Dezember 2010

 

Creole

Donnerstag 02.12.2010 20:00 | Saal

Eintritt: 9 € / 6 € Festivaltickets: 20 € / 15 €

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen

Produktion

 

Santa María y el paquete chileno
LatinFusion Avantgarde

Die neu gegründete Formation „Santa María y el paquete chileno“ besteht aus den vier jungen und dennoch sehr erfahrenen Musikern Rodrigo Santa María, Marco Chacon, Christian Carvacho und Alan Sommer. Die Gruppe spielt die Kompositionen Rodrigo Santa Marías, die teilweise instrumental, teils mit Gesang sind. Alle vier Musiker sind seit Jahren in der lateinamerikanischen, klassischen und Jazzszene aktiv und nebenher an diversen anderen Projekten beteiligt. Santa Marías Interesse für die Fusion verschiedener Rhythmen und Musikstile der lateinamerikanischen Folklore spiegeln sich in den Stücken wider. Von Samba, Bossa Nova, Chacarera, Laudó und den unterschiedlichen chilenischen Einflüssen ergibt sich gepaart mit modernen Elementen, besonders aus dem Jazz, eine geheimnisvolle und lebensbejahende Mischung. Rodrigo Santa María und sein chilenisches „Paket“ dürften die eine oder andere Überraschung für unsere Ohren bereit haben.

Rodrigo Santa María – Gesang, Gitarre / Alan Sommer – Trompete, Flügelhorn / Marco Chacon – Kontrabass / Christian Carvacho - Perkussion

 

  

Von Liebe und anderen Blumen
Sephardische Tradition & islamische Kunstmusik

„Von der Liebe und anderen Blumen“ – diesen wunderschönen Namen trägt die musikalische Kollaboration des Ensemble des Konservatoriums für Türkische Musik und Solisten des Rundfunkchors Berlin. In achtköpfiger Besetzung treten sie an, uns auf eine musikalische Reise mitzunehmen, auf der wir lernen, kulturelle und religiöse Unterschiede als Bereicherung zu sehen. Von der Liebe und anderen Blumen greift die Liedkunst der ursprünglich in Spanien beheimateten Sepharden, einer jüdischstämmigen Volksgruppe, auf und zeigen anhand dieser fast vergessenen Musiktradition, dass schon in den vergangenen Jahrhunderten ein friedliches Miteinander der Religionen und ein reger Kulturaustausch möglich war. Dies reflektiert in der daraus entstandenen Mischung aus spanisch-jüdischen Gesängen und orientalischen Melodien. Die Sängerinnen und Sänger der Gruppe werden von Musikern begleitet, die mit ihren teils typisch orientalischen Instrumenten die Klänge dieser wirklich versöhnenden Musik verbreiten. Musik ist Liebe. Und die Liebe ist wie eine Blume.

Christine Lichtenberg – Gesang (Mezzosopran) / Judith Simonis – Gesang (Alt) / Jörg Schneider – Gesang (Bariton), Gitarre / Nuri Karademirli – Oud (Kurzhalslaute), Gesang / Serkan Kaynarcali – Kanun (Trapezzither) / Dündar Atalay – Ney (Rohrflöte) / Lorenz Masé – Keman (Geige) / Senol Eyol – Bendir, Darbuka (Rahmentrommel, Röhrentrommel)

  

Bucharest Tango
New old-world tango

Musik aus dem Balkan genießt derzeit eine Popularität, wie man es noch vor einigen Jahren kaum zu hoffen gewagt hätte. Die gebürtige Rumänin Oana Catalina Chitu kam in den neunziger Jahren über Umwege nach Berlin und studierte hier Klavier, Jazz- und Opergesang. Ihre Leidenschaft für klassischen Tango aus Argentinien, den ihr Vater, als sie klein war, stets vor sich hinsummte, gepaart mit traditionellen rumänischen Liedern, die zumeist von der Liebe handeln, setzt Oana Chitu mit einem großen Feingefühl für die Balance zwischen Authentizität und Modernität um. „Tangos á la Romanesque“, wie man ihre Lieder auch bezeichnen kann, erinnern an das alte Bukarest, das in früheren Zeiten oftmals mit Paris verglichen wurde. Bucharest Tango tragen dazu bei, dieses Flair vergangener Zeiten in das Hier und Jetzt zurückzuholen.

Oana Catalina Chitu – Gesang / Dejan Jovanovic – Akkordeon Anton Slavic – Violine / Valeriu Cascaval – Cymbalon / Alexej Wagner – Gitarre / Alexander Franz – Kontrabass / Dimitris Christides – Perkussion / Vladimir Karparov – Saxophon

  

La Bicicleta
Tango Argentino in neuer Auflage

Argentinien und damit eines seiner bekanntesten kulturellen Exportartikel, der Tango, sind nicht erst seit kurzem ins Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit gerückt: gerade in Berlin existiert schon seit vielen Jahren eine sehr aktive und stetig wachsende Tango-Community, die Musik, Tanz und das dazugehörige Lebensgefühl mit jeder Faser zelebriert. Das neu gegründete Trio „La Bicicleta“, bestehend aus drei Musikern des Orquesta de Tango „Qué Tangazo!“ hatte im Sommer 2009 seinen ersten gemeinsamen Auftritt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine ganz eigene Form des Tango Argentino zu kreiren. Eigene, dennoch an die traditionellen Lieder des Tango angelehnte Kompositionen wechseln sich mit seltenen Stücken und neuen Interpretationen ab. Die drei erfahrenen Musiker bilden eine perfekte Symbiose und erfüllen so den Geist (Bandoneon), das Herz (Klavier) und die Seele (Geige) des Tango mit Leben. Als „den kürzesten Weg zwischen Berlin und Buenos Aires“ beschreiben „La Bicicleta“ ihre Musik - so schnell und gut reist man wohl selten.

Judith Brandenburg – Bandoneon / Carolina Mazalesky – Geige / Javier Tucat Moreno - Klavier