März 2018

 
 

Ban Racial Profiling

Samstag 17.03.2018 18:00 | Saal

Eintritt: Spenden

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ IniRromnja, RomaniPhen Rromnja Archiv, Rroma Informations Centrum e.V., Amnesty International Deutschland e.V., Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V., TBB-Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg e.V.

Kooperation

Die Teilnehmer*innen diskutieren über Racial Profiling in Deutschland.

Im Podiumsgespräch über Praxis, Umgang und Ausblick:

  • Biplab Basu (KOP)
  • Prof. Dr. Iman Attia (Alice Salomon Hochschule)
  • Isidora Randjelović (IniRromnja)
  • Sanchita Basu (Reach Out)
  • Tahir Della (ISD)

Moderation: Hengameh Yaghoobifarah

Im Anschluss: Konzert "Roma meets Black meets Sinti"

 

Kampagne "Ban Racial Profiling: Gefährliche Orte abschaffen"

Die Berliner Kampagne "Ban Racial Profiling: Gefährliche Orte abschaffen" erinnert die Berliner Regierung daran, racial profiling per Gesetz zu verbieten. Solange die Polizei nicht sicherstellen und beweisen kann, dass racial profiling in ihrer Arbeit keine Rolle spielt, muss die Politik ihr die Befugnis der verdachtsunabhängigen Kontrolle aus der Hand nehmen. Als lokale Berliner Initiativen gegen Rassismus, Diskriminierung, Verdrängung und Kriminalisierung nehmen an der Kampagne teil:

 

Was bedeutet racial profiling?

Wer kennt das nicht? Nach einer überfüllten U-Bahnfahrt stehen Polizist*innen am Bahnsteig, die Personen kontrollieren. Wer wird hier eigentlich warum kontrolliert? Die Personen sind oft sichtbare Minderheiten - People of Color und Schwarze Menschen, Rom*nija, Muslim*a und andere, die aufgrund ihrer äußeren Erscheinung kontrolliert werden. Als angebliche Kriminelle werden die Betroffenen von der Polizei schikaniert und aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Menschen aufgrund ihres Aussehens ohne einen konkreten Verdacht zu kontrollieren, wird racial profiling (rassistische Profilbildung) genannt. Dieses Handeln von Polizei und anderen Sicherheitsbehörden ist in Deutschland verboten.

 

Alles neu - alles anders?

Racial profiling wurde in Deutschland jahrelang komplett geleugnet. Nun soll racial profiling mit dem Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung abgeschafft werden. "Die Koalition will eine gesetzliche Klarstellung zum Verbot der Praxis des Racial Profiling.", schreibt sie. Bisher hat sich jedenfalls nichs geändert: Menschen sind täglich verdachtsunabhängigen Polizeikontrollen in Berlin ausgesetzt. Sie werden dadurch gegenüber der öffentlichen Wahrnehmung stigmatisiert, kriminalisiert und instrumentalisiert.

 

  

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