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EU finanziert Integration von geflüchteten Musiker*innen

PRESSEMITTEILUNG
 

13.12.2016 - EU finanziert Integration von geflüchteten Musiker*innen - Arabische Konzertreihe in der WERKSTATT DER KULTUREN


Berlin, Dezember 2016. Ab März 2017 findet in der WERKSTATT DER KULTUREN an jedem 1. Donnerstag im Monat die Konzertreihe Arab Song Jam statt. Die neue Reihe ist ein Teilprojekt des EU finanzierten Projektes The sound routes. Notes for getting closer zur Integration von Refugees in Europa, das die Berliner WERKSTATT DER KULTUREN in Kooperation mit Partnerorganisationen in Belgien, Italien und Spanien realisiert.

Unter Leitung des Sängers, Oud-Spielers und Perkussionisten Nasser Kilada werden für die 10-teilige Konzertreihe, Neuinterpretationen populärer, arabischer Lieder von nach Berlin geflüchteten Musiker*Innen aus Afghanistan, Eritrea, Irak und Syrien auf die unterschiedlichen Bühnen der WERKSTATT DER KULTUREN gebracht.

Die neue Konzertreihe lehnt sich mit ihrem Format an die US-amerikanische Jamsession-Kultur der 40er Jahre an. Die damals neuartige Konzertpraxis, bei der in den Schwarzen Jazzclubs der US-Metropolen das erste Set eines Abends durch ein festes Trio oder ein Quartett eröffnet wurde, während für das zweite Set, neu in der Stadt befindliche Musiker*innen beim Bandleader vorstellig wurden, verhalf dem Jazz zu seiner Lebendigkeit, Innovationsfähigkeit und Virtuosität - und damit zu seinem Siegeszug um den Globus.

„Wir haben viele sehr talentierte neue Musikerinnen und Musiker in der Stadt. Da können wir es uns leisten beim Arab Song Jam immer schon im ersten Set einen Special Guest vorzustellen” erklärt Nasser Kilada, “es gibt viele Lieder die jedes Kind aus der Region kennt. Sie so zu interpretieren, dass sie immer wieder neu klingen – das ist die hohe Kunst.”

Ähnlich wie Jamsessions sich seit Jahrzehnten, am international etablierten Real Book mit seinen bekannten Jazzstandards orientiert, bedient sich die neue Konzertreihe Arab Song Jam mehrheitlich aus einem arabischsprachigen Lied-Repertoire, das in den 50er und 60er Jahren durch die legendären Sängerinnen Oum Kalthoum aus Kairo und Fairuz aus Beirut in der arabischen Großregion verbreitet wurde.

Arab Song Jam spricht natürlich zunächst einmal arabischsprachige Musiker*innen und Besucher*innen an - einfach weil hier Produzent*innen und Rezipient*innen auf einen gemeinsamen künstlerischen Wissenskanon zugreifen, den sie dann in einem gemeinsamen kreierten Raum zum swingen bringen können,“ so Philippa Ebéné, Leiterin der WERKSTATT DER KULTUREN, „aber die Berliner Musikszene ist sehr international. Allerspätestens bei der Jamsession, werden auch kubanische, eriträische, deutsche und afghanische Musiker*innen einsteigen.”

Ein großes Abschlusskonzert mit den beteiligten Musiker*innen in Belgien, Italien und Spanien ist für Ende 2017 geplant. Der Besuch der Konzertreihe ist kostenfrei – Spenden sind erwünscht.
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Die WERKSTATT DER KULTUREN ist ein Ort der Präsentation und Repräsentation, der lokalen und globalen, der traditionellen und kontemporären Kulturpraktiken und Künste. In einer Welt, in der lokale und globale Fragestellungen untrennbar mit internationalen Migrationsgeschichten verbunden sind, zelebriert die WERKSTATT DER KULTUREN kulturelle Differenz!

Als Veranstaltungshaus und (Festival)Produzentin macht sich die WERKSTATT DER KULTUREN zur Aufgabe, aktuelle (kultur- und migrations)politische Entwicklungen in den Blick zu nehmen und sie mittels unterschiedlicher Kunst-, Kultur- und Aktionsformen zu thematisieren. Im Herzen von "Kreuzkölln" schafft sie (Frei)Räume zur Kommentierung und Mitgestaltung laufender Diskurse und zur Gestaltung und Sichtbarmachung von Kunst- und Kulturproduktionen aus den unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Milieus der Stadt – unter besonderer Berücksichtigung der Arbeiten von People of Color, Schwarzer Menschen und Angehöriger weiterer ethnischer oder kultureller Minderheiten.

In ihrer Funktion als Plattform für Kunst, Kultur und Aktion ist die WERKSTATT DER KULTUREN ein Treffpunkt für die vielen Berliner_innen mit engen biographischen Bezügen zu unterschiedlichen Regionen und Kulturen der Welt – und damit auch zu unterschiedlichen kulturellen Milieus der Stadt.

Jeden Monat finden in der WERKSTATT DER KULTUREN bis zu 50 Veranstaltungen statt. Dabei ist das Veranstaltungshaus am Hermannplatz eine der wenigen Kultureinrichtungen bundesweit, die ihren Fokus konsequent auf Transkulturalität und Diversität setzt und damit die Berliner Vielfalt migrantischer und minoritärer Kultur-, Kunst- und Aktionsformen abbildet.
Unter dem Leitmotiv „We celebrate cultural difference!“ werden in der WERKSTATT DER KULTURENFilm(reihen), (Henna)Feste, (kultur- und migrationspolitische) Paneldiskussionen, (kurdische und chinesische) Neujahrsfeste, Literatur(abende), Musik(festivals), Perfomances, Tanz(theater), (Salsa)Partys, und andere Formen der Begegnung und des Networking zu einem genreübergreifenden Programm fusioniert.


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