Mai 2018

 

Beyond Spring - Arabische Filmreihe

Donnerstag 17.05.2018 19:30 | Saal

Eintritt: 5,- EUR

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe) / Mayadin al-Tahrir e.V.

Kooperation

Weibliche Subjektivität und Revolution

Filmaufführungen in Anwesenheit der Regisseurin Iman Kame
 

FILMSCREENING

Dawn (Morgengrauen)
Essayfilm von Nadine Salib, 2011, Ägypten, 7 Min., arab./engl. UT
Eine Filmcollage aus Video-Tagebuchaufzeichnungen und Erinnerungen, die sich zu einem poetischen Text zusammenfügen.

Katharsis
Essayfilm von Alia Ayman, 2013, Ägypten, 7 Min., arab./engl. UT
Eine 22-Jährige Frau macht einen Film für ihre Mutter. Dabei experimentiert sie mit der eigenen Selbstdarstellung, Übersetzung und deren Grenzen.

Egyptian Jeanne d’Arc (Die ägyptische Jeanne d’Arc)
Dokumentarfilm von Iman Kamel, 2016, Ägypten‚ 85 Min, arab./engl.: engl. UT
Die Filmemacherin Iman Kamel reist in die westliche Wüste, wo sie das Tagebuch eines Beduinenmädchens namens Jehanne findet, die sich patriarchaler Unterdrückung entzieht und Tänzerin werden will. Sie läßt sich durch Jehannes Befreiungskampf inspirieren und macht sich auf die Suche nach ihr, indem sie andere ägyptische Künstlerinnen aufsucht, die ihr ihre Geschichten, Hoffnungen und Widerstandskämpfe der letzten fünf Jahre mitteilen. Dies ist ein hybrider Film der Dokumentarisches mit mythischen Elementen, poetischer Erzählung und Tanz verschmilzt, um die wahren Geschichten ägyptischer Frauen und deren Widerstand seit dem Ausbruch der Revolution 2011 darzustellen. 

 

Diskussion

Gast:
Iman Kamel ist eine ägyptische Filmemacherin, die immer unterwegs ist. Sie hat ausgedehnte Reisen unternommen u.a. nach China und in den Ländern des südlichen Afrikas. Sie hat einen Abschluss in Global Master of Arts von The Fletcher School at Tufts University in Boston, USA und ist außerdem interdisziplinären Studien in Kunst, Tanz und Film and der Universität der Künste in Berlin nachgegangen. Seit 1995 hat Kamel fünf Kurzfilme gedreht, u.a. ‘Hologram’ (2004) sowie eine abendfüllenden Dokumentarfilm, “Nomad's Home” (2010).

Diskutantin:
Pascale Ghazaleh ist EUME-FU Fellow of the Alexander von Humboldt-Stiftung. Sie lehrt Geschichte an der American University in Cairo. Ihr Schwerpunkt ist Osmanische Geschichte im Ägypten den 19. Jahrhunderts. Ihren Doktortitel erhielt sie an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS), Paris. Außerdem hat sie Studien veröffentlicht zu den Handwerksgilden des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts und über die materielle Kultur und die sozialen Netzwerke von Händlern in Ägypten im selben Zeitraum. Während ihrer Zeit als EUME Fellow untersucht sie Besitzerpraktiken und deren Verhältnis zur Herstellung nationaler Ressourcen in Ägypten im späten 19. Jahrhundert.


 

Arabische Filmreihe Beyond Spring

 

           

 
Im Jahr 2010 haben die ersten Proteste in Tunesien eine Welle von Aufständen im Nahen Osten und in Nordafrika ausgelöst, die als der arabische Frühling bekannt wurden. Die Geschichte der Region geht aber über besagten Frühling hinaus.

Mit einer speziellen Auswahl an Dokumentar- und Spielfilmen, kuratiert von Viola Shafik stellt diese Filmreihe seit 2014 in der WERKSTATT DER KULTUREN Werke aus verschiedenen arabischen Ländern vor.

Ihr Ziel ist es, die sozialen und politischen Verhältnisse in der Region in Augenschein zu nehmen und unser Verständnis von den verschiedenen Aspekten - sei es Klassenverhältnisse, Geschlecht oder Politik - zu verbessern und sich mit Fragen rund um Konfessionalismus, soziale Gerechtigkeit, Geschlechterfragen sowie die Palästina-Frage auseinandersetzen.

Die Aufführungen werden begleitet von Diskussionen und von Expert*innen des EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe), einem Forschungsprogramm am Forum Transregionale Studien.

 

Kuratorin

  

Viola Shafik, Dr. phil., ist freischaffende Filmemacherin, Kuratorin und Filmwissenschaftlerin. Sie veröffentlichte u.a. Arab Cinema: History and Cultural Identity, AUC-Press, Cairo, 1998 und Popular Egyptian Cinema: Gender, Class and Nation, AUC-Press, 2007. Sie lehrte an der American University in Cairo sowie an der Universität Zürich. Sie ist im Auswahlkommitte des Rawi Screenwriters’ Lab und des World Cinema Funds der Berlinale. Sie führte Regie bei mehreren Dokumentarfilmen, u.a. Ali im Paradies/My Name is not Ali (2011) und Arij - Scent of Revolution (2014). Zur Zeit lehrt sie an der Humboldt Universität, Berlin sowie der Ludwig Maximilian Universität, München.

   


 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit

Mayadin al Tahrir e.V. und

EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe).

 


 


  


Die WERKSTATT DER KULTUREN wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.