreien – vom Gift des Tarantelbisses, aber auch von allen gesellschaftlichen Zwängen! Lasst Euch von uns mitreißen! Der ‚Tarantella-Wagen‘ wird vom Basilicata-Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Hermann-Nohl-Schule Britz gestaltet.

Begründung der Juroren Ricardo Ramirez und Gilvan Coêlho de Oliveira:
Der Wagen überzeugte in seiner organischen Verbundenheit von Kostümen und Performance. Die Gruppe / der Wagen zeichnete sich durch große Phantasie aus, die mit einfachsten Materialien – hier insbesondere hervorzuheben Müll bzw. Recyclingstoffe, verbunden mit kulturellen Referenzen wie Ikonenbilder aus Italien, zum Ausdruck gebracht wurde. Der Wagen überzeugte auch thematisch/politisch. Dieser Gesamteindruck wurde verstärkt durch die lustvolle Performance.


Kellerkinder, Sisyphos & Kinder des Mondes
Der Zirkus geht weiter. Wie in den letzten Jahren geht es uns um jene kreative Art und Weise, eine Wunschwelt möglichst spielerisch autark zu kreieren. Dieses Mal übertreibt unser ganzes Dorf Sisyphos. Am Anfang verzaubern Euch die Kinder des Mondes, die um, auf und in der Kellerwehr – der Front unseres wandelnden Dorfes – mit schaustellerischen Künsten sie umschwärmen. Das Heck stellt der alte Polima, der Euch wilden Techno-Balkan um die Ohren schallt, Euch nass spritzt, beglitzert und mit Federn schmückt.

Begründung der Juroren Ricardo Ramirez und Gilvan Coêlho de Oliveira:
Das Konzept der Einfachheit verbunden mit einem Material-Mix aus der Natur bis hin zu echten Bäumen, die mit popkulturellen und schöpferischen Referenzen wie Disco-Kugel, Koffern (Reisen), Wanduhr (Zeit) eine eigene kleine Welt erschaffen. Auch hier gefiel der politische Ansatz und die Lebendigkeit der Gruppe / Performance.


Preise für zwei Kinder- und Jugendgruppen
dotiert mit je 500 Euro


Dschungel des (Kultur)Lebens: FSJ Kultur!
Aktuell ca. 130 junge Freiwillige gestalten in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) das kulturelle Leben in Berlin-Brandenburg mit. So bunt wie das Spektrum der beteiligten Kultureinrichtungen sind ihre Erfahrungen und künstlerischen Ideen, die sie in einer multimedialen Performance präsentieren. Das Arrangement aus Choreographie, Kostümen, Bühnenbild und Musik wurde in einem einwöchigen künstlerischen Bildungsseminar in der Jugendkunstschule Atrium von den Jugendlichen erarbeitet.

Begründung der Juroren Tanja Pfefferlein und David Amaechi Dibiah:
Die Jugendlichen überzeugten mit einer Performance, die nicht nur mit viel Freude vorgetragen wurde, sondern auch mit einer sehr stimmigen Dramaturgie. Die besonders phantasievollen Kostüme ebenso wie der Gesamteindruck, legen nahe, dass dem eine fruchtbare Auseinandersetzung mit dem Kulturbegriff zugrunde lag. Jedes Detail regte zu neuen Blicken und Gedanken an!


StreetUnivercity
Die StreetUnivercity Berlin (Preisträger der Jugendgruppen 2010) um Gió Di Sera wird auch in diesem Jahr mit ihrem bunten Angebot und ihrer Mischung aus Kreativität, Musik, Tanz und viel guter Laune dabei sein. Lasst Euch von der Energie und dem Spirit der Berliner Jugend begeistern! Das Subsoundsystem zeigt Euch die Stars von Morgen schon heute. Der StreetUnivercity Berlin e.V. ist ein freier Träger für außerschulische Bildung für Jugendliche von 15 – 25 Jahren.

Begründung der Juroren Tanja Pfefferlein und David Amaechi Dibiah:
StreetUnivercity überzeugte durch eine sehr schön abgestimmte Musik- und Tanzperformance in der sich Mädchen und Jungen verschiedener Herkünfte gleichberechtigt mit HipHop und Rap präsentierten. Mit großem Selbstbewusstsein trugen sie die selbstgeschriebenen deutschsprachigen Songs vor. Die gesamte Gruppe vermittelte die unbedingte Lust, gesellschaftlich aktiv zu sein.


 

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