Mai 2016

 

Sewol: Die Wahrheit soll nicht untergehen - Upside Down

Freitag 06.05.2016 19:00 | Saal

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ Korea-Verband e.V.

Kooperation Flyer


SEWOL: DIE WAHRHEIT SOLL NICHT UNTERGEHEN

2 Jahre nach dem Unglück der Sewol-Fähre
Filmvorführung und Gespräch mit den Eltern der Opfer

Die Veranstaltung wird ins Deutsche und in die deutsche Gebärdensprache übersetzt!

Hintergrund
 

Genau vor zwei Jahren, am 16, April 2014, versank die Passagierfähre Sewol im Gelben Meer vor der Küste Südkoreas. Dabei kamen 304 Passagiere ums Leben, davon waren 246 Oberstufenschüler der Danwon High School, die einen Schulausflug machten. Das Unglück der Sewol setzte eine Zäsur in der südkoreanischen Gesellschaft, da das Vertrauen gegenüber dem Staat nahezu vollständig verloren ging. Die Wahrheit über den Unfall und das Versagen bei der Rettungsaktion sind immer noch nicht aufgeklärt. Die Hinterbliebenen kämpfen um die Aufklärung, auch um die Sicherheit und den Zusammenhalt der Gesellschaft für die Zukunft zu gewährleisten.

Nach unserer erfolgreichen Auftaktveranstaltung „Die Wahrheit soll nicht untergehen – Südkoreas investigativer Journalismus im Aufwind“ wird am 6. Mai nun der Dokumentarfilm »Upside Down« gezeigt. Ein bemerkenswerter Film, der nüchtern, sachlich und dennoch feinfühlig das tragische Ereignis Sewol nachzeichnet. Es ist uns sogar gelungen, eine Mutter und einen Vater, die ihre Kinder beim Unglück von Sewol verloren haben und zwei Angehörige der Opfer vom Schiffsunglück Estonia (1994) zum anschließenden Filmgespräch einzuladen. Ihr zahlreiches Erscheinen wird die Eltern ermutigen, den langwierigen Kampf für die Gerechtigkeit weiterhin auf sich zu nehmen.

 

Trailer "Upside Down" (2016) von Kim Dong-bin:

 

HINTERGRUND

Die Veranstaltung „Die Wahrheit soll nicht untergehen“ findet anlässlich des zweiten Jahrestages des Untergangs der Sewol-Fähre am 16. April 2014 statt. Das Unglück der Sewol offenbarte die dunklen Seiten eines gesellschaftlichen Systems, das aufgrund des mangelnden Gefühls an Verantwortung leitender Positionen, der Durchsetzung intransparenter Praktiken und der Einstellung profitorientierten Denkens die Funktionstüchtig-keit der ineinandergreifenden Teilsysteme schwächte. Parallel zu den über 200 Todesopfer sind auch die Bürger und Bürgerinnen Opfer des Staates, die keinen Frieden finden können, solange die Wahrheit über den Unfall nicht aufgedeckt wird. Südkoreas nationale Tragödie des Untergangs der Sewol-Fähre markiert ein Fallbeispiel für den enthüllenden Journalismus, ohne den der Ruf der Hinterbliebenen der Sewol-Opfer nach Gerechtigkeit in der umkämpften Arena der medialen Öffentlichkeit ungehört verklingen würde.


 

Freund_innen einladen 

Zur Vorbereitung für koreanisches Fingerfood und Getränke.
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Weiterführende Artikel finden sie u.a. beim Korea-Verband e.V.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Korea-Verband e.V. statt.

Gesponsert von: SOLIDARITY OF KOREAN PEOPLE IN EUROPE und zahlreichen Privatspenden.

 

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Die Räume und Toiletten der WERKSTATT DER KULTUREN sind rollstuhlzugänglich. Um den Zugang mit Rollstuhl zu gewährleisten, bitten wir um telefonische Voranmeldung: +49 (0)30 60 97 70-0.