Mai 2018

 
 

Replicating Atonement

Mittwoch 23.05.2018 19:00 | Seminarraum 1

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ Einstein Forum, RAA

Kooperation

Die deutsche Vergangenheitsbewältigung als Vorbild

Taugt die deutsche Vergangenheitsbewältigung zum Vorbild? Spätestens seit den 1980er Jahren gilt das einstige Land der Täter weltweit zunehmend als Weltmeister der Aufarbeitung, die Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik als moralische Erfolgsstory.

  
Von China bis Ruanda, von Kanada bis Kroatien hört man aus Politik und Zivilgesellschaft immer wieder vom Vorbildcharakter des „deutschen Modells“ für die eigene Gesellschaft oder die eines Nachbarlands. Meilensteine wie Willy Brandts Kniefall zu Warschau, der Historikerstreit oder die Wehrmachtsausstellung werden bemüht, um die Versäumnisse der eigenen Aufarbeitung zu kritisieren. Was bezwecken solche Verweise? Woher kommt der Imagewandel Deutschlands? Und was bedeutet es in der Praxis, von Deutschland zu lernen?

Diesen Fragen geht das kürzlich erschienene Buch Replicating Atonement nach. Der von Mischa Gabowitsch herausgegebene Band bietet einen systematischen Zugriff auf das Thema.

Wissenschaftliche Aufsätze und persönliche Essays behandeln Argentinien, Japan, das ehemalige Jugoslawien, Kanada, Libanon, Ruanda, Russland, die Türkei und die Südstaaten der USA.

 

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Der Eintritt ist frei.

 
 


 

Diskutant*innen

 

  • Dr. Nicolas Moll (Sarajevo) forscht zur europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts und koordiniert als freiberuflicher Berater transeuropäische Projekte in den Bereichen Zivilgesellschaft und Erinnerungsarbeit.
  • Peggy Piesche, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, ist Referentin am Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie der Heinrich-Böll-Stiftung. Sie forscht u.a. zu Diaspora und Translokalität sowie zur Performativität von Erinnerungskulturen.
  • Dr. Mischa Gabowitsch, Soziologe und Historiker, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Einstein Forum (Potsdam) und beschäftigt sich in seiner Forschung mit Kriegsdenkmälern und Gedenkpraktiken sowie mit Protest und sozialen Bewegungen.
  • Prof. Dr. Susan Neiman, Philosophin, ist Direktorin des Einstein Forums. Ihre jüngste Buchpublikation ist Widerstand der Vernunft. Ein Manifest in postfaktischen Zeiten (2017). Im Jahr 2019 erscheint Ihr Buch Learning from the Germans.
  • Dr. Andrés Nader ist Geschäftsführer der RAA Berlin. Er forscht u.a. zu Rassismus und Antisemitismus sowie zum Umgang mit traumatischer bzw. verbrecherischer Vergangenheit.

 


Eine Kooperationsveranstaltung von

 


 
 


  


Die WERKSTATT DER KULTUREN wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

 

 
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