Februar 2014

 

Black History Month 2014 presents

Donnerstag 06.02.2014 19:00 | Saal

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen

Produktion Flyer

Schatten über dem Kongo

Schreckensgeister der Kolonialherrschaft

Dokumentation | 2012 | dt./engl. | 92 min. | FSK 12
Trailer (engl.)

Ein Film von Pippa Scott, Alfre Woodard, Ciaran Reilly, Frank McCourt

Im Jahr 1885 wurde auf der Berliner "Afrika-Konferenz" der belgische König Leopold II. als Kolonialherrscher über den Kongo eingesetzt und es begann eine Geschichte von Ausbeutung und Verfolgung mit millionenfachem Mord an der Bevölkerung, deren Auswirkungen bis heute reichen. Seine brutale Tyrannenherrschaft raubte dem Land alle kostbaren Naturschätze und kostete etwa 10 Millionen Menschen das Leben.

  

Der Dokumentarfilm "Schatten über dem Kongo" nähert sich einer Figur, dessen Grössenwahnsinn ein monströses Ausmaß annahm und an dem sich die nachfolgenden Herrscher orientierten. Der Film stellt aber auch einige außergewöhnliche Menschen vor, die sich den Unterdrückern entgegenstellten und eine der grossen Menschenrechtsbewegung des 20. Jahrhunderts schufen.

Der Film entstand nach dem gleichnamigen Buch von Adam Hochschild. Die Regisseurin Pippa Scott hat daraus eine bewegende Dokumentation gemacht, die exemplarisch die Mechanismen und Folgen des europäischen Kolonialismus aufzeigt.


 

Wir weisen unsere Gäste darauf hin, dass der Film sehr gewaltvolle Bilder und Texte enthält und empfehlen, den Film erst ab einem Alter von 18 Jahren zu sehen.

Im Anschluss an den Film findet das Panel "1884" mit Dr. Hakim Adi statt.



Zum BLACK HISTORY MONTH 2014 vom 28. Januar bis 28. Februar finden in der WERKSTATT DER KULTUREN eine Ausstellung, Panels, Konzerte, eine Lesung, religiöse Tanzdarbietungen und Filmvorführungen statt, die das diesjährige Schwerpunktthema ‚Religion, Musik und Widerstand’ entlang der bedeutsamen Jahre 1884, 1904, 1964 und 1994 bearbeiten; den hundertjahrelangen Weg zur Freiheit.

Gesamtes Programm des BLACK HISTORY MONTH 2014

  

Am 30. Juni 1960 erlangte der Kongo seine Unabhängigkeit von Belgien. Maßgeblich daran beteiligt war Patrice Lumumba, der 1958 begann, die das Mouvement National Congolais (MNC) zu organisieren. Diese partei setzte sich für die Unabhängigkeit Kongos ein; Lumumba war im Dezember des gleichen Jahres ihr Repräsentant auf der All-African Peoples' Conference in Accra. 1960 wurde Lumumba erster Ministerpräsident des befreiten Landes und hielt am Tag des Festaktes zur Unabhängigkeitsfeier eine historische Rede, in der er die Verbrechen Belgiens öffentlich benannte und scharf verurteilte.