Juni 2015

 

Griechenland und Euro(pa)

Sonntag 28.06.2015 19:00 | Seminarraum 1

Eintritt: frei (Spenden willkommen)

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ Hellenische Gemeinde zu Berlin e.V.

Kooperation

Das „Medikament Reformen“. Was ist eigentlich zu reformieren?

Teil III: Neugriechische Kultur in der Krise

Dimitris Karydas und Nikos Tzanakis-Papadakis diskutieren über die kulturellen und gesellschaftlichen Aspekte der Krise in Griechenland.

Moderation: Ozeni Athanasiadou

Veranstaltungsprache: deutsch
 


Griechenland steht am Scheideweg. Das Land steht weltweit in der Kritik, notwendige Reformen nicht durchzuführen zu wollen. Die europäischen Verhandlungspartner, allen voran die deutsche Regierung, macht weitere Hilfszahlungen an Griechenland davon abhängig, inwieweit das Land geforderte Maßnahmen umsetzt. Doch was sich hinter dieser viel zitierten „Reformliste“ verbirgt, bleibt im Dunkeln. In Griechenland dagegen steigen der Unmut und das Misstrauen gegenüber den europäischen Institutionen. Die Griechen blicken mit Angst auf die geforderten Massenentlassungen, den Abbau der Arbeitnehmerrechte, weitere Rentenkürzungen und der Privatisierung zentraler Staatsunternehmen - Maßnahmen, die die europäischen Linke seit langem als Neoliberalismus kritisiert. Größtenteils unterbelichtet bleibt die Frage, woran der Patient Griechenland eigentlich wirklich krankt. Eine Frage, die schon lange vor dem offiziellen Ausbruch der Krise hätte gestellt werden müssen. Doch dazu fehlte bisher der politische Wille in Griechenland, aber auch auf internationaler Ebene.

Die WERKSTATT DER KULTUREN greift diese Fragen in drei Veranstaltungen im Juni 2015 auf. In Vorträgen und Diskussionsrunden soll die Krise in Griechenland in ihrer Genese durchleuchtet werden. Dabei kommen neben ökonomischen auch politische, kulturelle und gesellschaftliche Aspekte zur Sprache, die in ihrer Gesamtheit das Land an den Abgrund geführt haben. Im Zentrum steht die Frage, welche spezielle Ausprägung die globale Krise in Griechenland erfahren hat. 

 

Moderation:

Ozeni Athanasiadou ist Rechtsanwältin und wohnt in Berlin. Sie ist freiberufliche Mitarbeiterin in der Rosa-Luxemburg-Stiftung, bei der sie Kapital-Kurse teamt. Außerdem bietet sie Workshops über Das Kapital und die marxistische Rechtstheorie an.

Diskutanten:

Dimitris Karydas ist promovierter Physiker und Philosoph. Er war besonders in den 1970´er und 1980´er Jahren in Griechenland politisch aktiv, u.a. durch Mitwirkung in kulturkritischen Zeitschriften Er lebt in Berlin seit 20 Jahren, lehrt Philosophie an der Theologischen Fakultät der Humblodt Universität und bietet Veranstaltungen zur Kulturgeschichte Neugriechenlands an der FU an.

Nicos Tzanakis-Papadakis studierte Politikwissenschaft und Geschichte an der Panteion Universität in Athen und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Zur Zeit promoviert er über die Zeittheorie bei Walter Benjamin.
 


 

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