November 2014

 
 

World Wide Cinema

Donnerstag 13.11.2014 19:00 | Club

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen
Kurator/-in: Fátima Lacerda

Produktion Flyer

 

Octubre

Peru | 2010 | 93 min. | Spanisch mit deutschen Untertiteln
Trailer (deutsch | spanisch)

  • Darsteller_innen: Maria Carbajal (Juanita), Carlos Gassols (Don Fico), Bruno Odar (Clemente), Sonia Palacios (Brenda), Victor Prada (Julian Gomez), Sheryl Sanchez (Milagritos), Humberta Trujillo (Julia), Gabriela Velasquez (Sofia), Norma Francisca Villarreal (Rosa)
  • Drehbuch: Daniel und Diego Vega
  • Kamera: Fergan Chávez-Ferrer
  • Regie: Daniel und Diego Vega

 

Die Komödie erzählt von den schwierigen Annäherungen zwischen Clemente und Sofia als Nachbarn in einem der ärmeren Stadtteile von Lima, Peru, wohnen. Ihre Lebenssicht und ihre Lebensform weichen voneinander ab.

Clemente ist Pfandleiher wie schon sein Vater, alle seine Lebensbezüge sind kommerzialisiert, er verweigert sich jeder menschlichen Nähe. Sofia lebt von Gelegenheitsjobs, sie leidet unter ihrer Einsamkeit und versucht eine Änderung ihrer Situation herbeizuführen. Er glaubt, dass das Leben durch den Kreislauf des Geldes bestimmt ist, sie glaubt an den „Señor de los milagros“, der vor allem im Monat Oktober zur Zeit der Prozessionen Wunder wirkt.

Die Annäherung zwischen Sofia und Clemente wird durch ein Baby bewirkt, das eines Nachts in Clementes Wohnung abgestellt wird. Da sein durchorganisiertes Leben durch das Kind in Unordnung gerät und ihm in seiner Arbeit als Pfandleiher Fehler unterlaufen, stellt er Sofia ein.

Auszeichnungen: Jurypreis in der Sektion "Un Certain Regard’ beim Filmfestival in Cannes 2010

 

Der Titel des Films, bezieht sich auf jenen „purpurnen Monat“ in Lima, der Hauptstadt Perus, in dem sich die Menschen dort ganz in Lila kleiden, um an der Prozession des „Señor de los Milagros“ (Gott der Wunder) teilzunehmen. Die Bewohner_innen Limas folgen dem „Cristo moreno“, dem Schwarzen Christus, dessen Heiligenbild, der Legende nach, noch aus der Kolonialzeit stammt. 

  

Ein Sklave habe dieses Bild an die Mauer eines halbverfallenen Hauses gemalt. Trotz zweier schwerer Erdbeben und mehrfacher Versuche, es zu entfernen, ist das Bild unversehrt erhalten geblieben. Die Verehrung des Bildes wuchs über die Jahre, bis die Mauer zum Wallfahrtsort wurde. Die Bevölkerung äußerte den Wunsch, man möge ein Bildnis in Öl herstellen und anschließend durch die Straßen der Stadt tragen, so dass es diese in Zukunft genauso beschütze wie zuvor die Mauer.

Im Jahr 1687 fand zum ersten Mal die Prozession für den Gott der Wunder statt, bei der ein Abbild des Schwarzen Christus auf einer 2000 kg schweren Tragbahre von Mitgliedern der Bruderschaft des „Señor de los Milagros“ durch die Stadt getragen wird. Die 24-stündige Prozession für den Gott der Wunder ist eines der bedeutendsten religiösen Rituale Mittel- und Südamerikas.

 


Daniel und Diego Vega

"Der Ausgang des Films war das Kino selbst. Es ist nicht eine Lebenserfahrung, die uns dazu gebracht hatte, dieses Drehbuch zu schreiben, aber unser gemeinsamer Geschmack für eine bestimmte Form von Ästhetik. Nachdem das Drehbuch geschrieben war, haben wir die Geschichte kontextuell platziert und erst dann begannen wir, aus einer reelen Perspektive, darüber zu reflektieren".

 

Der Film wird gezeigt im Rahmen der 7-teiligen Kino-Reihe EN FOCAR RELIGIÓN.RELIGIÃO EM FOCO, kuratiert von Fátima Lacerda, vom 13. November bis 18. Dezember 2014. 

 
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