Februar 2019

 

Vernetzungstreffen "NSU Komplex" auflösen

Freitag 22.02.2019 19:00 | S1-S4

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD)

Kooperation

Unzählige solidarische Menschen haben gefordert, dass es keinen Schlussstrich geben darf. Und sie haben den Betroffenen des NSU-Terrors versprochen, sie nicht alleine zu lassen, wenn das Urteil im NSU-Prozess gesprochen sein wird. Dennoch herrscht eine gewisse Ratlosigkeit, wie wir weitermachen können. Manche von uns haben ihre politischen Schwerpunkte verlegt, andere sind immer noch erschöpft vom TagX und sehr viele der Betroffenen, die in den letzten Jahren Mut gefasst hatten und in die Öffentlichkeit traten, haben sich enttäuscht zurückgezogen.

Andererseits bestehen die solidarischen Netzwerke und die vielen Freundschaften weiter, die sich in den letzten sechs Jahren aufgebaut hatten und gemeinsam Großes vollbracht haben. Es gab seit dem Urteil unzählige Veranstaltungen, Gedenken, ein weiteres lokales Tribunal, Ausstellungen und Installationen, Publikationen, Theateraufführungen und diverse solidarische Aktionen – das gibt Hoffnung.

Auf der Podiumsveranstaltung wird gefragt: Wo stehen die Bemühungen angesichts dieser widersprüchlichen Gemengelage? Was bedeutet „kein Schlussstrich“ und Gerechtigkeit für die Betroffenen? Was kann gegen den NSU-Komplex, gegen NSU 2.0, gegen die neuen Angriffe unternommen werden?

Referent_innen

  • Danilo Starosta (Kulturbüro Sachsen)
  • Mitat Özdemir (Aktiver der Keupstraße)
  • Ulf Aminde (Denkmal Keupstraße)
  • Ibrahim Arslan (Überlebender von Mölln 1992)
  • Heike Kleffner (VBRG)
  • Alexander Hoffman (Nebenklage NSU-Prozess)

Moderation: Doris Liebscher und Sophia Laumeyer
 

[Die Diskussionsrunde wird im Laufe der Veranstaltung mit Vertreter*innen anderer Initiativen erweitert]



  


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