März 2018

 
 

Weiblichkeit im Aufbruch

Donnerstag 08.03.2018 19:30 | Club

Eintritt: 5,- EUR

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe) / Mayadin al-Tahrir e.V.

Kooperation

Lesung & Gespräch mit Nora Amin

"Migrating the Feminine“ von Nora Amin ist der mutige Versuch, eine Antwort zu finden auf die Frage: Was bedeutet es, eine Frau zu sein in einer Gesellschaft, die voll von Vorurteilen, Verachtung, Wut und Übergriffen auf das Weibliche jeden Alters und jeder Gestalt ist, in der Behandlung, die junge Mädchen erfahren bis hin zu den gewalttätigen und traumatischen Ereignissen auf dem Tahrir-Platz?

Nora Amins Text ist persönlich, leidenschaftlich und politisch. Ihre Stimme ist stark in einer verwirrenden Zeit, ihre Vision klar, ihre Sprache so lebendig und poetisch, wie nur denkbar. Dies ist ein wichtiges Buch, nicht nur für die ägyptische Gesellschaft, sondern trägt auch zu einer größeren Diskussion unter Schriftsteller*innen, Denker*innen und Feminist*innen in aller Welt bei.

Die Lesung ist auf Englisch. Für eine deutsche und arabische Übersetzung wird gesorgt.

  

Nora Amin ist eine Schriftstellerin, Performerin, Choreografin und Theaterregisseurin. Als Schriftstellerin veröffentlichte sie neben einem Hörbuch mit Gedichten vier Kurzgeschichten und vier Romane. Im Jahr 2000 gründete sie die Lamusica Independent Theatre Group in Kairo, um mit neuen Formen des körperlichen Ausdrucks zu experimentieren und die unausgesprochenen Probleme der Frauen und der soziokulturellen Repression zu thematisieren. Sie leitete und produzierte 37 Theater-, Tanz- und Musikproduktionen, bevor sie 2015 nach Berlin zog. Ihre Arbeit setzt sich aus den Bereichen Literatur, Theater / Tanz und Feminismus zusammen und ist durch den gesellschaftspolitischen Aktivismus des Künstlers verbunden die Rolle eines Rebellen gegen die Traditionen von Patriarchat, Autorität, Sexismus und Rassismus geprägt.
 

  

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Eine Veranstaltung im Rahmen der Arabischen Filmreihe Beyond Spring


 

Arabische Filmreihe Beyond Spring

 

           

 
Im Jahr 2010 haben die ersten Proteste in Tunesien eine Welle von Aufständen im Nahen Osten und in Nordafrika ausgelöst, die als der arabische Frühling bekannt wurden. Die Geschichte der Region geht aber über besagten Frühling hinaus.

Mit einer speziellen Auswahl an Dokumentar- und Spielfilmen, kuratiert von Viola Shafik stellt diese Filmreihe seit 2014 in der WERKSTATT DER KULTUREN Werke aus verschiedenen arabischen Ländern vor.

Ihr Ziel ist es, die sozialen und politischen Verhältnisse in der Region in Augenschein zu nehmen und unser Verständnis von den verschiedenen Aspekten - sei es Klassenverhältnisse, Geschlecht oder Politik - zu verbessern und sich mit Fragen rund um Konfessionalismus, soziale Gerechtigkeit, Geschlechterfragen sowie die Palästina-Frage auseinandersetzen.

Die Aufführungen werden begleitet von Diskussionen und von Expert*innen des EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe), einem Forschungsprogramm am Forum Transregionale Studien.

 

Kuratorin

  

Viola Shafik, Dr. phil., ist freischaffende Filmemacherin, Kuratorin und Filmwissenschaftlerin. Sie veröffentlichte u.a. Arab Cinema: History and Cultural Identity, AUC-Press, Cairo, 1998 und Popular Egyptian Cinema: Gender, Class and Nation, AUC-Press, 2007. Sie lehrte an der American University in Cairo sowie an der Universität Zürich. Sie ist im Auswahlkommitte des Rawi Screenwriters’ Lab und des World Cinema Funds der Berlinale. Sie führte Regie bei mehreren Dokumentarfilmen, u.a. Ali im Paradies/My Name is not Ali (2011) und Arij - Scent of Revolution (2014). Zur Zeit lehrt sie an der Humboldt Universität, Berlin sowie der Ludwig Maximilian Universität, München.

   


 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit

Mayadin al Tahrir e.V. und

EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe).