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Kiez der Kinder - Das preisgekröntes Jugendprojekt jetzt auf DVD!

 

Im Herbst 2010 drehten die Kinder der Karlsgarten Grundschule in Neukölln gemeinsam mit Filmemacherinnen der benachbarten Werkstatt der Kulturen einen „Videobrief“. Darin zeigen sie Orte und Menschen aus ihrem Kiez und erzählen Geschichten aus ihrem Leben, manche davon wahr und manche erträumt. Diesen Film schickten sie mit den Filmemacherinnen an die Kinder der Lemgo-Grundschule auf der anderen Seite der Hasenheide, die daraufhin einen Videobrief über ihren Kreuzberger Graefekiez drehten. Diesen erhielten im Herbst 2011 die Kinder der Lichtenberger Hermann-Gmeiner-Grundschule, denn in der zweiten Projektphase wanderte das Projekt aus der Innenstadt an die Stadtränder Berlins. Von Lichtenberg ging es im Frühling 2012 dann weiter an die Wilhelm-Busch-Grundschule in Marzahn und an die Grundschule an der Peckwisch im Märkischen Viertel in Reinickendorf, beides Schulen, die unmittelbar an Brandenburg angrenzen.

Die Filme vermischen Fiktion und Realität und bestehen aus dokumentarischen, inszenierten sowie animierten Teilen, die miteinander verwoben sind. Ziele des Filmprojekts sind die Förderung von Kreativität, sozialer und mediengestalterischer Kompetenz und Wertschätzung der kulturellen Vielfalt in den Schulklassen. Als Forscher, Reporter, Bastler, Trickanimateure, Schauspieler, Kameraleute und Stadtentwickler sammeln die Kinder vielfältige Erfahrungen und erschließen sich ihre Kieze als gemeinsam erlebbaren und nutzbaren Raum. Durch den Aspekt der Videobrieffreundschaft schauen die Kinder auch über den eigenen Tellerrand hinaus und vergleichen ihre Lebenswelt mit der von Kindern aus anderen Stadtteilen.

So ermöglichen die Filme einen Blick durch die Augen von Kindern auf sogenannte Brennpunkte Berlins und leisten einen innovativen Beitrag zu Diskussionen über Bildung, Integration und Stadtentwicklung. Durch die Beteilung vieler Schulen und Kiezakteure findet eine stadtweite Vernetzung statt.

Wo kann man die Filme sehen?

Die Filme der Schulkassen werden auf gemeinsamen Premieren in der Werkstatt der Kulturen in Neukölln präsentiert. Hier lernen sich die „Videobrieffreunde“ persönlich kennen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion haben sie Gelegenheit, sich gegenseitig Fragen über ihre Filme und Kieze zu stellen. Eindrucksvoll wurde auf der Premiere der Filme aus Neukölln und Kreuzberg im März 2011 deutlich, wie viel die Kinder während der Projektwochen über filmisches Arbeiten und über Teamarbeit gelernt hatten und dass sie sich intensiv mit ihren Lebenswelten auseinandergesetzt hatten. Die Filme aus Lichtenberg, Marzahn und Reinickendorf werden am 15. Juni 2012 Premiere feiern. Außerdem sind alle Filme natürlich hier auf unserer Homepage zu sehen, sie erscheinen auf DVD, werden im Offenen Kanal Berlin ALEX ausgestrahlt und bei Filmfestivals eingereicht.

Bisherige Filmfestivals und Preise

* Kinder- und Jugendfilmfestival „REC for Kids“: Gewinner Silberner Clip.
* Deutscher Multimediapreises „MB21 – Mediale Bildwelten“: Gewinner Sonderpreis „Online vernetzt“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
* „Berliner Kinder- und Jugend Filmfestival Young Movie Makers“.

Das Projekt ist langfristig angelegt, Ziel ist eine Videostadtkarte aus Sicht von Berliner Kindern aus möglichst vielen verschiedenen Bezirken. Zentrum unserer Webseite ist eine Videostadtkarte, auf der die beteiligten Bezirke angeklickt werden können und zu den jeweiligen Filmen führen. Die Seite soll dazu dienen, die Kinder untereinander und mit Kiezakteuren zu vernetzen, ihnen ein Forum zu bieten sowie ihre Filme und Ideen für die Stadt der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

Die Filmemacherinnen

Irati Elorrieta ist Autorin und Filmemacherin. Sie hat den Erzählungsroman "Burbuilak" veröffentlicht und mehrere Videoarbeiten gemacht, die international gezeigt wurden. Sie hat als Cutterin für TV-Produktionen gearbeitet, darunter eine Kinder-Doku-Serie. Sie ist Mitglied des Lichtblick Kinos und war dort von 2005 bis 2009 für das Programm der monatlichen Kurzfilmreihe "Kurz Gesehen" verantwortlich.

Masayo Kajimura ist Videokünstlerin und Kuratorin. Sie hat mehrere Kurzfilme, Videoinstallationen und interdisziplinäre Arbeiten mit Tanz und Musik gemacht, die international gezeigt und ausgestellt werden. Als Kuratorin gestaltet sie Filmprogramme und Videokunstausstellungen und ist seit 2008 für die monatliche Filmreihe "Made in Europe" in der Werkstatt der Kulturen zuständig.

Inga Pfafferott ist Psychologin und Filmemacherin. Neben der Arbeit an Dokumentarfilmen als Kamerafrau und Regisseurin leitet sie seit 2006 interkulturelle medienpädagogische Projekte mit Kindern und Jugendlichen auf lokaler und europäischer Ebene.

Die Verantwortung für Projektkonzeption und Durchführung liegt bei den Filmemacherinnen, die mit der Werkstatt der Kulturen zusammenarbeiten. In jeder Phase des Projekts gibt es dabei eine enge Kooperation mit den Lehrerinnen und während der Projektwoche darüber hinaus Unterstützung durch Assistent/innen: Theresa von Dassel, Elizabeth Grenier, Martin Hansen, Paul Esra Martin, Julian Rabus, Joey Steffens und Yagi Taffere.

 

 

 

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