September 2010

 

FILMSURPRISE

Donnerstag 30.09.2010 19:00 Uhr | Club

Eintritt: Frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen

Produktion

Der Filmabend: Sergej Paradschanow 1924-1990
Ein Projekt von Irina Kurtishvili

Vorfilm - „Ich, Sergej Paradschanow“ (2001, 24 min)
HAUPTFILM - "Die Legende der Festung Surami"
AMBAVI SURAMIS TZIKHISA / LEGENDA O SURAMSKOJ KREPOSTI
UDSSR/Georgien, 1984, Regie: Sergej Paradschanow, Dodo Abaschidse, 82 Min., DVD, OmdU
Gesamtlänge Filmabend: ca. 150 min (2 St.30 min)

Der Filmabend anlässlich Sergei Paradschanows zwanzigsten Todestag zeigt der Film „Die Legende der Festung Surami“ – das späte Meisterwerk des legendären Regisseurs. Dem Paradschanow ist es gelungen, der sowjetischen Filmbürokratie einen künstlerischen Freiraum abzutrotzen, der ihm erlaubte, vordergründig herkömmliche filmische Sujets in eigener, kompromissloser Weise umzusetzen. Die Filme Paradschanows sind ein völlig eigenständiges, konsistentes Werk, das eine bewundernswerte, opulente und üppige Synthese von künstlerischen und philosophischen Ideen bildet – eben Cinéma pur.
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VORFILM - „Ich, Sergej Paradschanow“ (2001, 24 min)
Als Vorfilm wird der Kurzfilm „Ich, Sergej Paradschanow“ von Levon Grigorian gezeigt, Seine Beziehung mit dem Maestro erlaubte ihm, das Leben von Paradschanow sowohl in täglichen Situationen als auch in seinen kreativen Ausbrüchen filmisch aufzuzeichnen.
Der Kurzfilm enthält einzigartige Aufnahmen, die uns hinter die Kulissen von Paradschanows spätem Meisterwerk “Die Legende der Festung Surami“ blicken lassen, das im Auftrag des Studio „Georgien Film“ im Jahr 1984 realisiert wurde.

Dokumentiert ist vor allem Paradschanows Geburtshaus im Stadtteil „Mtazminda“ in Tbilissi, welches er nach der Entlassung aus der Gefangenschaft 1978 wieder bezog und in dem er zehn Jahre in den ärmlichsten Verhältnissen allein lebte. Ein Holzbau mit umlaufender Balustrade, ohne Telefon, ohne fließendes Wasser und Gas.

HAUPTFILM - "Die Legende der Festung Surami"

AMBAVI SURAMIS TZIKHISA / LEGENDA O SURAMSKOJ KREPOSTI
UDSSR/Georgien, 1984, Regie: Sergej Paradschanow, Dodo Abaschidse, 82 Min., DVD, OmdU

Mit: Sophiko Tschiaureli, Dodo Abaschidse, Veriko Andjaparidse, Levan Utschaneishvili, Zurab Kipschidse u.a.

Dem Film liegt eine georgische Legende zugrunde: Um ausländische Eroberer zurückschlagen zu können, will das Volk eine Festung errichten. Doch die Festung stürzt immer wieder kurz vor ihrer Fertigstellung ein. Vollendet werden kann sie nur durch das Opfer eines jungen Mannes, der sich einmauern lässt... Die Dreharbeiten fanden in der ostgeorgischen Halbwüste statt, in einer Landschaft des christlichen vorderen Orients . Auch dieser Film bekam mehrere internationale Auszeichnungen und wenig Verständnis in der UdSSR. Das kulturelle Chaos, das in fast allen seinen Filmen vorkommt, war für die georgischen Nationalisten ein Feindbild, so dass Sergej Paradschanow Ende der 80er Jahre heftig von Nationalisten angegriffen wurde.
„Die Legende der Festung Surami“ wurde in Berlin zuletzt zum 60. Berlinale in der Retrospektive „Play it again...!“ gezeigt als der Klassiker des Georgischen Films.