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Jugendliche Geflüchtete aus Nordkorea in der WERKSTATT DER KULTUREN

Vor 70 Jahren wurde Korea von der Kolonialherrschaft Japans befreit. Doch die Freude währte nur kurz. Korea wurde durch die Siegermächte, Sowjetunion und USA, entlang des 38. Breitengrades geteilt. 1950 brach der Koreakrieg aus, der das Land verheerend verwüstete. Die Grenze zwischen Nord und Süd ist auch heute noch unüberwindbar.

Das Theaterensemble SETNET bestehend aus Jugendlichen die aus Nordkorea flohen kommt zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit von Südkorea nach Deutschland um in Dresden und Berlin auftreten. Die speziell für Deutschland entwickelte, nonverbale Performance führt das Publikum mit Musik, Tänzen, Spielen, Pantomime, Puppenspiele, Foto- und Filmmaterialien in die Geschichte des geteilten Koreas ein und erzählt auch vom Leben als Geflüchtete.

In acht Szenen wird, beginnend mit dem Koreakrieg, die Teilung, Flucht aus Hungersnot und die Ankunft in Südkorea erzählt. Dabei nimmt das Theater auch die südkoreanische Gesellschaft kritisch unter die Lupe. So kehren manche Jugendliche der neuen Heimat enttäuscht den Rücken und wandern in ein Drittland aus. Der eindrucksvolle Kurzfilm „Einfache Fahrt“ über das Phänomen der Abwanderung wird in die Performance integriert.


2004 wurde die SETNET Schule als alternative Schule ins Leben gerufen, um die aus Nordkorea geflüchteten Jugendlichen bei ihrer Ankunft in Südkorea zu unterstützen. Die künstlerische Selbsterfahrung im Theaterensemble der Schule soll zur Stärkung der eigenen Identität beitragen. Seit 2007 hat das Theater SETNET Aufführungen nicht nur in Südkorea, sondern auch in den Nachbarländern gehabt. Dies ist ihre erste Reise nach Europa.

PROGRAMM

04.12.2015

20:00 Uhr: Begrüßung + Konzert, Isang Yun: Der Eremit am Wasser für Altflöte solo (1993), Ji-Ye Paeng (Altflöte)
20:15 Uhr: Vor dem Stacheldraht… Duett für eine Stimme
21:25 Uhr: Pause (10 min.)
21:35 Uhr: Q+A
22:15 Uhr: Gruppentanz

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