Februar 2019

 

Beyond Spring - Arabische Filmreihe

Donnerstag 07.02.2019 18:30 | Saal

Eintritt: 5,- EUR

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe) / Mayadin al-Tahrir e.V.

Kooperation

Fanon, Afrika und die arabische Welt

Filmaufführung mit Lesung und Diskussion

  • Einführung zu und Lesung aus Frantz Fanons „Die Verdammten dieser Erde“ (1961) von Nayera Soliman (FU) und Iskandar Abdalla (FU)
  • "Concerning Violence - Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence" (2014) - Ein Film nach Frantz Fanons "Die Verdammten dieser Erde"

 

"Concerning Violence"

Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence

Schweden/USA/Dänemark/Finnland, 2014, 85 Min., OmU. Regie, Buch: Göran Hugo Olsson, nach Frantz Fanons "Die Verdammten dieser Erde" ("Les damnés de la terre")


Der Film "Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence" setzt sich mit den afrikanischen Befreiungsbewegungen der 60er, 70er und 80er Jahre auseinander. Neu entdecktes Archivmaterial über die gewaltvolle Konfrontation mit den Kolonialmächten wird kombiniert mit Zitaten aus Frantz Fanons polarisierendem Text zur Entkolonialisierung "Die Verdammten dieser Erde".

Die Musikerin Lauryn Hill, die als Frontsängerin der Fugees bekannt wurde, erweckt die eingeblendeten Textausschnitte mit ihrer Stimme zum Leben. Kunstvoll beleuchtet der Film Fanons Analysen über die Folgen der Kolonialisierung Afrikas und plädiert für den Aufbau einer gerechteren Welt.

Im Zentrum des Films steht dabei auch die Emanzipation der Frau, die mit der kolonialen Befreiung zusammengehört. Als ein kinematografischer Essay, der Fanons Text, Lauryn Hills Stimme, das Archivmaterial sowie Musik verbindet, setzt der Film die komplexen theoretischen Ideen in eine emotionale Filmerfahrung um.

Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zum Film:


 


Gäste

Nayera A. Soliman (Freie Universität Berlin) ist Doktorantin der Berlin Graduate School for Muslim Societies and Cultures, Freie Universität Berlin. Ihr Studienprojekt hinterfragt das Konzept „Heimat" durch die Erforschung der Zwangsmigration der Bewohner der Suze-Kanal Städte 1967. Soliman hat einen Abschluss der französischen Politologie Abteilung der „Faculty of Economics and Political Sciences“, der Kairo Universität 2012 und einen Master in politischer Soziologie der Sorbonne Universität 2013. Zwischen 2014 und 2017 arbeitete sie als fellow der „Arab Forum for Alternatives“ in einem Gemeinschaftsforschungsprojekt des Insitut für Friedensforschung Frankfurt und der Sfax Universität.


Iskandar Abdalla (Freie Universität Berlin) ist Doktorant an der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies - Promotionsprojekt: „Rendering Islam Liberal. Secularism, Sexulaity and Politics of Muslim Self-appropriation in Contemporary Germany.“ In seinem MA Abschluss in Islamwissenschaft hat er sich mit der Repräsentation der Juden im ägyptischen Film beschäftigt. Abdalla hat bei der Deutschen Welle mehrere Praktiken absolviert, veranstaltet Führungen im Jüdischen Museum und arbeitet außerdem als Filmkurator für das alfilm-Festival Berlin. 


 

Arabische Filmreihe Beyond Spring

 

           

 
Im Jahr 2010 haben die ersten Proteste in Tunesien eine Welle von Aufständen im Nahen Osten und in Nordafrika ausgelöst, die als der arabische Frühling bekannt wurden. Die Geschichte der Region geht aber über besagten Frühling hinaus.

Mit einer speziellen Auswahl an Dokumentar- und Spielfilmen, kuratiert von Viola Shafik stellt diese Filmreihe seit 2014 in der WERKSTATT DER KULTUREN Werke aus verschiedenen arabischen Ländern vor.

Ihr Ziel ist es, die sozialen und politischen Verhältnisse in der Region in Augenschein zu nehmen und unser Verständnis von den verschiedenen Aspekten - sei es Klassenverhältnisse, Geschlecht oder Politik - zu verbessern und sich mit Fragen rund um Konfessionalismus, soziale Gerechtigkeit, Geschlechterfragen sowie die Palästina-Frage auseinandersetzen.

Die Aufführungen werden begleitet von Diskussionen und von Expert*innen des EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe), einem Forschungsprogramm am Forum Transregionale Studien.

 

Kuratorin

  

Viola Shafik, Dr. phil., ist freischaffende Filmemacherin, Kuratorin und Filmwissenschaftlerin. Sie veröffentlichte u.a. Arab Cinema: History and Cultural Identity, AUC-Press, Cairo, 1998 und Popular Egyptian Cinema: Gender, Class and Nation, AUC-Press, 2007. Sie lehrte an der American University in Cairo sowie an der Universität Zürich. Sie ist im Auswahlkommitte des Rawi Screenwriters’ Lab und des World Cinema Funds der Berlinale. Sie führte Regie bei mehreren Dokumentarfilmen, u.a. Ali im Paradies/My Name is not Ali (2011) und Arij - Scent of Revolution (2014). Zur Zeit lehrt sie an der Humboldt Universität, Berlin sowie der Ludwig Maximilian Universität, München.

   


 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit

Mayadin al Tahrir e.V. und

EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe).

 



  


Die WERKSTATT DER KULTUREN wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

 

 
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