Werkstatt Religionen

 
 

Interreligiöser Dialog


  

Die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen ist ein offener Arbeitskreis von Menschen vorwiegend aus dem schulischen Umfeld, die aus privatem oder beruflichem Interesse den interreligiösen Dialog suchen.

Religionen und Weltanschauungen bilden das Fundament einer jeden kulturellen Identität. Die Erfahrung zeigt aber, dass meist nur ein geringes Wissen über Religionen und Weltanschauungen vorhanden ist und eine direkte Begegnung mit 'anderen' Religionen in der Regel nicht stattfindet. Ziel der Werkstatt-Arbeit ist, den direkten Dialog zwischen unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen zu führen und zu fördern.

 

Dabei arbeiten Angehörige der folgenden Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in der Dialogrunde der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen mit: evangelisches, katholisches und serbisch-orthodoxes
Christentum, sunnitischer und sufistischer Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus, Sikhismus, Baha’i, Neuheidentum und weltlicher Humanismus. Die Mitglieder der Runde verstehen sich jedoch nicht als Stellvertreter_innen ihrer Gemeinschaften, sondern als Individuen mit einem bestimmten religiösen, bzw. weltanschaulichen Hintergrund, und die Dialogarbeit bezieht sehr stark die individuellen Biographien der Teilnehmenden ein.

Der Werkstatt-Kreis trifft sich einmal im Monat. Er arbeitete jährlich zu einem anderen Thema und bereitete im gemeinsamen Dialog jeweils eine Fortbildungstagung für Lehrer_innen und andere Multiplikator_innen, sowie
gelegentlich kleinere Diskussionsveranstaltungen vor.

Besuchen Sie die Webseite der Werkstatt der Religionen und Weltanschauungen hier.


Fachtagung*

Was wird aus uns? Natur und Mensch: Die Notwendigkeit einer ökologischen Ethik

13. November 2019 | 09.00h-17.00h

„Natur“ ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend zum Gegenstand des Nachdenkens und der Sorge geworden, in letzter Zeit zugespitzt in heftigen Kontroversen zwischen dem Lager der „Fünf-nach-Zwölf-Leugner“ und denen, die eher auf der Seite der „Fridays-for-Future-Bewegung“ stehen. Klimawandel – Artensterben – Vernichtung der natürlichen Ressourcen – Ozonloch – Plastikmüll und Elektroschrott sind jedoch für die meisten Menschen aktuelle Stichworte beängstigender Szenarien.

Die Tagung "Was wird aus uns? Natur und Mensch: Die Notwendigkeit einer ökologischen Ethik" geht der Frage nach, welche Interpretationen und Handlungskonzepte Religionen und Weltanschauungen für Menschen bieten, die weder verdrängen noch resignieren wollen, aber wissen, wie begrenzt die Möglichkeiten des Einzelnen sind. In den Vorträgen geben Expertinnen und Experten einen Überblick, in den sokratischen Gesprächsrunden haben die Teilnehmenden Gelegenheit, das Gehörte zu reflektieren, es mit den eigenen Erfahrungen zu verbinden und darüber in Austausch zu treten.

Außerdem gibt es Gesprächsmöglichkeiten mit vielen Mitgliedern der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen: Baha’i, Buddhisten, Christen, Humanisten, Muslime, Juden, Neopaganisten und Sikhs.


Teilnahme kostenfrei. Anmeldung erforderlich:
paul.raether@werkstatt-der-kulturen.de / Fax 030 – 60 97 70-13

Programm (vorläufig)

  • 09:00h Begrüßung und Einführung in die Werkstatt-Tagung
  • 09:20 Prof. Dr. Wolfgang Lucht (Humboldt Universität Berlin & Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) (angefragt): Humboldts revolutionärer Blick auf die Erde - eine Chance für das Anthropozän (AT)
  • 10:00h Kaffeepause
  • 10:30h Einführung in die Methode des sokratischen Gesprächs
  • 10:45h Angeleitete sokratische Gesprächsgruppen
  • 13:00h Mittagspause
  • 14:00h künstlerisches Intermezzo
  • 14:15h Prof. Dr. Jameleddine Ben Abdeljelil (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) (angefragt): Mensch, Natur und Gott (AT)
  • 14:55h Brauchen wir eine ökologische Ethik? Rückfragen an die Referent_innen. Danach Podiumsgespräch mit denselben und den Leiter_innen der Gesprächsrunden.
  • 16:30h Tagungsbeobachtungen
  • 17:00h Ende der Tagung

*Die Anerkennung als Lehrkräftefortbildung durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin wird beantragt. Die Anerkennung als Ergänzungsangebot für Lehrkräfte durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg wird beantragt.
 


Die bisherigen Themen:

Publikationen*

  • „Geschlechterrollen in den Religionen und Weltanschauungen“ (Bestellen)
  • "Dialog der Religionen und Weltanschauungen. Herausforderungen an die Demokratie" (Download)
  • „Erwachsenwerden: Vorbilder, Leitbilder, Rituale“ (Download)
  • "Arbeit" (Download)

*Die Publikationen entstanden mit der Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), des Beauftragten des Senats von Berlin für Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften und des Humanistischen Verbandes Deutschland - Landesverband Berlin/Brandenburg (HVD) und der Bürgerstiftung Neukölln (N+).

Wanderausstellung

Die Werkstatt der Religionen und Weltanschauungen hat die Wanderausstellung „Respekt“ erstellt. Sie kann in der Werkstatt der Kulturen ausgeliehen werden. Die Ausstellung wurde bereits bundesweit gezeigt, u.a. im Amt der Brandenburger Integrationsbeauftragten (Potsdam), im Evangelischen Gemeindezentrum (Eberswalde), an verschiedenen Berliner Schulen, in der Berliner Jerusalemkirche, der Katholischen Hochschule für Sozialwesen (Berlin), im Kinder-, Jugend- und Familienzentrum FEZ-Berlin.

Kontakt

Paul Räther
Tel. 030 - 60 97 70-16
paul.raether(at)werkstatt-der-kulturen.de


  


Die WERKSTATT DER KULTUREN wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.