Juni 2016

 
 

Esther Bejarano und Microphone Mafia

Donnerstag 09.06.2016 18:00 | Saal

Eintritt: 10 € / Schüler*innen: 5 €

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ Walter Gropius Schule Neukölln

Kooperation Flyer

Esther Bejarano und Microphone Mafia

Lesung und Konzert
unter Mitwirkung von Schüler*innen der Walter Gropius Schule, Neukölln

 

Esther Bejarano ist eine der letzten Überlebenden des Auschwitz Mädchenorchesters. Als eine Akkordeonspielerin für das berüchtigte Orchester gesucht wurde, log die junge Klavierspielerin, schaffte die Aufnahme und spielte um ihr Leben. Sie überlebte den NS Terror in den Lagern von Auschwitz und Ravensbrück. Nach der Befreiung heiratete sie einen türkischen Juden und lebte zunächst in Israel/Palästina, dann in Hamburg, wo sie in der Friedensbewegung Heimat fand. Sie ist Mitbegründerin und Vorsitzende des Internationalen Auschwitz Komittees und Ehrenvorsitzende des Vereins der Verfolgten des Naziregimes.
Die Musikerin singt mit über 90 Jahren noch in der multikulturellen Kölner Rap-Kombo "Microphone Mafia" mit ihrem Sohn Joram Bejerano gegen Rassismus. Die deutsch-türkisch-sizilianische Formation gehört zu den ältesten noch bestehenden deutschsprachigen Hip Hop Acts und geht mit ihren Wurzeln in der politischen Jugendkultur Maginalisierter eine authentische Verbindung mit Lesung und Gesang der Zeitzeugin für eine menschliche Welt ein. Esther Bejarano ist eine aufmerksame Beobachterin des politischen Zeitgeschehens und tritt entschieden für die Rechte Geflüchteter ein. Angesichts des gegenwärtigen Aufkommens einer Neuen Rechten (AfD / Pegida) warnt sie eindrücklich: "Der Satz "Wehret den Anfängen!", ist längst übeholt, wir sind mitendrin!"

Als Zeitzeugin sucht Esther Bejarano das Gespräch mit Schüler*innen in ganz Deutschland und ist durch ihren familiengeschichtlichen Hintergrund und ihr musikalisch-politisches Engagement besonders sensibel für die Lebenswelt Jugendlicher aus Migrationskontexten. Schüler*innen der Walter Gropius Schule in Neukölln, die Esther Bejarano im Rahmen eines Zeitzeuginnenprojekts an ihrer Schule treffen, werden das Konzert musikalisch mitgestalten. Das Projekt versucht das Zeugnis der Shoah-Überlebenden als diversitätssensiblen Lernort für Solidarität und Toleranz in die Lebenskontexte von Schüler*innen in Neukölln und Kreuzberg zu übersetzen. Gemeinsam mit Esther Bejarano und der Microphone Mafia wollen die Jungendlichen zu zivilgesellschaftlichem und künstlerischem Engagement motivieren und gemeinsam ein Zeichen der Solidarität setzen gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus.

Zitat: »Es ist Zeit für einen Aufschrei von uns allen, einen unüberhörbaren, lauten Aufschrei, der bis in den letzten Winkel unseres Landes und der ganzen Welt widerhallt. Der Satz ›Wehret den Anfängen!‹ ist längst überholt! Wir sind mittendrin!«
Esther Bejarano über das Aufkommen einer Neuen Rechten (Pegida/AfD etc) bei der Rosa Luxemburg Konferenz im Januar 2016 in Berlin


 

Freund_innen einladen 

Die Anstalt: Esther Bejarano über alte und neue Nazis

Esther Bejarano und die Microphone Mafia

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Walter Gropius Schule Neukölln und der Werkstatt der Kulturen.

Gefördert von:
 

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Die Räume und Toiletten der WERKSTATT DER KULTUREN sind rollstuhlzugänglich. Um den Zugang mit Rollstuhl zu gewährleisten, bitten wir um telefonische Voranmeldung: +49 (0)30 60 97 70-0.

 

 
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