Dezember 2010

 

Creole

Freitag 03.12.2010 20:00 | Saal

Eintritt: 9 € / 6 € Festivaltickets: 20 € / 15 €

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen

Produktion

 

Rio Berlin de Janeiro
Brasil Jazz


Rio-Berlin-de-Janeiro ist ein brandneues Musikprojekt, hervorgegangen aus der fruchtvollen Begegnung des brasilianischen Sängers und Komponisten Paulo Rocha und dem Berliner Perkussionisten, Komponisten und langjährigem Brasilienreisenden Andreas Weiser. Weiser ist in der hiesigen Jazzszene kein unbeschriebenes Blatt, hat aber neben dieser Leidenschaft stets seine Liebe zur brasilianischen Kultur und Musik gepflegt und im Laufe der Zeit mit vielen namenhaften Künstlern des Landes (u.a. Jorge Degas, Paulo Moura, Chico mello) zusammengearbeitet. Rio Berlin de Janeiro hat die Grundidee, den Austausch und die Lebensrealitäten der beiden scheinbar gegensätzlichen Metropolen musikalisch zu thematisieren. Die Songtexte bewegen sich zwischen deutsch, englisch, portugiesisch und auch das Wechselspiel der Stimme Paulo Rochas mit dem weichen Timbre der Sängerin und Schauspielerin Nina Ernst passt zu der Vision von Rio Berlin de Janeiro. Diesem musikalischen Städteaustausch darf schon jetzt entgegengefiebert werden.

Paulo Rocha – Gesang, Gitarre / Andreas Weiser – Perkussion / Nina Ernst – Gesang / Bernhard Ullrich – Saxophon / Christian Magnusson – Trompete / Michael Rodach – Gitarre / Eudinho Soares – Bass

 

 

Cyminology
Jazz trifft persische Lyrik

Cyminology sind längst kein Geheimtipp mehr. Als zweifache Preisträger des Jazz & Blues Award Berlin sind sie auf verschiedenen Touren bereits fast um die halbe Welt gereist, um ihre wunderbare Mischung aus klassischem Jazz und persischem Gesang zu präsentieren. Das auf einander eingespielte Quartett mit persischen, indischen und deutschen Wurzeln erschafft mit seinen Klangkompositionen Bilder und Phantasien, die die Zuschauer verzaubern. Cymin Samawatie, Sängerin und Mitgründerin der Band, schreibt auch eigene Gedichte, für die sie sich neben der Lage in ihrem Heimatland, dem Iran, ihren eigenen Erfahrungen und Gedanken ebenso von den großen persischen Dichtern wie Rumi, Hafis und Khayyam inspirieren lässt. Sanft und zum Teil melancholisch mutet Cyminologys Musik an, und doch scheuen sie kleine Ausflüge zu zeitgenössischem Rock und Pop keineswegs. Brechen wir auf zu einer poetischen Reise.

Cymin Samawatie – Gesang / Benedikt Jahnel – Klavier / Ralf Schwarz – Kontrabass / Roland Schneider – Schlagzeug, Perkussion

  

Chiha
Traditionelle Berberlieder

Nach ihrem Gesangsstudium wurde die seit 2005 in Berlin lebende Musikerin CHIHA vom damaligen tunesischen Präsidenten Habib Burgeba zur 1. Sängerin am Palast in Karthago ernannt. Später verschlug es sie in den Süden Deutschlands und inzwischen in die Hauptstadt, wo Chiha (zu deutsch: Heilpflanze Wermut) seit Jahren überaus erfolgreich gemeinsam mit anderen Musikern auftritt. Wie ein Mosaik setzt sich ihr Stil zusammen: da treffen arabisch-andalusische Melodien auf europäische Housebeats oder orientalischer Nubatgesang auf elektronischen Drum’n’Bass. Auch sprachlich scheut Chiha keine Experimente. Ihre Lieder, die zumeist von den unterschiedlichen Zuständen der Liebe handeln, singt sie mal auf arabisch, mal auf deutsch. Ihr Song „ Oh Mami“, für den sie zu typisch arabischen Rhythmen ihren deutschen Text präsentiert, ist ein garantierter Livehit und dürfte auch den größten Tanzmuffel zu schwingenden Hüften animieren.

Chiha – Gesang, Perkusssion / Redha Bendib – Perkussion / Wolfram Blechner – Gembri (marokkanischer Bass)

  

Talisman
New Russian Gipsy Swing

„New Gipsy Art“ nennen Talisman ihr Repertoire, das ausschließlich aus eigenen Kompositionen besteht. Seit mittlerweile mehr als zehn Jahren besteht die Gruppe, deren Konstellation sich im Laufe der Zeit einige Male änderte. Eines ist neu: Talisman haben den Anspruch, eine Musikform innerhalb ihres Genres zu kreiren, die mit den unterschiedlichsten Stilelementen spielt und die ebenso auf ein Fest passt, wie in einen Konzertsaal. So klingen ihre Stücke mal orientalisch, andalusisch, mal geht es in Richtung Swing und Jazz und gleich darauf in russische Folklore über. Mit ihrem Stilmix, dessen Grundelemente dennoch stets gleich bleiben, waren sie auf den zahlreichen angesehenen Festivals zu Gast, sie tourten durch Russland, China und durch Amerika. Ihre aktuellen Bühnenprogramme erweitern sie oftmals durch überraschende musikalische und künstlerische Gäste.

Oleg Nehls – Knopfakkordeon / Alexander Klimas – Violine / Tom Auffarth – Bassgitarre / Jan Zimmermann – Perkussion

  

Ange da Costa
Crossover R ‘n’ B

„Soulphisticated“: das ist Ange da Costa. Es ist vor allem die Seele der Menschen, die er mit seiner berühren möchte – sei auf Deutsch, Englisch, Französisch, oder Lingala. Geboren in Angola, aufgewachsen in Deutschland, mit Studienaufenthalten in Paris und London, verkörpert Ange da Costa einen kosmopolitischen Künstlertypus, für den festgesetzte Grenzen als Herausforderung gelten. Gemeinsam mit seiner Band lässt er auf der Bühne seiner Energie und positiven Lebenseinstellung freien Lauf, experimentiert und interagiert mit dem Publikum. Neben afroamerikanischem Soul und R’n’B sind es auch die angolanischen Einflüsse, die seinen Songs eine ganz besondere Note geben. Und mit denen möchte er den 15-jährigen Teenager genauso erreichen wie die 70-jährige Rentnerin. Die Chancen dafür stehen mehr als gut.

Ange da Costa – Gesang, Akustik-Gitarre / Anna Hanking Evans – Gesang / Dana Shanti – Gesang / Torsten Beckmann – E-Gitarre, Akustik-Gitarre / Dave Appel – Schlagzeug, Cajon / Georg Wende – Bass / Joseph Odugu – Keyboard / Regis Molina – Saxophon, Perkussion