Februar 2012

 

RODA DE CAPOEIRA ANGOLA

Sonntag 19.02.2012 16:00 | Saal

Eintritt: Frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen

Vermietung

PERFORMANCE

Júlio César Balbino, genannt Mestre Pim-Pim, ist Musiker, Produzent und Lehrer – aber vor allem ist er Capoeirista. Anlässlich des Black History Month präsentiert Mestre Pim-Pim eine »Roda de Capoeira Angola«. Woher kommt Capoeira? Eine der vielfältigen Antworten darauf ist, dass die Ginga der Capoeira auf den Batuque angolano und dem Candomblé der Jeje´s – Afrikaner von der Costa da Mina – sowie dem Tanz der Caboclos aus Bahia zurückzuführen ist. Es gibt Berichte, dass in Afrika ein ähnlicher Tanz wie Capoeira existiert.

Der N´Golo wird von Jugen in Regionen des südlichen Angolas getanzt, während eines gleichzeitigen Rituales der Mädchen zur Pubertät. Man nennt dieses Mufico, Efico oder auch Efundula. Dieses Ritual markiert den Übergang der Mädchen zur Frau. Das Ziel des N´Golo ist es den Gegner zu besiegen, indem man sein Gesicht mit dem Fuß trifft und der Rhythmus des Tanzes wird durch Händeklatschen markiert.

Die Roda der Capoeira: Ein heiliger Ort.

Die Energie der Roda der Capoeira ist direkt mit den Fähigkeiten der Musiker verbunden, welche eine ähnliche Funktion haben, wie die Musiker im Candomblé, die Alabés, die es schaffen durch den Rhythmus und die Musik eine Verbindung zu den Orixás, Inquices oder Voduns – abhängig von der nação – herzustellen. Auf diese Art laden sie diese ein, an dem Fest teilzunehmen.

In der Roda der Capoeira ist diese Verbindung der Musiker zu den Ahnen der Capoeira ebenfalls möglich, sofern diese Musiker dazu bereit sind, eine solche Kommunikation einzugehen.

Die symbolischen Elemente der Capoeira Roda stehen jedem zur Verfügung. Die Herausforderung ist es, diese Elemente auf eine Art und Weise in Energie umzuwandeln, dass sie einen Trancezustand anregen.

ACHTUNG! Die Info im Programmheft ist falsch: Selbstverständlich ist der Eintritt, wie bei jeder Roda de Capoeira Angola, frei - und alle sind eingeladen mitzumachen!