Mai 2011

 

creole

Samstag 21.05.2011 20:00 | Huxleys Neue Welt

Eintritt: 10 € / 7 €

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen

Produktion Flyer

 

Evelyn Kryger – Balkan-Dysco-Polka-Hopsza
Vorentscheid: Niedersachsen & Bremen

Lustvoll wildert Evelyn Kryger in fast allen Idiomen, zitiert humorvoll und mixt ausgefeilt Balkan-Gypsy-Feuer mit Polka-Disco-Jazz zu – wie sie es selbst nennen – Hopsza. Das ist freche Musik mit osteuropäischen Melodien, die Spaß macht, ungemein charmant Grenzen einreißt und ohne Umwege sofort alle Gliedmaßen in rhythmische Zuckungen versetzt. Angetrieben wird dieses aufgekratzte Spektakel häufig vom spannenden Dialog zwischen Geige und Saxofon. Dabei prescht die Hildesheimer Combo voller Lebensfreude nach vorn, um sich mit überraschenden Brüchen und ungewöhnlichen Taktarten jeder Stilschublade zu entziehen. Mit einer Schublade können Evelyn Kryger aber allemal etwas anfangen: tanzbar. HOPSZA!

Rebecca Czech Geige | Christoph Kaling Altsax | Malte Hollmann Klavier, Melodica | Hannes Dunker Schlagzeug | Jonas Holland-Moritz Bass, Tenorhorn

www.evelynkryger.de

 

Papaul – African Beatbox
Vorentscheid: Südwest

Das „afropäische“ Künstlerduo Papaul hat sich zu einer sehr individuellen und innovativen Klangsprache zusammen gefunden: Der Senegalese Pape Dieye, Multiinstrumentalist an Ngoni, Daumenklavier, Spießlaute und Musikbogen, ist durch seine Zusammenarbeit mit Stars der afrikanischen Musikszene wie Manu Dibango und Toure Kunda wie durch Kollaborationen mit dem Jazzchor und dem Philharmonischen Orchester Freiburg bekannt geworden. Der junge Paul Brenning, Träger des ZDF-Preises 2007 sorgt als einer der derzeit erstaunlichsten Beatboxer von Freiburg bis nach Japan für Aufsehen. Gemeinsam kreieren diese beiden Künstler einen spannenden interkulturellen Dialog mit afrikanischen Klangfarben, Schubert-Adaptionen, Drum‘n‘Bass und Dubstep, lassen Meeresrauschen, Wüstenwind und Elektro-Sounds mit rein akustischen Mitteln erstehen. Live versprühen Papaul eine Energie, die sich aus ihrer spannenden Symbiose ergibt: Europe meets Africa!

Pape Dieye Kongoma, Kess Kess, Mbira, Berimbaw, Gesang, Guimbarde, Ngoni | Paul Brenning Beatbox, Gesang

www.paulbrenning.com/papaul.php

 

LebiDerya – Kammermusikalischer Folk-Orient Jazz
Vorentscheid: Südwest

Vier Musiker brechen vom Mannheimer Vielvölkerviertel Jungbusch zu einer an-und aufregenden Reise auf. Muhittin Temel, Mitbegründer der Orientalischen Musikakademie Mannheim, ist der Reiseleiter. Gekonnt durchwebt er mit den Melodien seines Instruments Kanun, der arabischen und türkischen Zither, die teils versonnenen, teils arabesk befeuerten Bläsersätze von Trompeter Johannes Stange und Saxofonist Stefan Baumann. Für perkussiv ausgefeilte Tönungen von Persien bis ins Latin-Fach sorgt Joss Turnbull. Mit ihren fast meditativen, facettenreichen Zwischentönen, werfen die Klänge von LebiDerya ein ganz neues Licht auf die deutsch-türkische Musikfreundschaft und auf die Kammermusik. Oriental Jazz begegnet Klassik und Folklore ¬ schließen wir uns dieser Reisegruppe an.

Johannes Stange Trompete, Flügelhorn | Stefan Baumann Saxophon, Bassklarinette | Muhittin Temel Kanun | Joss Turnbull Percussion, Electronics

www.ensemblelebiderya.de

  

Bändi – Finnischer Tango
Vorentscheid: Hessen

„Der Tango ist der Blues der Finnen“, soll der Altmeister des finnischen Films, Aki Kaurismäki einmal gesagt haben. Das Frankfurter Ensemble Bändi entstaubt mit ihrer Musik die wunderbar-traurigen Ohrwürmer des finnischen Tangos der 30er- bis 60er-Jahre, die von der Sehnsucht, der unglücklichen Liebe und der Sehnsucht nach der unglücklichen Liebe handeln. Herzschmerz pur von großem Unterhaltungswert. Bändi mixen diese Lieder höchst gekonnt mit Bossa-, Rumba-, Jazz- und Country-Elementen, und ihre CD -„Satumaa“ wird landesweit in den Rundfunkanstalten gespielt. „Mitreißend, charmant und ein wenig melancholisch“, schrieb die FAZ über diese ganz eigene Hommage an den finnischen Tango.

Kristina Debelius Gesang, Stagepiano, Akkordeon | Volker Denkel Gitarre | Tobias Frisch Geige, Gesang, Kazoo | Johannes Kramer Kontrabass | Thomas Salzmann Schlagzeug, Perkussion

www.myspace.com/baendi

  

Akkitation Arkestra – Worldjazz Imaginaire
Vorentscheid: Mitteldeutschland

Mit dem Akkitation Arkestra hat sich abseits des Mainstreams ein Ensemble zusammengefunden, das überwiegend aus Komponisten besteht. Das Ziel ist es, die Freude an der Neuentdeckung und die Lust an der Improvisation zu einer berauschenden Musik werden zu lassen. Nicht ohne Grund führt das "Arkestra" im Namen der exquisiten Truppe um den Kontrabassisten Akki Schulz auf das berühmte Sun Ra Arkestra zurück, dem das Musizieren eine Lobpreisung der kosmischen Energie war. Der breite und vielschichtige künstlerische Erfahrungsschatz der Musiker fließt in ihre weltmusikalischen Phantasien ein, in welchen neben den Eigenkreationen mazedonische, armenische, indische und deutsche Folklore verarbeitet wird. Hinzu kommt viel Groove und eine relaxte Coolness. Minimalistischer Bigbandsound zu fünft.

Michael Breitenbach Sopransax, Bassklarinette | Frieder W. Bergner Tenorposaune | Davit Drambyan akustische & elektrische Gitarre, Gesang | Peter Kuhnsch Perkussion | Akki Schulz Kontrabass

www.myspace.com/akkitation

 

Kellerkommando – Fränkische Volxmusik mit russischem Gangstarap
Vorentscheid: Bayern

Wo finden die popkulturellen Innovationen des 21. Jahrhunderts statt? In Berlin, Tokyo oder New York? Falsch geraten. In der idyllischen fränkischen Bierstadt Bamberg hat eine Truppe junger Menschen eine musikalische Revolution losgetreten: das kuriose Kellerkommando vermengt althergebrachte Volksmusik aus Franken mit fetten HipHop-Beats von heute, inklusive russischem Gangsterrap. Die Refrains der künftigen Volxmusik-HipHop-Hits gehen dabei zurück auf traditionelle fränkische Lieder, wie sie in Wirtshäusern und auf Kirchweihen gesungen wurden und teilweise noch werden. Wie in vielen Rap-Texten, wird dabei viel von Feiern, Sex und sozialen Missständen erzählt. Kellerkommando beweist: HipHop ist die Volxmusik von heute! Die Süddeutsche Zeitung brachte es auf den Punkt, als sie titelte: “Kerwa und Coolness”.

David Saam Akkordeon, Gesang | Dimitri Hinter Rap | Stefan Schalanda Trompete | Ilya Khenkin Posaune | Patrick Köbler Keyboard | Sebastian Schubert Bass | Norbert Weinhold Schlagzeug

www.kellerkommando.de

Dank an

 

 
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