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Fukushima - The Aftermath | PRESSEMITTEILUNG

  

“Am 18. März 2011, bin ich in der WdK aufgetreten. Es war eine Jazz-Performance, namens “Licht und Schatten”, die die Geschichte der alten japanischen Sage von Amaterasu (Sonnengöttin) und Susanoo (Gott des Sturmes und der Meere) erzählte. Es war eine Mischung von Jazz- und Opernmusik, Balett- und Butoh-Tanz. Diese Performance, sieben Tage nach der Fukushima-Katastrophe, war für mich wie ein Zeichen. Es war mir wichtig, dass die Veranstaltung “Fukushima - The Aftermath” in der WdK stattfindet.”

Der Kontrabassist und Komponist Akira Ando, der seit 16 Jahren in Berlin lebt und in der hiesigen Jazz-Szene tief verwurzelt ist, ist der Hauptveranstalter der Eventreihe “Fukushima - The Aftermath 2016”. Am 11. März 2016 gestalten Akira Ando und Tsukasa Yajima "Fukushima - The Aftermath 2016" in Zusammenarbeit mit der WERKSTATT DER KULTUREN.



Akira Ando.

Vor zwei Jahren fand die erste Veranstaltung statt. Die WdK erklärte sich bereit für diese Veranstaltung ihre gesamten Räumlichkeiten und ihre Mitarbeiter unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Er brachte mehr als 60 Künstler_innen, darunter Musiker_innen, Tänzer_innen, Maler_innen, Fotograph_innen, Dichter_innen und Performance-Künstler_innen aus der ganzen Welt (Japan, Korea, Deutschland, USA, Brasilien, Italien, Polen, Griechenland, u.a.) zusammen, die ihre Gefühle und Gedanken zur Katastrophe von Fukushima in der ihnen eigenen Kunstform zum Ausdruck bringen. Das Ergebnis zeigte, dass viele Künstler_innen angesichts der ernsten Situation zutiefst betroffen und besorgt sind. Es machte gleichermaßen deutlich, dass die Katastrophe von Fukushima kein rein nationales, sondern ein globales Problem darstellt.

Am 29. Februar 2016 wurden nämlich drei frühere Topmanager des Betreibers des Katastrophenreaktors Fukushima Tepco wegen Verstoßes gegen die Sorgfaltspflicht angeklagt. Eine Woche hat der Betreiber des Katastrophenreaktors von Fukushima, Tepco, fünf Jahre nach dem Unglück eingestanden, zu spät über die Kernschmelze informiert zu haben. Es war das schwerste Atomunglück seit dem Gau von Tschernobyl 1986.

Diese Musiker_innen, Tänzer_innen, Performance-Künstler_innen fühlen sich dazu verantwortlich, das Thema “Fukushima” wachzuhalten und den kommenden Generationen schuldig, die vor einer hoch kontaminierten Welt bewahrt sein müssen. Darum geht es auch in der anschliessenden Diskussionsrunde: "FUKUSHIMA: 5 Jahre nach der Katastrophe - Wie geht es weiter?“

“Fukushima - The Aftermath” findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Protestival" zum Themenkomplex "Atomenergie und Demokratie" statt, die zwischen dem 5. Jahrestag von Fukushima (11.03.2016) und dem 30. Jahrestag von Tschernobyl (26.04.2016) organisiert wird.

Das detaillierte Programm findet sich unter: Spieplan
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