Februar 2018

 

ARAB SONG JAM goes Maghreb

Donnerstag 15.02.2018 19:30 | Saal

Eintritt: frei, Spenden erwünscht

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen

Produktion

Edition: Gnawamusik


In dieser Edition der erfolgreichen Konzertreihe ARAB SONG JAM goes Maghreb legt die WERKSTATT DER KULTUREN den Fokus auf Gnawamusik, den wir zelebrieren den BLACK HISTORY MONTH 2018.

An der Oud und Bandleader des Abends: Alaa Zouiten!

 

  
 

Beim jährlichen Gnawa-Festival im marokkanischen Essaouira zelebrieren regelmäßig mehr als 45.000 Menschen die tranceartige Musik, die vor mehr als drei Generationen von der Westküste des Kontinents nach Marokko gelangten.

Pünktlich zum BLACK HISTORY MONTH bringt der marokkanische Oud-Virtuose Alaa Zouiten als Kurator der monatlich stattfindenden Konzertreihe ARAB SONG JAM goes Maghreb nun Gnawa-Musik auf unsere Bühne.

„Mit dem Special Gnawa-Musik würdigt die WERKSTATT DER KULTUREN die jahrhundertelange Tradition der Gnawa-Meister, deren Vorfahren als versklavte Menschen aus den heutigen westafrikanischen Staaten Mauretanien, Senegal, Niger und Mali nicht nur den Sound Marokkos, Algeriens und Tunesiens erneuerten, sondern auch nachhaltigen Einfluss auf die internationale Entwicklung des Jazz hatten.

Etliche Jazz-Größen wie Randy Weston, Archie Shep oder Joe Zawinul entdeckten in den 1960er Jahren die Trancemusik der Gnawa für sich - aber auch Rockstars wie Jimi Hendrix ließen sich von marokkanischen Gnawa-Meistern inspirieren und trugen zur weltweiten Rezeption von Gnawa-Musik bei.
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Das Konzept der Konzertreihe ARAB SONG JAM ist der Schwarzen US-amerikanischen Jam-Session-Kultur der 40er Jahre entlehnt: Dabei wird das erste Set eines Abends durch ein festes Trio oder Quartett eröffnet, während für das zweite Set neu in der Stadt befindliche Musiker*innen beim Bandleader vorstellig werden können, um gegebenenfalls einzusteigen.

„All the musicians know these jazz sessions, so we use that technique on Arab songs", erklärt Bandleader Zouiten den Erfolg des Konzepts von ARAB SONG JAM in The New York Times. "It is a great idea because it brings popular Arab songs to life here in Berlin“.

Denn ähnlich wie sich diese Jazz-Jam-Sessions in allen Metropolen der Welt inzwischen am "Real Book" mit seinen Jazzstandards orientieren, bedient sich die monatliche Konzertreihe ARAB SONG JAM goes Maghreb aus dem reichen Schatz des arabisch-sprachigen Lied-Repertoires, bestehend einerseits aus Traditonals und andererseits aus Liedern, die durch die legendären Sängerinnen Oum Kalthoum aus Kairo und Fairuz aus Beirut in der gesamten arabischen Großregion verbreitet wurden.

In der kommenden Edition „Gnawa-Musik“ werden bekannte Gnawa-Lieder sowohl auf arabisch als auch in Berber-Sprachen gespielt und mit Jazz und anderen Musik-Stilen fusioniert. Neue Berliner*innen aus der arabischen Welt bringen ihre Musik in die Stadt
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1985 geboren Marokko, begann Alaa Zouiten im Alter von sieben Jahren seine musikalische Erziehung in kulturellen Vereinen in Youssoufia (eine kleine Stadt bei Safi), bevor er am Conservatoire National de Marrakech seine Ausbildung genoss, die ihn zum Meister an der Oud (arabische Laute) machte.

2008 begann Alaa in Marokko seine Karriere als Sideman mit der Fusion-Band „Jbara“ und spielte auf zahlreichen marokkanischen Festivals (u.a Essaouira Gnaoua Festival, Grand Festival de Casablanca, Mawazine in Rabat).

In Deutschland entwickelt er das „Alaa Zouiten Ensemble“, das 2012 sein Debüt-Album „Hada Makan“ veröffentlicht. Parallel setzte er seine musikalischen Studien fort und ist 2013 Absolvent der Universität Erfurt (Bachelor Musikvermittlung und Philosophie).

2015 gewinnt er ein Stipendium des Arab Fund for Arts and Culture und arbeitet an seinem zweiten Album „Talking Oud“. In diesem Album experimentiert er mit den stilistischen, technischen und ästhetischen Möglichkeiten der Oud.

Das Resultat ist ein faszinierender Mix aus arabischem, andalusischen Jazz und Rock. In seinen Kompositionen und Arrangements benutzt Alaa Zouiten die unendliche Vielfalt in Zeit und Raum. Ein kreativer Prozess, welcher ständig nach neuen musikalischen Perspektiven sucht und die Schönheit der Musik feiert.


 

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