Dezember 2017

 

ARAB SONG JAM

Donnerstag 07.12.2017 Beginn: 19:30 | Saal

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen

Kooperation

ARAB SONG JAM

Arabische Tanzmusik der 1940 er bis 1970 er Jahre

  

Bei der Konzertreihe ARAB SONG JAM, wird der syrische Oud Spieler und Komponist Wassim Mukdad, einmal im Monat Neuinterpretationen arabischer Tanzlieder aus den 1940er bis 1970er Jahren in der WERKSTATT DER KULTUREN auf die Bühne bringen.

Im ersten Set eröffnet Wassim gemeinsam mit Alexey Kochetkov an der Geige und Valentina Bellanova an der arabischen Ney-Flöte. Im zweiten Set des Abends wird mit den anwesenden Musiker*innen gejamt.

Die Konzertreihe lehnt sich mit ihrem Format an die Schwarze US-amerikanische Jamsession-Kultur der 40er Jahre an. Dabei wird das erste Set eines Abends durch ein festes Trio oder Quartett eröffnet, während für das zweite Set, neu in der Stadt befindliche Musiker*innen beim Bandleader vorstellig werden können um einzusteigen.

Ähnlich wie sich die Jazz-Jamsessions in allen Metropolen der Welt inzwischen am "Real Book" mit seinen Jazzstandards orientiert, bedient sich die neue Konzertreihe ARAB SONG JAM aus dem reichen Schatz des arabischsprachigen Lied-Repertoire, das durch die legendären Sängerinnen Oum Kalthoum aus Kairo und Fairuz aus Beirut in der gesamten arabischen Großregion verbreitet wurde sowie aus Traditionals.

Die Konzertreihe ARAB SONG JAM ist ein Teilprojekt des von der EU finanzierten Projektes "The sound routes. Notes to get closer" zur Integration von Refugees in Europa, das die Berliner WERKSTATT DER KULTUREN in Kooperation mit ihren Partnerorganisationen in Belgien, Italien und Spanien realisiert.

Der Besuch von ARAB SONG JAM ist kostenfrei, über Spenden freuen wir uns sehr!

Neben dem ARAB SONG JAM, findet auch einmal monatlich der ARAB SONG JAM goes Maghreb unter Leitung des marokkanischen Oud Spielers und Fusion Musikers Alaa Zouiten statt.
 

 

  

Wassim Mukdad ist ein Musiker und Komponist aus Syrien. Er komponiert, dirigiert und spielt die Oud (die arabische Laute) in verschiedenen Genres wie Tarab, Tanz- und mittelalterlicher Musik, die er mit Elementen anderer Musikkulturen verbindet.

Seit seiner frühen Kindheit spielt Wassim Oud und Klavier, stark inspiriert von Munir Bashir, einem der größten Oud-Spieler der Geschichte. Er genoss sein Studium am "Höheren Musikinstitut in Damaskus" unter der Leitung der renommierten Professoren Askar Alikbarov (aus Aserbaidschan), Isam Rafee und Mohammad Othman (aus Syrien).

Derzeit arbeitet Wassim an verschiedenen Musikprojekten wie dem "Babylon Orchestra", einem Orchester zur Verschmelzung von arabischer Musik und europäischer Musik in Berlin. Er ist auch Teil von "Kayan Project", einem gemischten Quartett aus Syrien und Israel, das eine Botschaft des Friedens und der Vielfalt vermittelt. Wassim trat bereits mit vielen Ensembles in Syrien und der Türkei auf. Er betont immer wieder, dass ein Dialog zwischen den Kulturen geschaffen werden muss, um den Frieden angesichts von Stereotypisierungen, Rassismus und Kriegen zu fördern.


Als Psychosozialer Berater setzt Wassim seine Bemühungen auf dem Gebiet der Musik fort und beteiligt sich an Projekten wie "Musikplus Fusion" dem Education-Programm der Berliner Philharmoniker. Von 2010 bis 2012 half Wassim traumatisierten palästinensischen, irakischen und syrischen von Krieg betroffenen Kindern in Syrien durch Musik und Chöre in Zusammenarbeit mit UNRWA, UNICEF, DRC (Danish Rescue Committee) und SARC "Syrian Arab Red Crescent SARC".


In all diesen Projekten folgt Wassim weiterhin seiner Vision, und sieht Musik als eines der wichtigsten Kommunikationsmittel, das Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Hintergründen verbindet und sie auf einer sehr tiefen emotionalen Ebene interagieren lässt.
 

   

 


 

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