September 2018

 

HOMAGE SESSION

Sonntag 30.09.2018 16:00 | Garten & Foyer

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen
Kurator/-in: Fuasi Abdul-Khaliq

Produktion

In dieser Edition unserer HOMAGE SESSION wird das World-Jazz-Ensemble der WERKSTATT DER KULTUREN, die "Little Big Band", das Album „Cumbia & Jazz Fusion“ von Charles Mingus spielen.


Besetzung

  • Bass - Charles Sammons
  • Drums - Eric Vaughn
  • Piano - Uri Gincel
  • Sax - Fuasi Abdul-Khaliq
  • Trumpet - Christoph Titz

Arranger: Daniel Marquez

 

„Cumbia & Jazz Fusion“ von Charles Mingus

Cumbia & Jazz Fusion ist ein Jazz-Album von Charles Mingus, das in drei Sessions in Rom am 31. März und 1. April 1976 und in New York City am 10. März 1977 aufgenommen wurde und 1978 bei Atlantic Records erschien.

Alle Kompositionen stammen von Charles Mingus.

Das Album wurde 1979 Sieger des Down-Beat-Kritikerpolls in der Kategorie „Jazz-Album des Jahres“. Die Musikzeitschrift Spin urteilte 1993: "a huge, earth-shaking bash". Für Biograph Gene Santoro war die Komposition "Cumbia & Jazz Fusion" eines der stärksten Stücke, die Mingus seit langem geschrieben hatte; mit dem Rückgriff auf die damals noch wenig bekannten Cumbia-Rhythmen schlug er nach Santoro sogar „eine neue Synthese im Latin Jazz vor“.

Charles Mingus (1922-1979) war ein US-amerikanischer Jazz-Kontrabassist sowie Bandleader und gehört zu den bedeutenden Komponisten des modernen Jazz.

Im Album-Titel steht „Cumbia“ für Kolumbien und „Fusion“ für die Verbindung von Jazz und der Musik der vorkolinalen Bevölkerung des Landes. Rhythmisch ging Mingus von der afrokolumbianischen Cumbia-Musik aus, die damals noch nicht außerhalb Kolumbiens populär war. Er hatte genaue Vorstellungen von der Besetzung und umwarb daher Jimmy Knepper, der seit 1962 mit einer Ausnahme, dem Album Let My Children Hear Music, nicht mehr mit ihm gespielt hatte, er sei sein Posaunist. Um unterschiedliche Claves zu betonen, nahm er sechs erfahrene Perkussionisten hinzu.

Der Titel beginnt mit Vogelgezwitscher, im Stil der Rhythmen der vorkolonialen Bevölkerung Kolumbiens. Es folgen eine Reihe von kurzen süd-amerikanischen Folk-Themen auf der Oboe (ab dem zweiten unterlegt von modalen Bass-Figuren, deren erste sechs und die zweite dreizehn Minuten lang gespielt wird), die von den Bläsern alle im Call and Response aufgegriffen werden.

In der Mitte ergeben sich aus dem „röhrenden Blues“ von Ricky Ford und einem Arpeggiosolo von Neloms eine Plunger-gedämpfte Stimmung zu der Jack Walrath und Jimmy Knepper beitragen; nach 19 Minuten ergeben sich aus einer längeren Perkussionsstelle satirische Rapeinlagen von Mingus (assistiert von Richmond), die melodisch auf dem Pseudo-Folksong Mama’s Li’l Baby Likes Shortin’ Bread von James Whitcomb Riley beruhten und diesen textlich parodierten.

Dann geht das Ensemblespiel weiter; Soli von Posaune, Piano und Bass schließen sich an. „In der kompositorischen Gesamtkonzeption ist das“ nach dem Urteil von Horst Weber und Gerd Filtgen „bester Mingus, der hier verschiedene Stimmungsbilder zusammenfügte.“

Mingus kommentierte zum Stück:

„Im Gebirge von Kolumbien sind die Menschen sehr arm, manchmal kommen sie herunter in die Städte und singen Songs, die vom Unterschied handeln, entweder nichts oder alles zu besitzen. Ich muß dabei an die Ghettos der Schwarzen in Amerika denken, die auch kein Geld haben. Sie möchten, genauso wie ich, über die schönen Dinge im Leben singen.“

 


LITTLE BIG BAND

Ob Opern- oder Konzerthaus, Theater oder Musicalbühne; ein festes künstlerisches Ensemble ist für die meisten Kultureinrichtungen Standard. Im Jazz-Bereich sind dafür u.a. die Jazz Bigbands der öffentlich-rechtlichen Radiosender bekannt. In Berlin gab es in der Vergangenheit verschiedene Ansätze für einen festen Ort mit eigenem Jazz-Ensemble, bisher allerdings ohne Resultat.

Das WorldJazz@WERKSTATT DER KULTUREN-Ensemble "LITTLE BIG BAND & friends", ist ein sich ständig umformierendes Ensemble aus Jazz- und World-Musiker*innen, das den größten Teil der im Kontext von WorldJazz@WERKSTATT DER KULTUREN stattfindenden Konzerte bestreiten wird:

Die LITTLE BIG BAND besteht aus einem festen Nukleus von Musiker*innen, die durch unterschiedliche Kolleg*innen verstärkt wird – abhängig davon, welche Werke welcher World-Jazz-Komponist*innen gespielt wird.

Saxophonist Fuasi Abdul-Khaliq fungiert als Bandleader der LITTLE BIG BAND; Schlagzeuger Eric Vaughnist co-leader der LITTLE BIG BAND, und leitet die HOMAGE SESSION.

In rund 40 Konzerten, die 2018 in der WERKSTATT DER KULTUREN in unterscheidlichen Formaten und Genres stattfinden, wird die LITTLE BIG BAND u.a. musikalisch unterstützt von Max Hugh (bass), Reggie Moore (piano), Richard Howell (sax), Robby Gerken (congas), Terence Harper (trumpet), Alexey Kochetkov (violin), Aly Keita (balafon), Badou M'Baye (djembe), Bertolt Karsten Troyke (vocals), Ekow Alabi (vocals), Johan Meijer (guitar), Lucia Fodde (vocals), Mayelis Guyat (vocals), Miriam Netti (vocals), Momo Djender (vocals, guitar, oud, gimbri), Natalie Greffel (vocals), Sungjun Ko (guitar, oud), Yoro M'baye (djembe), Vido Jelashe Mbutuma (vocals), El Congo Allen (trumpet), Geoffroy De Masure (trombone), J.C. Dook (guitar), Alfred Mehnert (congas, percussion) & many more ...

  

Werde Fan der LITTLE BIG BAND!


 

Homage Session 

  


Unsere mittlerweile fest etablierte Jazz-Jam-Session am Sonntagnachmittag erfährt mit den HOMAGE SESSIONS einen wesentlichen Relaunch!

Die Konzertreihe konzentriert sich in erster Linie auf die zahlreichen Vertreter*innen des WorldJazz - wie Mongo Santamaria, Tina Maria, Miriam Makeba, Tito Puente, Hugh Masekela, Celia Cruz, Ella Fitzgerald, Django Reinhardt, Jan Garbarek oder Krzysztof Komeda.

Eine Reihe im Rahmen des Jahresschwerpunkts WorldJazz @ Werkstatt der Kulturen.

Insgesamt 34 Konzerte sind 2018 einer großen Persönlichkeit des Jazz gewidmet, deren/dessen Kompositionen und "Signature Songs" von "Little Big Band", geleitet von Fuasi Abdul-Khaliq mit jeweils einem ausgewählten special guest vorgetragen werden.

Dies wird ergänzt durch Lecture Passagen zur Biographie und zur musikalischen Bedeutung der jeweils gefeatureten Persönlichkeit. Dem Publikum werden damit im Lauf des Jahres die Geschichte und die großen Aufnahmen des World Jazz nahe gebracht.

Im zweiten Set wird - wie immer - gejammt: die Bühne wird geöffnet für anwesende Musiker*innen; die thematische Festlegung auf Werke der Komponisten/des Komponistin des 1. Sets bleibt bestehen.

Jeden Sonntag 16h bis 20h: bei gutem Wetter im Garten mit südafrikanischem Barbecue; ansonsten im Foyer der WERKSTATT DER KULTUREN mit anderen kulinarischen Highlights.


  

Wir bedanken uns für die Forderung des Jahresschwerpunktes WorldJazz @ WERKSTATT DER KULTUREN durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Auswahlverfahren der Sonderausschreibung der Spartenoffenen Förderung 2018/2019.

   


  

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