Black History Cinema

 

Der afrikanische und afrodiasporische Widerstand gegen europäische Versklavung und Kolonialismus, gegen Segregation und Apartheid kennt unzählige Gesichter, Gedenkjahre und -tage, Geschichten, Bewegungen und Namen.

So führten im Schicksalsjahr 1884, Priester der Mbona Religion in Njassaland, dem heutigen Malawi, bereits im Februar 1884, den Massingina Widerstand an – als ahnten sie, dass im fernen Berlin, Reichskanzler Bismarck im November 1884 seine europäischen Kollegen zur sogenannten „Afrika-Konferenz“ einladen würde, um den gesamten afrikanischen Kontinent gewaltsam in europäische Kolonien aufzuteilen.

Bis Nelson Mandela im Jahre 1994 als erster demokratisch gewählter Präsident Südafrikas auch dem letzten mörderischen Bollwerk weißer, rassistischer Überlegenheitsphantasien ein Ende setzen konnte, sollten mehr als 100 unendlich lange Jahre vergehen. Ein unendlich langes Jahrhundert, in dem Kinder, Frauen und Männer afrikanischer und afrodiasporischer Herkunft häufig unter Einsatz ihres Lebens auf dem afrikanischen Kontinent, in den Amerikas und der Karibik für ihre Freiheit und ihre Gleichberechtigung kämpften.

So ist das Civil Rights Movement ohne seine charismatischen, religiösen Führer Dr. Martin Luther King und Malcolm X ebenso wenig denkbar wie ohne seine zutiefst religiösen Protestsongs, die 1964 zur Unterzeichnung des Civil Right Acts führten. Schwarze Bürger_innen sollten fortan das Recht haben, die gleichen öffentlichen Räume, Busse, Restaurants und Toiletten zu besuchen wie ihre weißen Mitbürger.

Im Rahmen des Black History Month 2014 zeigen wir im Februar vier Filme, die sich mit der kolonialen Aufteilung des afrikanischen Kontinent durch Europäer beschäftigen.

 

Programm

  • 06.02.2014 | Schatten über dem Kongo. Schreckensgeister der Kolonialherrschaft | Dokumentation | 2012 | dt./engl. | 92 min.
  • 13.02.2014 | Deutsch-Südwas? | Erinnerungen an einen deutschen Völkermord | Dokumentation | 2012 | 37 min.
  • 20.02.2014 | Let freedom sing
  • 27.02.2014 | Amandla! - A Revolution in Four Part Harmony | Dokumentation | 2002 | 103 min.

Beginn: 19h | Eintritt: frei


  

Zum BLACK HISTORY MONTH 2014 vom 28. Januar bis 28. Februar finden in der WERKSTATT DER KULTUREN eine Ausstellung, Panels, Konzerte, eine Lesung, religiöse Tanzdarbietungen und Filmvorführungen statt, die das diesjährige Schwerpunktthema ‚Religion, Musik und Widerstand’ entlang der bedeutsamen Jahre 1884, 1904, 1964 und 1994 bearbeiten; den hundertjahrelangen Weg zur Freiheit.

Download Flyer