Juli 2019

 

Feindbild Islam und institutioneller Rassismus

Mittwoch 03.07.2019 19:00 | Restaurant

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ Reachout

Kooperation

Buchlesung mit Autor Eberhard Schultz

Auf Einladung von Reachout, Opferberatung und Bildung gegen rechte, rassistische und antisemitische Gewalt, in Kooperation mit der Werkstatt der Kulturen.

Das 2018 erschienene Buch "Feindbild Islam und institutioneller Rassismus - Menschenrechtsarbeit in Zeiten von Migration und Anti-Terrorismus" (VSA-Verlag Hamburg) ist nach wie vor brennend aktuell. Dies zeigen nicht nur Anschläge und Überfälle auf Moscheen und (mutmaßliche) Moslems und die anschließenden Defizite bei der Ermittlungstätigkeit, sondern auch die Vorgänge um den Rücktritt des BND-Chefs Maaßen, zahlreiche Gerichtsentscheidungen und Fälle von Behördenwillkür sowie die schleppenden Ermittlungen wegen mutmaßlicher Terroristen in der Bundeswehr und Polizei – Jahre nach der problematischen „Aufarbeitung“ der NSU-Mordserie.

 

Erschreckend auch die Enthüllungen im Fall des mutmaßlichen Berliner Attentäters Amri und die Enthüllungen über die Verstrickungen von staatlichen Sicherheitskräften in den Anschlag auf den Linken-Politiker Ferat Kocak.

Menschenrechtsanwalt Eberhard Schultz liest aus seiner kritischen Falldokumentation, in der Fälle der letzten zwei Jahrzehnte aus den verschiedenen Bereichen im jeweiligen Kontext dargestellt werden (Ausländer- und Asylrecht, Ermittlungs- und Strafverfahren, Vereins- und Arbeitsrecht und Verletzungen des Persönlichkeitsrechts.)

Es soll versucht werden, die Fragen zu beantworten:

  • Was ist Rassismus heute? - weit über den völkischen Rassismus von Neonazis hinaus
  • Wie ist er historisch entstanden und warum heute noch virulent?
  • Welche Rolle spielen hierbei die Medien als sogenannte vierte Gewalt?
  • Was ist institutioneller Rassismus?
  • Welche menschenrechtlichen und juristischen Instrumentarien gibt es, um gegen rassistische Diskriminierungen vorzugehen?
 

Eberhard Schultz streitet seit fast vier Jahrzehnten als engagierter Rechtsanwalt und Menschenrechtler für seine MandantInnen und gegen Menschenrechtsverletzungen. Er ist Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte, arbeitet in progressiven Anwaltsvereinigungen (RAV und Strafverteidigervereinigung und hat zusammen mit seiner Frau Azize Tank, MdB a.D., die Eberhard-Schultz-Stiftung für soziale Menschenrechte und Partizipation gegründet.

  

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