WorldJazz @ Werkstatt der Kulturen

 
 

"Jazz is a beautiful, democratic music. It encourages musicians with very strong, and many times, very different points of view to work together as a team while, at the same time, giving them the space to express their individuality. It's a very important art form and can be used as a model for different cultures to work together."
- Marcus Miller, UNESCO Artist for Peace

Unter allen musikalischen Systemen ist der Jazz heute wohl das für neue Einflüsse Offenste. Seine Basis wird mittlerweile universal verstanden und lässt jederzeit Raum für spezielle kulturell oder national begründete Interpretationen. Jede*r Musiker*in, der/die improvisieren kann und will und bereit ist sich auf musikalische Überraschungen einzulassen, kann mitmachen. Rhythmische, melodische oder harmonische Besonderheiten oder Neuerungen sind prinzipiell immer integrierbar.

Das European Jazz Network schrieb sich bereits 2004 in sein Manifest:

"The main characteristic of jazz, its ability to integrate an array of human emotions through spontaneous composition and ever-flexible musical structures, has broken through barriers of language, race and class.
European jazz already functions as a catalyst between different cultural heritages from local and migrant sources and between known and newly-discovered musical forms.
Its openness and thirst for diversity is a permanent self-protection against any kind of nationalism."

In diesem Sinne ist Jazz also tatsächlich als "Weltmusik" zu bezeichnen, auch wenn dieser Begriff meist anders verstanden wird. So betrachtet eignet sich Jazz hervorragend als Ausgangsbasis für die musikalischen Abenteuer einer transkulturellen Gesellschaft - und ist damit die ideale Kunstform für die Werkstatt der Kulturen die sich als Plattform und Begegnungsort versteht für die künstlerische Verhandlung, Verwandlung und Neuinterpretation alltagskultureller Phänomene.

Wie diverse experimentelle Formate der vergangenen Jahre in der WERKSTATT DER KULTUREN bewiesen haben, lassen sich auf der Basis einer Jazz-Rhythmusgruppe bestehend aus Schlagzeug, Bass und Klavier, Musiker*innen der verschiedensten kulturellen oder stilistischen Herkunft einbeziehen, und zwar nicht nur in geprobten Formaten, sondern auch spontan in Form von Jam Sessions. Diese funktionieren nämlich mitnichten nur unter ausgewiesenen Jazzmusiker*innen, sondern bieten allen experimentierfreudigen Musiker*innen Platz. 

So soll sich der Metropolen-Sound der durch Transkultur, Diversity, Migration und Exil geprägten deutschen Hauptstadt künftig als World-Jazz in zahlreichen Farben und Schattierungen in dem vielgestaltigen Schwerpunktprogramm „World Jazz @ WERKSTATT DER KULTUREN“ auf den Bühnen unseres Hauses manifestieren.


  

Wir bedanken uns für die Forderung des Jahresschwerpunktes WorldJazz @ WERKSTATT DER KULTUREN durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Auswahlverfahren der Sonderausschreibung der Spartenoffenen Förderung 2018/2019.