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1. creole Musikfilm-Fest - Von Marokko bis Afghanistan

PRESSEMITTEILUNG

1. creole-Musikfilmfest in der WERKSTATT DER KULTUREN

01.11.2016 - All denjenigen, die den kommenden 6. creole-Musikwettbewerb kaum erwarten können, soll das 1. creole-Musikfilmfest die Wartezeit ein wenig verkürzen.

Vom 11. bis 13. November 2016 findet im traditionsreichen Veranstaltungshaus am Hermannplatz, das 1. creole Musikfilmfest unter dem Titel »Von Marokko bis Afghanistan«, statt. Mit dieser regionalen Schwerpunktsetzung in Maghreb und West-Asien will die WERKSTATT DER KULTUREN dem derzeit verstärkten Interesse an den Ländern Nordafrikas und des arabischen Raumes eine weitere, eher unbeachtete Facette hinzufügen: die der Musik.

»Musik ist immer ein Spiegel der Gesellschaft“, meint hierzu der in Berlin lebende Kurator des 1. creole Musikfilmfestes, der Regisseur und Filmkritiker Hakim El-Hachoumi aus Casablanca. „Sie öffnet eine Tür zu politischen, kulturellen und sozialen Fragestellungen und Themen im Allgemeinen. Unser Festival erzählt Geschichten, die hinter der Musik liegen«.

Tatsächlich bildet die Filmauswahl ein breites Spektrum von hoher kulturgeschichtlicher Relevanz und politischer Brisanz ab. Die Auswahl der beim 1. creole-Musikfilmfest vorgestellten Arbeiten reicht vom Dokumentarfilm über die Geschichte der Entstehung einer marokkanischen Gnawa-Band („Trances El Hal“), über die Biografie der legendären, international verehrten ägyptischen Sängerin Oum Kalthoum („Dananir“) bis hin zum Spielfilm über junge Independent-Musiker im konservativen Iran („No One Knows About Persian Cats“).

Aber auch Fans von Live-Veranstaltungen kommen beim 1. creole-Musikfilmfest voll auf ihre Kosten: am Auftaktabend spielt die Formation „Berlin Oriental Group“ während die Filmscreenings flankiert werden von einem Podiumsgespräch mit dem Sänger und Preisträger des 5. creole-Musikwettbewerb, Nasser Kilada.

Das neue, genreübergreifende creole-Musikfilmfest will ebenso wie der alle zwei Jahre stattfindende creole-Musikwettbewerb einen transkulturellen Erlebnis-, Diskurs- und Begegnungsraum für alte und neue Berliner*innen schaffen – nicht zuletzt auch für neu angekommene Musiker*innen aus Ländern »von Marokko bis Afghanistan«.

Nasser Kilada

Der Sänger, Perkussionist und Oud-Spieler wuchs inmitten traditioneller koptischer Musik in Ägypten auf. Nach einem fünfjährigen Studium der klassischen Musik an der Helvan-Universität in Kairo entdeckte er seine Liebe für moderne Musik. So spielt Nasser Kilada mit seinem Ensemble Ranin moderne Sounds mit afro-arabisichen Beats und verbindet ägyptische und koptische Melodien mit westlichen Musikstilen.

Kuration
Hakim El-Hachoumi

Nach Ende seines Mathematikstudiums in Marokko studierte Hakim El-Hachoumi Regie in Paris und St. Petersburg. Er arbeitete in verschiedenen Theaterproduktionen in Marokko, Paris und Berlin. Heute lebt Hakim El-Hachoumi in Berlin und arbeitet als freischaffender Filmemacher, Autor sowie als Dozent an der Freien Universität Berlin.


PROGRAMM

Freitag, 11.11.2016

19 Uhr Eröffnung und Film Trances El Hal | Saal21 Uhr Konzert: Berlin Oriental Group präsentiert von World Wide Music | Club

Samstag, 12.11.2016

17 Uhr Begrüßung und Film Road through Kurdistan | Saal
19 Uhr Film No one knows about Persian Cats | Saal

Sonntag, 13.11.2016

14 Uhr Gespräch mit Nasser Kilada & Hakim El-Hachoumi | Saal
14:30 Uhr Film Dananir | Saal
16 Uhr Oud-Spiel von Nasser Kilada | Saal
17 Uhr Abschlussfilm Fairuz: We loved each other so much | Saal

 

Die WERKSTATT DER KULTUREN ist ein Ort der Präsentation und Repräsentation, der lokalen und globalen, der traditionellen und kontemporären Kulturpraktiken und Künste. In einer Welt, in der lokale und globale Fragestellungen untrennbar mit internationalen Migrationsgeschichten verbunden sind, zelebriert die WERKSTATT DER KULTUREN kulturelle Differenz!

Als Veranstaltungshaus und (Festival)Produzentin macht sich die WERKSTATT DER KULTUREN zur Aufgabe, aktuelle (kultur- und migrations)politische Entwicklungen in den Blick zu nehmen und sie mittels unterschiedlicher Kunst-, Kultur- und Aktionsformen zu thematisieren. Im Herzen von "Kreuzkölln" schafft sie (Frei)Räume zur Kommentierung und Mitgestaltung laufender Diskurse und zur Gestaltung und Sichtbarmachung von Kunst- und Kulturproduktionen aus den unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Milieus der Stadt – unter besonderer Berücksichtigung der Arbeiten von People of Color, Schwarzer Menschen und Angehöriger weiterer ethnischer oder kultureller Minderheiten.

In ihrer Funktion als Plattform für Kunst, Kultur und Aktion ist die WERKSTATT DER KULTUREN ein Treffpunkt für die vielen Berliner_innen mit engen biographischen Bezügen zu unterschiedlichen Regionen und Kulturen der Welt – und damit auch zu unterschiedlichen kulturellen Milieus der Stadt.

Jeden Monat finden in der WERKSTATT DER KULTUREN bis zu 50 Veranstaltungen statt. Dabei ist das Veranstaltungshaus am Hermannplatz eine der wenigen Kultureinrichtungen bundesweit, die ihren Fokus konsequent auf Transkulturalität und Diversität setzt und damit die Berliner Vielfalt migrantischer und minoritärer Kultur-, Kunst- und Aktionsformen abbildet.
Unter dem Leitmotiv „We celebrate cultural difference!“ werden in der WERKSTATT DER KULTURENFilm(reihen), (Henna)Feste, (kultur- und migrationspolitische) Paneldiskussionen, (kurdische und chinesische) Neujahrsfeste, Literatur(abende), Musik(festivals), Perfomances, Tanz(theater), (Salsa)Partys, und andere Formen der Begegnung und des Networking zu einem genreübergreifenden Programm fusioniert.

 

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