November 2017

 

Arab Song Jam goes Maghreb

Donnerstag 23.11.2017 Einlass 19:00 | Saal

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen

Kooperation

 

Besetzung

Alaa Zouiten - Oud
Muhammad Ra'fat - Drums
Robert Gromotka - Kontrabass

Momo Djender - Special Guest

 

ARAB SONG JAM goes maghreb FEAT MOMO DJENDER

Traditionelle & populäre arabische Lieder ganz neu

Mit ARAB SONG JAM goes Maghreb zeigt die WERKSTATT DER KULTUREN im Rahmen des Schwerpunktes LA SAISON ARABE die sehr speziellen, traditionellen Musikstile aus Algerien, Marokko und Tunesien.

Der marokkanische Oud Spieler und Fusion Musiker Alaa Zouiten wird an jedem 3. Donnerstag im Monat, Neuinterpretationen und herkömmliche Spielweisen populärer und traditioneller Lieder aus dem Maghreb in der WERKSTATT DER KULTUREN auf die Bühne bringen.

Bei dieser Edition von "ARAB SONG JAM goes Maghreb" stellt der marokkanische Oud Spieler, Fusion Musiker und Session Leader Alaa Zouiten gemeinsam mit Gitarrenvirtuose, Sänger, Songwriter und Produzent Momo Djender traditionelle und zeitgenössische Lieder aus Algerien vor.

Im Format lehnt sich "ARAB SONG JAM goes Maghreb" an die Schwarze US-amerikanische Jamsession-Kultur der 40er Jahre an: Das Konzert öffnet Alaa Zouiten einer opening Band - im 2. Set, sind im Raum befindliche Musiker*innen, die das Repertoir kennen und einsteigen möchten, aufgefordert beim Bandleader vorstellig werden.
Ähnlich wie sich die Jazz-Jamsessions in allen Metropolen der Welt inzwischen am "Real Book" mit seinen Jazzstandards orientiert, bedient sich "ARAB SONG JAM goes Maghreb" aus dem facettenreichen sehr poulären maghrebinischen Lied-Repertoire.

 


Alaa Zouiten

1985 geboren in Casablanca, Marokko, begann Alaa Zouiten im Alter von sieben Jahren seine musikalische Erziehung in kulturellen Vereinen in Youssoufia (eine kleine Stadt bei Safi), bevor er am Conservatoire National de Marrakech seine Ausbildung genoss, die ihn zum Meister an der Oud (arabische Laute) machte. 2008 begann Alaa in Marokko seine Karriere als Sideman mit der Fusion-Band „Jbara“ und lernte dadurch die neue Musikszene (la nouvelle scène) des Landes kennen. Mit Jbara-Band spielte er auf zahlreichen marokkanischen Festivals (u.a Essaouira Gnaoua Festival, Grand Festival de Casablanca, Mawazine in Rabat).

  

2009 in Deutschland angekommen, entwickelte der Künstler das „Alaa Zouiten Ensemble“, das 2012 sein Debüt-Album „Hada Makan“ veröffentlichte. Parallel setzte er seine musikalischen Studien fort und ist 2013 Absolvent der Universität Erfurt (Bachelor Musikvermittlung und Philosophie).

2015 gewann er ein Stipendium vom Arab Fund for Arts and Culture, welches es ihm ermöglichte, an seinem zweiten Album „Talking Oud“ zu arbeiten. In diesem Album experimentiert er mit den stilistischen, technischen und ästhetischen Möglichkeiten der Oud. Das Resultat ist ein faszinierender Mix aus arabischem, andalusischen Jazz und Rock. In seinen Kompositionen und Arrangements benutzt Alaa Zouiten die unendliche Vielfalt in Zeit und Raum. Ein kreativer Prozess, welcher ständig nach neuen musikalischen Perspektiven sucht und die Schönheit der Musik feiert.

 

Alaa Zouiten „Andalus Princess“ from Mauerfuchs Film on Vimeo.

 

Special Guest: Momo Djender

Geboren und aufgewachsen in Algier, wächst Momo Djender mit Chaabi-Musik auf, einer traditionellen algerischen Musikrichtung, die ihre Ursprünge in arabisch-andalusischer Musik hat, entdeckt jedoch ebenfalls früh seine Liebe zu Soul, Jazz und Popmusik.

Seit 1994 lebt er in Berlin und arbeitet mit Künstler_innen wie Ramesh B. Weeratunga (Sri Lanka), Hussein Kili, Rhani Krija (Marokko), Eda Zari (Albanien), Jocelyn B. Smith (USA), Hans Lüdemann, Mellow Mark, Klaus Doldinger (Deutschland).

Aktuell arbeitet Momo an eigenen Veröffentlichungen. Im Frühjahr 2014 erschien sein viertes Album in arabischer Sprache.


  

Mit 19 Jahren veröffentlicht Momo Djender in seiner Heimat sein erstes Album „36 Basta Ali“. Mit der Single „Smaati Lennass“ wird er buchstäblich über Nacht ein Star. Der Song – übrigens eine Reprise von George Michaels „Last Christmas“ - hält sich wochenlang in den algerischen Charts.

Der Bürgerkrieg zwingt Momo 1991, seine Heimat zu verlassen. Er geht nach Marokko. Dort gelingt es ihm, seinen arabischen Wortschatz zu erweitern und dadurch ein tieferes Verständnis für sein kulturelles Erbe, die Chaabi-Musik, zu erlangen. 

Gleichzeitig bereitet er sein 2. Album, „Rayha Ouïne“ vor, das 1994 in Algerien erscheint. Mit dem Titelsong gelingt Momo wiederum ein Hit. Dieses Album bringt Momo den Ruhm ein, einer der ersten Musiker des Landes zu sein, der traditionelle Musik (Chaabi) modernisiert und somit auch jüngeren Menschen zugänglich macht. Er prägt die Bezeichnung für einen neuen Musikstil: „Bled Music“, von Bled (Heimat, Land), in Anlehnung an den Begriff „Country Music“.

1994 kommt er nach Berlin. Hier erscheint sein 3. Album „Experience“. 2013 begleitet er den Weltstar Sting dessen Tour für das Album „Sacred Love“ - gesanglich wie instrumental. 2005 schließlich lernt Momo den deutschen Reggae- und Soulmusiker Mellow Mark kennen. Gemeinsam mit Rhani Krija gründen Mellow Mark und Momo das Trio Mellow Maroc. Sie spielen die DVD Mellow Maroc live & unplugged ein. Neben Auftritten in Deutschland geht das Trio auf Konzertreisen nach Algerien, Ägypten und in den Irak.

Von 2006 bis 2011 widmet sich Momo einer neuen Aufgabe. Er wird Moderator für die algerische Version der erfolgreichen französischen Fernsehspielshow Fort Boyard (alg. „Bordj El Abtal“). Als Kulisse dient die gleichnamige französische Festung. Mit Rekordeinschaltquoten wird die Sendung in Algerien ein Riesenerfolg.

 


 

Die neue Konzertreihe ARAB SONG JAM ist ein Teilprojekt des von der EU finanzierten Projektes "The sound routes. Notes for getting closer" zur Integration von Refugees in Europa, das die Berliner WERKSTATT DER KULTUREN in Kooperation mit ihren Partnerorganisationen in Belgien, Italien und Spanien realisiert.Der Besuch von ARAB SONG JAM ist kostenfrei, über Spenden freuen wir uns sehr!

 

 


 

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