September 2015

 

Rassismus im Gerichtssaal

Mittwoch 16.09.2015 19:00 | Saal

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ ReachOut e.V. / KOP

Kooperation

Psychologische Perspektiven

Mit der Veranstaltungsreihe „Rassismus im Gerichtssaal“ soll ein Raum eröffnet werden, um den alltäglichen Rassismus in der Justiz zu thematisieren und kritisieren. In der BRD wird zunehmend über Rassismus als ein Phänomen diskutiert, das alle gesellschaftlichen Ebenen betrifft. Die Justiz bleibt davon jedoch meist ausgenommen.

Eine ähnliche Ausklammerung findet in der psychologischen Fachdebatte statt: hier wird Migration häufig als psychischer Risikofaktor problematisiert, jedoch kaum darüber gesprochen, welche Rolle alltägliche Rassismuserfahrungen in diesem Kontext einnehmen.

Diese ausgeblendeten Themen möchten wir in der dritten Veranstaltung unserer Reihe – Rassismus im Gerichtssaal – zusammenführen und diskutieren: Das Trugbild der neutralen Justiz suggeriert Gerechtigkeit ohne Ansehen der Person. Davon ausgehend, dass auch sie von Rassismus und anderen Machtstrukturen durchdrungen ist, wird dieses Versprechen der Neutralität nicht eingehalten. Inwieweit die Institution der Justiz ein verunsichernder Faktor für von Rassismus betroffene Personen ist, wollen wir an diesem Abend betrachten und diskutieren.

Eine Veranstaltung der Prozessbeobachtungsgruppe Rassismus und Justiz in Kooperation mit ReachOut und KOP (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt):

Die Prozessbeobachtungsgruppe Rassismus und Justiz beobachtet regelmässig Prozesse (in der Regel in Berlin) unter der Fragestellung, welche Auswirkungen Rassismus auf das Justizsystem in Deutschland hat.

  

Als Referent ist eingeladen:

Eben Louw: Heilpraktiker für Psychotherapie, Systemischer Therapeut (SG), BSc (hons.) Psychology, MSc Health Psychology, Dipl. Med. Tech., tätig als Psychologe in der Beratungsstelle „Opra“ für Opfer rechtsextremer, rassistischer und antisemitscher Gewalt.