April 2018

 

KIMFEST 2018 Day 3

Samstag 07.04.2018 20:00 | Club

Eintritt: Evening Ticket: 15/12 Euro; Festival Pass: 40/30 Euro

Veranstalter/-in: Kollektiv für Komponierte und Improvisierte Musik (KIM)

Vermietung

Macht kaputt, was euch kaputt macht! Das KIM Fest bläst zum Sturm auf die musikalische Bequemlichkeit. Niemals war Überforderung schöner!

Ein Kreis unabhängiger Musiker*nnen formiert sich, um Improvisation konzertiert in den gesellschaftlichen Diskurs zu werfen. Die Voraussetzungen sind jedoch denkbar anders. Es geht nicht mehr darum, sich via Improvisation vom Rest der Gemeinschaft abzugrenzen, sondern mit einem weit gefächerten Spektrum der Improv-Möglichkeiten einer im Irrgarten des virtuellen Musikkonsums vom Aussterben bedrohten Kunstform das Überleben zu sichern.

Es geht um Haltung, nicht um Stil. Und es geht um Perspektiven, nicht um Orte. Aus Berlin kommen die Band Lederkoralle, die die Ästhetik des Free Jazz mit technoider Linearität verbindet, das fulminant besetzte Nonett Elevenette, das sich in Richtung Minimal Music begibt, das Trio Polypore, das unter neuen Vorzeichen zwischen Kraftwerk, Neu und CAN vermittelt, das Quartett KUU mit seinen No-Wave-Improvisationen, die perkussiven Piano-Drum-Landschaften von Spill mit Improv-Urgestein Tony Buck und Magda Mayas sowie Liz Kosacks apokalyptische Klangtraumata mit Spoiler. Das Robert Landfermann Quintett repräsentiert die bewährte Achse Berlin-Köln. Die skandinavische Band Electric Daisy weidet sich im hypnotischem elektroakustischem Kammerjazz, die Französin Eve Risser lotet das vierdimensionale Potential des Klaviers aus. Die multimediale Performance von Loopmotor, Beatdenker und Kaspar Müller vom Dresdner Subwater Beats Collective rundet das KIM Fest ab.

Line-up 07. April 2018:

 

S P O I L E R

  

“The morning air, spilling over with radioactive motes, gray and sun-beclouding, belched about him, haunting his nose; he sniffed involuntarily the taint of death.” -Phillip K Dick, Do Androids Dream of Electric Sheep

This outfit is working with the pre-emptive imagination of film music, using a series of cut-up and clashing chunks of sonically crystallised micro-adventures, to create a constantly unfolding meta-narrative. probably. As your friendly neighborhood iconoclasts, if you cherish the banal, they will ruin it for you.

Besetzung: 

  • Liz Kosack - synth
  • Julia Reidy - gt
  • Brad Henkel - tpt
  • Sam Hall - dr

 

KUU

  

Die Band KUU! hat richtig gute Songs, die sich voller Emotionalität einfräsen und festhaken. Die 1976 in Serbien Geborene Sängerin Jelena Kuljić musste infolge des Bürgerkriegs ihre Heimat verlassen. Daheim hatte sie als ungestümer Punk begonnen, dann studierte sie Jazzgesang in Berlin und bekam hier diverse Kontakte zur Szene. Als Schauspielerin ist sie festes Mitglied der Münchner Kammerspiele. Als Vokalistin ist sie hochenergetisch und wie ein krasses Naturereignis. Egal, was sie macht, sie ist da wie ein klarer Strahl. Und der umkreist präzise und durchsetzungsstark die Kerne der Dinge. Die Authentizität des Erlebten gibt ihren Botschaften eine tiefer gehende Glaubhaftigkeit

Besetzung: 

  • Jelena Kuljic - voc
  • Frank Möbus - guit
  • Kalle Kalima - guit
  • Christian Lillinger - dr

 

Robert Landfermann Quintett - KIM meets KLAENG

  

Der Kölner Bassist Robert Landfermann agiert nicht nur als Solist, Partner oder Sideman, sondern auch immer mehr als Initiator von aufregenden größeren Projekten, wie bei seinem neuen Quintett. Z

wischen Landfermann am Bass sowie Christian Weidner (Altsax) Sebastian Gille (Tenorsax), Elias Stemeseder (Piano) sowie dem New Yorker Jim Black am Schlagzeug entsteht ein tiefgehender Diskurs über große Ideen – genährt vom Geist der Neuen Musik, von Folk-Aspekten und Freejazz-Radikalität oder auch atmosphärisch angelegter Klangästhetik. Und diese Truppe weiß dafür so sorgen, dass alles sinnlich bleibt – und dass es swingt.

Dass hier Jazz aus der Gegenwart entspringt und dass er sich in seinen Randbereichen am aufregendsten zeigt. Und dass er wild wuchern muss.“ Stefan Pieper Robert Landfermann ist Preisträger des WDR- und SWR-Jazzpreises, des NRW-Förderpreises und des neuen deutschen Jazzpreises Mannheim. Sein Spiel ist auf über 70 Tonträger-Veröffentlichungen dokumentiert. Er arbeitete bereits mit Jazzstars wie Joachim Kühn, John Scofield, Tomasz Stanko, Django Bates, Chris Potter und Lee Konitz.

Besetzung:  

  • Christian Weidner – as
  • Sebastian Gille – ts
  • Elias Stemeseder – p
  • Robert Landfermann - b
  • Jim Black – dr

 
AFTERPARTY

Loop Motor / BeatDenker / Kaspar Müller

[Subwater Beats Collective]

Loop Motor – mouthmade electronic music

One mouth, one voice and a loop station – this is loop motor. The live loop artist continuously beatboxes, raps and samples herself. In doing so, she creates music seemingly electronic whilst coming from only one source of sound – her mouth. She sends her beatbox, vocal basslines and harmonies through effect pedals, producing massive tracks that are extremely danceable. 100% live on stage Hip Hop, Neo Soul, Dub Step and Drum’n’Bass to get down to.

 

Beatdenker

Beatdenker plays live and improvises everytime and everywhere new. Several guitarriffs, -chords and -melodies are blown through a magical synthesizer, modified and looped plus added by also live played drum samples through a MPC. The outcome of this are wonky hip-hop beats, thick neurofunk basses, wobbling dubstep grooves combined with dreamy, technoid melodies. Action!

 

Kaspar Müller – Neurofunk

This guy is into all kinds of sounds and noises. You never know if he’ll bring his drum machines, synths, small scratch turntables, real drums – or everything. Every time the setup is different so that the performance remains a thriller (also for Kaspar Müller himself), but one thing is for sure: it’s always dark and crunchy!

 


  


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