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Hamburg Zentrum Schwarzer Kommunisten

Der Historiker und Universitätsprofessor Hakim Adi stellt in einer bundesweiten Lesetour sein neues Buch „Pan-Africanism and Communism; The Communist International, Africa and the Diaspora, 1919-1939“ in vier deutschen Städten vor: Berlin, Bayreuth, München, Hamburg.

“Deutschland stand im Zentrum der Aktivitäten der Komintern zur Befreiung Afrikas und der Afrikaner. Die erste „International conference of Negro workers“ wurde 1930 in Hamburg abgehalten. Anschließend fand das „International Trade Union Committee of Negro Workers“, das zunächst von dem African American James Ford und dann von George Padmore aus Trinidad geleitet wurde, seinen Sitz in der Stadt – bis Padmore 1933 von den Nazis verhaftet wurde,” so Hakim Adi.

 

Das Buch untersucht die Beziehungen zwischen der Kommunistischen Internationale (Komintern) und den globalen Unabhängigkeitsbewegungen in Afrika und der afrikanischen Diaspora zwischen den beiden Weltkriegen. Insbesondere befasst es sich mit der Geschichte des 1928 gegründeten International Trade Union Committee of Negro Workers (ITUCNW), und seinen Aktivitäten in Afrika, den Vereinigten Staaten, der Karibik und Europa. Im Rückgriff auf Moskauer Archive der Kommunistischen Internationale, Archivmaterial aus afrikanischen Staaten, den USA, Großbritannien und Frankreich, sowie andere kürzlich veröffentliche Quellen, untersucht es auch die Evolution und Entwicklung des Umgangs der Komintern mit der sogenannten “Negro Question,” wie Fragestellungen, die in Beziehung zu Afrika und der Diaspora standen, genannt wurden; ein Umgang der eine Schlüsselrolle spielte in der Entwicklung des Pan-Afrikanismus, sowie der anti-kolonialen and anti-rassistischen Politik der Zeit. Das Buch bezieht sich auf frühere Untersuchungen der Beziehungen zwischen der Komintern und Afro-Amerikanern, sowie auf Arbeiten über die Geschichte der „Communist Party of South Africa, um zu beschreiben, wie und warum die Komintern in Bezug auf Afrika und die afrikanische Diaspora eine pan-afrikanische Herangehensweise annahm. Zugleich beleuchtet es die Rolle afrikanischer, afroamerikanischer und karibischer Aktivist_innen bei der Entscheidung für diesen Ansatz und dessen Umsetzung.

Viele prominente Persönlichkeiten und Aktivisten, wie Paul Robeson, Langston Hughes, Claude McKay, Jacques Roumain, Jomo Kenyatta, Isaac Wallace-Johnson und George Padmore, sympathisierten in dieser Periode mit der kommunistischen Bewegung, weil sie die einzige internationale Bewegung war, die sich für die Veränderung der globalen kolonialrassistischen politischen Ordnung einsetzte.

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Auf Einladung der WERKSTATT DER KULTUREN Berlin und des Seminars für Afrikawissenschaften der Humboldt Universität Berlin, sowie in Kooperation mit der Bayreuth Academy of Advanced African Studies, dem AK Panafrikanismus München und dem Café Timbuktu in Hamburg stellt Hakim Adi vom 10. – 16. April 2014 „Pan-Africanism and Communism; The Communist International, Africa and the Diaspora, 1919-1939“ in folgenden Städten vor:

10. April 2014 – Bayreuth: Bayreuth Academy of Advanced African Studies
www.bayreuth-academy.uni-bayreuth.de

12. April 2014 – München: AK Panafrikanismus München
www.panafrikanismusforum.net

15. April 2014 – Hamburg: Café Timbuktu
www.reisen-mit-respekt.de

16. April 2014 – Berlin: WERKSTATT DER KULTUREN
www.werkstatt-der-kulturen.de

Eine Veranstaltungsreihe der Werkstatt der Kulturen in Kooperation mit

 

  

Hakim Adi (Ph.D. SOAS, London University) is currently Reader in the History of Africa and the African Diaspora at the University of Chichester in England. He is the author of West Africans in Britain 1900-1960: Nationalism, Pan-Africanism and Communism (London, 1998); joint author (with M. Sherwood) of The 1945 Manchester Pan-African Congress Revisited (London, 1995) and Pan-African History: Political Figures from Africa and the Diaspora since 1787 (London, 2003). He has written widely on Pan-Africanism and the modern political history of the African Diaspora, especially on Africans in Britain and has also written three books for children. He is currently working on a film documentary on the West African Students’ Union.

 

www.wasuproject.org.uk | h.adi@chi.ac.uk

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