Februar 2018

 
 

Koloniales Bewusstsein und Verantwortung

Samstag 17.02.2018 19:00 | S1 & Foyer

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ AKAYOVU

Kooperation

Der Roman "Africa 2.1 Arnaque" von Francis Beidi

Eine Diskussion begleitet von kurzen Romanauszügen 


Das interessierte Publikum ist eingeladen, übe die Schlüsselthemen zu diskutieren, die den afrikanischen Kontinent insgesamt betreffen und die der Roman "Africa 2.1 Arnaque" eindringlich reflektiert.

Diskutiert wird in Französisch und Deutsch mit jeweiliger Übersetzung.

Im Roman Africa 2.1 ARNAQUE spiegelt sich die Kolonialgeschichte Afrikas unter französischer Handhabung.

Der Erzähler-Autor-Romancharakter führt uns in das Dorf seines Großvaters, der Frankreich im Zweiten Weltkrieg lange gedient hat, in Frankreich, in Indochina wie in Algerien.

Als er vorhat, in Frankreich seine Kriegsverletzung behandeln zu lassen, wird dem Großvater willkürlich ein Visum verwehrt, für das Land, das er wirklich für sein Mutterland hielt. Eine Bewusstwerdung setzt ein, über das Verhältnis zwischen Frankreich und einigen afrikanischen Staaten.

Der junge Erzähler ruft das Thiaroye-Massaker von 1944 wach, als "senegalesische Schützen" von der französischen Armee erschossen wurden, nachdem sie Ansprüche dafür eingefordert hatten, einen guten Teil ihrer Person Frankreich gegeben und es von der deutschen Wehrmacht befreit zu haben. Das Massaker steht symbolisch für die große Verachtung all jener Afrikaner, die mit Frankreichs Unterstützung ein Engagement eingehen.

Destabilisierungsprogramme der sogenannten Internationalen Gemeinschaft, Einschüchterungsmethoden und Einflussnahmen auf das Wirtschaftssystem afrikanischer Länder lassen den Autor-Erzähler-Romancharakter den eklatanten Beschiss erkennen, mit dem Frankreich seit jeher in Afrika operiert. Er ruft die jungen und zukünftigen afrikanischen Generationen auf, wachsam zu sein, um diesem schon zu lang andauernden Beschiss ein Ende zu setzen.

Auf diesem Grundriss errichtet der Roman Africa 2.1 ARNAQUE eine eindringlich poetische Reflexion über die Zukunft Afrikas, die Zukunft der Menschheit.

Im Anschluss an die Diskussion gibt es bei west- und ostafrikanischer Kulinarik Raum für Begegnung.
Um eine Anmeldung wird freundlich gebeten unter: akayovu@gmail.com.

 

Francis Beidi P.

Künstler, Schriftsteller-Regisseur, Sound- und Lichttechniker für Veranstaltungen
 

  

Als Künstler im vollsten Sinne hat Francis Beidi über zehn Bücher unterschiedlicher Gattungen veröffentlicht (darunter Lyrik, Roman und Drama) und etwa hundert Gemälde geschaffen. Daneben drehte er ein Dutzend Dokumentarfilme, die sich mit dem Erbe Afrikas befassen.

Als Sound- und Lichttechniker arbeitet er seit 15 Jahren für Theater-, Musik- und Tanztruppen verschiedener Länder. Auf mehreren Festivals wirkt er als technischer Leiter mit.

Durch Francis Beidis Engagement entstand der Verein ALISÉ, mit dem sich Akteure des Buch- und Veranstaltungswesens für Bildung einsetzen. 2007 gründete er in Kamerun den Literaturverlag Auteurs Pluriels.

In der Geschäftswelt ist Francis Beidi ebenfalls aktiv, etwa als Geschäftsführer der Produktionsfirma AGGLOMED GmbH. Die Firma produziert Medieninhalte und bietet Leistungen für Grafikdesign, Webmastering, Infographie, Siebdruck, Vertrieb und andere Kommunikationsträger.


 

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